Wo ist der qualitative Unterschied zwischen Pflichtverteidiger und teurem Anwalt?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Auch ein 'teurer' Anwalt kann ein schlechter Anwalt sein. Jeder Anwalt ist verpflichtet, dich so gut wie möglich zu vertreten. Und das ganz unabhängig davon, ob er als Pflichtverteidiger bestellt wurde oder nicht. Bezahlt wird er in jedem Fall. Also kannst du ihn ruhig nehmen.

Du kannst auch den Pflichtverteidiger nehmen - ob Du nämlich, wenn Du Dir einen eigenen Anwalt nimmst, an einen guten Strafverteidiger gerätst, ist auch nicht sicher.

Du solltest nur frühzeitig mit dem Verteidiger Kontakt aufnehmen...

Du könntest den Antrag stellen, daß ein von dir ausgewählter Anwalt Dir als Dein Pflichtverteidiger bestellt wird (bzw. der Anwalt würde den Antrag stellen).

Der Sinn des Pflichtverteidigers ist nur, daß Du in einem Strafverfahren nicht ohne dastehst.

Sehr ungewöhnlich das du in diesem Strafverfahren einen Verteitiger gestellt bekommen hast.Normal kommt das nur in Betracht wenn man in Untersuchungshaft ist oder aber das Verfahren vor einem Landgericht eröffnet wird, weil dort ein Anwalt vorgeschrieben ist....

Da gibt es auch noch andere Alternativen

@Volker13

die werden aber in den seltensten Fällen in betracht gezogen...

Der Pflichtverteidiger ist nur dort vorgeschrieben, wo sich ein Angeklagter nicht mehr selbst verteidigen darf bzw. eine Verurteilung ohne den teuren Gebührenbeistand unmöglich ist. Er reicht aus in offenkundig aussichtslosen Fällen, in denen teurere Schwätzer nur unnötig Geld kosten. Dann können die Pflichtleute mit freundlichem Verhalten die Abstrafer milder stimmen.

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