Wohnen zur Untermiete: Muss der Vermieter zustimmen?

12 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Der Mieter braucht nicht die Zustimmung des Vermieters! Wenn der Lebensgefährte mit in die Wohnung einzieht (was der Vermieter nicht verbieten kann) sollte er nur beim Vermieter angegeben werden, wegen der erhöhten Nebenkosten.

Der Mieter ist berechtigt, eine andere Person, die weder Familienangehöriger noch Bediensteter des Mieters ist, zum Mitgebrauch der Wohnung auf Dauer in seinem Haushalt aufzunehmen. Er hat ein berechtigtes Interesse an der Aufnahme der anderen Person in seiner Wohnung, wenn er aus wirtschaftlichen oder persönlichen Gründen eine dauernde Wohngemeinschaft begründen will. Voraussetzung ist lediglich, dass die Gründe des Mieters erst nach Abschluss des Mietvertrages entstanden und die Wohnung z.B. nicht überbelegt ist (BGH RE WM 85, 7).

Achtung: Es muss auch kein neuer Mietvertrag abgeschlossen werden.

Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung handelt es sich auch beim Lebenspartner (nicht zu verwechseln mit eingetragener Lebenspartnerschaft) um einen Dritten, i.S. der §§ 553, 540 BGB.

Demnach bedarf die Aufnahme eines Lebensgefährten in eine gemietete Wohnung der Erlaubnis des Vermieters. Auf die Erteilung der Erlaubnis hat er im Regelfall einen Anspruch (nötigenfalls auf dem Klageweg).

Vgl. BGH Urteil vom 05.11.2003 - VIII ZR 371/02

Bittet den Vermieter nocheinmal um seine Einwilligung, damit für alle Parteien Rechtsklarheit besteht.

Möglicherweise gibt es durch das für Euren Bezirk zuständige Amtsgericht ein anderslautendes Urteil, auf das Ihr Euch zwar stützen könnt. Was aber, wenn der VM wieder bis zur höchsten Stelle geht?

Müsste im Mietvertrag stehen. Normal muss man es "anmelden", wenn ein weiterer Mieter einzieht. Sind aber meistens Formalitäten. Dürfte keine Probleme geben, aber meldet euch besser, dann seid ihr auf der sicheren seite

ich denke es handelt sich nicht um genehmigungspflichtige untervermietung, sondern um zusammenführung von lebens(abschnitts)partnern. dem kann keiner widersprechen. allerdings muß für die betriebskostenabrechnung eine entsprechende meldung an den vermieter gehen.

für mich stellt sich die frage, ob womöglich die schwester selbst untermieterin ist und nun ihr lebensgefährte mit in diese wohnung ziehen soll. zumindest könnte man die frage auch so deuten.

Ja,das muß er.Mein Sohn wollte das auch machen,der Vermieter wollte aber,dass mein Sohn als gleichwertiger Mitmieter einzieht.Da das beide nicht wollten,ist eben nichts draus geworden.

Was möchtest Du wissen?