Wo ist der Unterschied zwischen unserem Grundgesetz und einer Verfassung..?

15 Antworten

Das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland (umgangssprachlich auch Deutsches Grundgesetz; abgekürzt GG oder seltener GrundG), die geltende Verfassung des deutschen Staates, ist die rechtliche und politische Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland. Besondere Bedeutung haben aufgrund der Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus die im Grundgesetz verankerten Grundrechte. Sie binden die Staatsgewalt als unmittelbar geltendes Recht (Art. 1 ). Das Bundesverfassungsgericht bewahrt als unabhängiges Verfassungsorgan die Funktion der Grundrechte, das politische und staatsorganisatorische System und entwickelt sie weiter.

Im Jahr 1949 nur für die westlichen Besatzungszonen in Kraft gesetzt, nicht als dauerhafte Verfassung gedacht und auch absichtlich nicht so bezeichnet – der Parlamentarische Rat ging davon aus, dass die Sowjetische Besatzungszone (SBZ) bald wieder mit den anderen vereinigt sein würde – ist das Grundgesetz nach der Deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 die Verfassung des gesamten Deutschen Volkes geworden[1] (→ Präambel Vorlage:§§/Wartung/alt-juris). Seine demokratische Legitimation, die zunächst durch die Mehrheit der westdeutschen Landesparlamente und anschließend durch Bestätigung des deutschen Volkes bei Wahlen im grundgesetzlichen System indirekt erfolgte, ist in der internationalen Staatspraxis unangezweifelt. Auch erfüllt das Grundgesetz von Anfang an die Kriterien eines materiellen Verfassungsbegriffes, indem es eine Grundentscheidung über die Form der politischen Existenz des Landes trifft: Demokratie, Republik, Sozialstaat, Bundesstaat sowie wesentliche Rechtsstaatsprinzipien. Neben diesen Grundentscheidungen regelt es die Staatsorganisation, sichert individuelle Freiheiten und errichtet eine objektive Wertordnung[2].

Das Grundgesetz in seiner heutigen Form ist eine perpetuierte[3] und legitimierte[4] Verfassung. Sie kann nur durch Beschluss einer neuen abgelöst werden (Art. 146 ). Quelle: Wikipedia

Der wesentliche Unterschied ist, eine Verfassung wird durch die Abstimmung des Volkes legitimiert. Das Grundgesetz wurde von Alliierten und ein paar Deutschen bestimmt. Somit kann es keine Verfassung sein, bei aller möglichen Beugung nicht. Das Grundgesetz widerspiegelt nicht die Meinung des Volkes, es gab keine Abstimmung. Deutschland hat de Facto keine Verfassung und ist damit nicht souverän gegenüber anderen Ländern.

@arjello

Der wesentliche Unterschied ist, eine Verfassung wird durch die Abstimmung des Volkes legitimiert

Wenn es so wäre, hätten die meisten Staaten keine Verfassung. Die einzige deutsche Verfassung, bei der es eine Volksabstimmung gab, war die DDR-Verfassung von 1968 (und die wurde 1974 von der Volkskammer entscheidend geändert)-.

Das Grundgesetz wurde von Alliierten und ein paar Deutschen bestimmt

Das GG wurde vom Parlamentarischen Rat erarbeitet.

Deutschland hat de Facto keine Verfassung und ist damit nicht souverän gegenüber anderen Ländern.

Deutschland hat de facto eine Verfassung, und hinsichtlich der Souveränität würde ich mal in Artikel 7 Abs. 2 des '2+4-Vertrags' sehen.

Das vereinte Deutschland hat demgemäß volle Souveränität über seine inneren und äußeren Angelegenheiten.

http://www.hdg.de/lemo/html/dokumente/DieDeutscheEinheit_vertragZweiplusVierVertrag/index.html

Einen direkten Zusammenhang zwischen Souveränität und Verfassung gibt es übrigens nicht. Auch ein Staat ohne Verfassung kann souverän sein.

Doch das Grundgesetz ist die Verfassung von Deutschland. Man hat es darmals nicht Verfassung, sondern Grundgesetz genannt, weil es eine vorläufige Bezeichnung sein sollte, da Deutschland darmals noch geteilt war. Aber Deutschland ist nun wiedervereint aber das Grundgesetz blieb erhalten. Und es hat seinen Verfassungschrater behalten und gilt als Verfassung für die ganze Bundesrepublik.

Man hat damals nach der Gründung der Bundesrepublik nur ein vorläufiges Grundgesetz gemacht, weil man immer dachte, die beiden deutschen Staaten würden sich irgendwann mal wieder zusammenschließen. Und dabei ist dann geblieben. In der DDR dagegen gab es eine Verfassung.

das grundgesetz is damals eig nur ein provisorium gewesen, weil der westen weiterhin davon ausging,dass der westen wieder dazustoßen würde... (hat meine lehrerin gesagt^^)

mann ging immer von einer Vereinigung beider Staatsgebilde aus, deswegen haben die Väter des GG damals einige Optionen offen gelassen.! hätte man sich eine Verfassung gegeben wöhren die Grenzen zur DDR anerkannt worden,und das wollte keiner.

Zum beispiel:"ist die Bundeswehr nur dafür da ,den Feind aufzuhalten bis ordentliche Soldaten kommen "

Stimmt, nur anders fomuliert: Unsere Verfassung basiert auf dem Grundgesetz.

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