Wohnung kaufen und an Eltern vermieten

5 Antworten

Du solltest Dein Vorhaben mit Deinen Eltern besprechen, um ihre Meinung zu hören und ihr Einverständnis zu bekommen. Dann könntet ihr gemeinsam zu Deiner oder der Hausbank Deiner Eltern gehen, um Kredit- und Tilgungsfragen abzuklären. Deine Eltern können dann auch im Rahmen ihres Einkommens die Finanzierung mit tragen. Dadurch wäre die Miete, die Du dann bekommst geringer, ebenfalls jedoch auch Deine Belastungen und die Sicherheiten der Bank gegenüber wäre kein Problem.

Du solltest auch bedenken, dass bei Deinem Vorhaben Deine Eltern durch Dein eigenständiges Vorgehen auf keinen Fall in Schwierigkeiten geraten dürfen.

Doch, das könnte möglich sein. Gegebenenfalls musst Du bei mehreren Banken vorsprechen. Und möglicherweise müssen auch Deine Eltern als Bürgen eintreten. Gehe dabei aber höchstens so weit, dass sie nur mit ihrer Miete bürgen also versichern, langfristig Mieter zu sein.

Am besten Du erstellst einen Finanzierungsplan, den Du der Bank vorlegst. Je verständlicher er ist, umso mehr Chancen hast Du. Wenn der Mietbetrag so hoch, dass damit die Raten bedient werden könnten, sehe ich kein Problem.

Mit jedem Gespräch bei einer Bank wirst Du schlauer. Lass Dich also nicht abschrecken, wenn mal eine Nein sagt. Das einzige Problem konnte sein, dass die Bank noch mehr Eigenkapital will. Also 24.000. Aber ich denke, das wirst Du schaffen können. Bedenke auch, dass es beim Kauf Nebenkosten gibt. Die musst Du auch mit einkalkulieren. Und die Sonderzahlungen, die Du leisten willst, würde ich zunächst als Rückstellungen für Reparaturen etc. bei der Bank z.B. als Tagesgeld, deponieren. Das macht zusätzlich einen guten Eindruck.

Und nun viel Erfolg.

Miete wird in aller Regel nicht 1:1 angerechnet. Entscheident dürfte DEIN EINKOMMEN sein. Wichtig ist auch das Eigenkapital. Hier wäre mindestens eine Quote von 80% besser 60% zu beachten. Es gibt auch - besonders im Internet Banken welche hier auch 100% Finanzierungen anbieten. Ich würde mir diesbezüglich auch vor dem Termin mit deiner Hausbank mal Vergleichsangebote machen lassen. Wichtig dabei ist halt dein Schufa-Score und deine Generelle Einnahmensituation.

Das Einkommen aus Vermietung mußt du ganz Regulär - auch wenn es von deinen Eltern kommt versteuern. Hier also auf jedenfall alles ordentlich über die Bank - sprich Kontoauszuge nachweisbar regeln.

Sondertilgungen müssen im Vertrag entsprechend vermerkt sein. Auch würde ich persönlich auf eine Zinsfestschreibung von mindestens 10 Jahren - besser länger - bestehen. Das momentane Zinsniveau ist dafür ideal. Auch wenn man nach 10 Jahren bereits nachverhandeln kann würde ich ggf. sogar auf die Zinsfestschreibung für 20 Jahre gehen, auch wenn dadurch der Zins etwas nach oben gehen sollte. Biliger wird der Zins die nächsten 20 Jahre wohl kaum werden!

So hoffe dir ein paar Fragen beantworten zu haben. Viel Erfolg, den etwas besseres als eine Immobilie kannst in der jetztigen Zeit garnicht machen - auch wenn es "Spinner" gibt welche immer noch an GOLD glauben...XD

PS: Evtl. kommen deine Eltern ja als "Bürgen" in Frage um den Kredit bei der Bank abzusichern...das kann sich Vorteilhaft auf den Zinssatz auswirken!

Dann solltest du mal ganz schnell zur Bank gehen, die werden dich entsprechend beraten. Ob man dir einen Kredit gewährt hängt davon ab ob du...

  1. ... einen sicheren Beruf hast (als Zeitarbeiter oder als Arbeitnehmer in Probezeit oder mit einem befristeten Arbeitsvertrag hast du eher schlechte Karten).

  2. ... ein entsprechendes Einkommen hast, damit du überhaupt noch selbst Leben kannst.

  3. ... ob die Wohnung (ich nehme mal an du willst eine Eigentumswohnung, und nicht ein Grundstück samt Haus, kaufen) auch einen entsprechenden Wert hat (Stichwort: Grundpfandrecht)

Die Bank wird natürlich auf Sicherheiten bestehen. Das geht in Form von Bürgschaften und Grundpfandrechten. Von einer Bürgschaft rate ich prinzipiell ab! Das wäre der größte Bullshit, den du einem Bürgen (und gerade dann wenn es deine Eltern sind...) antun könntest !!

Meistens werden Grundpfandrechte (im Regelfall besteht die Bank auf Eintragung einer Grundschuld) bestellt. Damit könnte die Bank im Falle einer Zahlungsunfähigkeit das Grundstück zwangsversteigern und so an ihr Geld kommen. Das Grundstück ist für dich in dem Fall natürlich futsch, sofern du es nicht selbst wieder im Zwangsversteigerungsverfahren ersteigerst.

Aber mal was anderes: Wenn du eine Eigentumswohnung kaufst musst du bedenken, dass du (gesetzlich zwingend) in deine Wohnungseigentümergemeinschaft eintrittst. Die wollen ein Hausgeld um Rücklagen für Reparaturen und dergleichen zu bilden. Die Miete die du erwirtschaftest würde dafür schonmal größtenteils draufgehen, und was dann?! Dann musst du nämlich dennoch mit deinem Gehalt die Wohnung weiter abzahlen. Sprich: Einmal Kredit abzahlen, einmal eigene Miete zahlen, Hausgeld zahlen, LEBEN (Essen, Trinken, Ausgehen, ...). Zumal ja auch alle 3 Monate die Grundsteuer fällig wird, du musst diverse (Gebäude-) Versicherungen zahlen... Das deckst du definitiv nicht mit den erzielten Mieteinnahmen ab.. Da wäre es wohl besser die Wohnung selbst zu nutzen, oder?

die banken sind seid der krise sehr vorsichtig geworden

du verdienst 1600 euro und willst mit einem eigenkapital von weit unter 20% ein hauskaufen... das macht niemand mit

ein haus verursacht permament kosten, grundsteuern, die mieteinnahmen sind zu versteuern, instandhaltung etc... wenn du das alles bezahlt hast und dann noch rücklagen bilden willst für reperaturen bleibt praktisch nichts von der miete übrig.

selbst mit solventen bürgen sehe ich da schwarz

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