Wohnung kaufen und an Eltern vermieten

5 Antworten

Die Bank interessiert es erstmal nicht, ob die Wohnung vermietet oder aber selbst genutzt wird. Mieter können auch wieder ausziehen (auch Eltern), Mieter können zahlungsunfäfig werden.... Die Bank interssiert allein, ob der Kreditnehmer diesen auch aus eigenem Einkommen tilgen kann. Zudem müsstest du die Mieteinnahme versteuern - so dass ggf. überhaupt nicht die volle Miete zur Tilgung herangezogen werden kann.

Wäre dann eine Bürgschaft seitens der Eltern ratsam? Bzw. was wird die Bank fordern um sich selbst abzusichern, was sie ja immer tut

@Poker5502

Das mit der Bürgschaft kann man mal probieren - aber ich frage mich, warum nicht gleich die Eltern die Wohnung kaufen? Die Bank wird ein bestimmtes Einkommen seitens des Kreditnehmers - und in dem Sinne eben die Kreditwürdigkeit - voraussetzen und zur Absicherung immer auch eine Risikolebensversicherung über den Vertrag laufen lassen.

@angy2001

Da meine Eltern selbst keinen Kredit mehr aufnehmen wollen - 10 Jahre bis zur Rente

doch es interessiert schon ob es eigengenutzt ist oder nicht! Bei reiner Vermietung wird ein erhöhtes Existenzminimum angesetzt. Außerdem hat er dann noch zusätzlich Mietausgaben. Da nie 100% sondern maximal 75% der Mieteeinnahmen bei der bank berücksichtigt werden und sein Einkommen bei extrem niedrigen 1600 EUR liegt ist eine Finanzierung bei jeder Bank ausgeschlossen

@Mismid

Stimmt mismid: Er hat ja selbst auch noch Mietausgaben ... danke für den Hinweis.

Dann solltest du mal ganz schnell zur Bank gehen, die werden dich entsprechend beraten. Ob man dir einen Kredit gewährt hängt davon ab ob du...

  1. ... einen sicheren Beruf hast (als Zeitarbeiter oder als Arbeitnehmer in Probezeit oder mit einem befristeten Arbeitsvertrag hast du eher schlechte Karten).

  2. ... ein entsprechendes Einkommen hast, damit du überhaupt noch selbst Leben kannst.

  3. ... ob die Wohnung (ich nehme mal an du willst eine Eigentumswohnung, und nicht ein Grundstück samt Haus, kaufen) auch einen entsprechenden Wert hat (Stichwort: Grundpfandrecht)

Die Bank wird natürlich auf Sicherheiten bestehen. Das geht in Form von Bürgschaften und Grundpfandrechten. Von einer Bürgschaft rate ich prinzipiell ab! Das wäre der größte Bullshit, den du einem Bürgen (und gerade dann wenn es deine Eltern sind...) antun könntest !!

Meistens werden Grundpfandrechte (im Regelfall besteht die Bank auf Eintragung einer Grundschuld) bestellt. Damit könnte die Bank im Falle einer Zahlungsunfähigkeit das Grundstück zwangsversteigern und so an ihr Geld kommen. Das Grundstück ist für dich in dem Fall natürlich futsch, sofern du es nicht selbst wieder im Zwangsversteigerungsverfahren ersteigerst.

Aber mal was anderes: Wenn du eine Eigentumswohnung kaufst musst du bedenken, dass du (gesetzlich zwingend) in deine Wohnungseigentümergemeinschaft eintrittst. Die wollen ein Hausgeld um Rücklagen für Reparaturen und dergleichen zu bilden. Die Miete die du erwirtschaftest würde dafür schonmal größtenteils draufgehen, und was dann?! Dann musst du nämlich dennoch mit deinem Gehalt die Wohnung weiter abzahlen. Sprich: Einmal Kredit abzahlen, einmal eigene Miete zahlen, Hausgeld zahlen, LEBEN (Essen, Trinken, Ausgehen, ...). Zumal ja auch alle 3 Monate die Grundsteuer fällig wird, du musst diverse (Gebäude-) Versicherungen zahlen... Das deckst du definitiv nicht mit den erzielten Mieteinnahmen ab.. Da wäre es wohl besser die Wohnung selbst zu nutzen, oder?

Eine Belastung der Eigentumswohnung mit einem Kredit über fast 80 % der Kaufsumme wird kaum eine Bank mitmachen, selbst dann nicht, wenn du ein regelmäßiges Nettoeinkommen als Einzelperson von ca. 2000 Euro hast...

Relativ leicht wäre vermutlich noch an 60 % der Kaufsumme (ca. 70.000 €) zu kommen, weil die Bank ja die Wohnung als Pfand beleiht und verkaufen könnte, wenn du die Zahlungen nicht leisten kannst.

Doch, das könnte möglich sein. Gegebenenfalls musst Du bei mehreren Banken vorsprechen. Und möglicherweise müssen auch Deine Eltern als Bürgen eintreten. Gehe dabei aber höchstens so weit, dass sie nur mit ihrer Miete bürgen also versichern, langfristig Mieter zu sein.

Am besten Du erstellst einen Finanzierungsplan, den Du der Bank vorlegst. Je verständlicher er ist, umso mehr Chancen hast Du. Wenn der Mietbetrag so hoch, dass damit die Raten bedient werden könnten, sehe ich kein Problem.

Mit jedem Gespräch bei einer Bank wirst Du schlauer. Lass Dich also nicht abschrecken, wenn mal eine Nein sagt. Das einzige Problem konnte sein, dass die Bank noch mehr Eigenkapital will. Also 24.000. Aber ich denke, das wirst Du schaffen können. Bedenke auch, dass es beim Kauf Nebenkosten gibt. Die musst Du auch mit einkalkulieren. Und die Sonderzahlungen, die Du leisten willst, würde ich zunächst als Rückstellungen für Reparaturen etc. bei der Bank z.B. als Tagesgeld, deponieren. Das macht zusätzlich einen guten Eindruck.

Und nun viel Erfolg.

wenn die bank dir 60% von 120000€ finanzieren würde,müsstest du ca.720€ zins und tilgung pro monat auf 10 jahre bezahlen---und wie finanzierst du den rest?

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