Wo bekomme ich Hilfe bei Ämtergängen / Bürokratie etc?!

4 Antworten

Der häufigste Fehler hier in der Community: Wenn man schon nach Kontaktadressen fragt, sollte man immer wenigstens die Stadt oder -bei ländlicher Wohnung- den nächst größeren Ort angeben, in der/dem man wohnt. Die Antwortgeber haben schon Recht, mit dem Hinweis auf die hier genannten Sozialverbände, dennoch kann man oft konkrete Tipps geben, wenn man denn wüsste, WWWWOOOOOO ;) Bei Arbeitsverträgen gibt es überdies -auch für (noch) Nichtmitglieder eine weitere Möglichkeit: Ist in der Nähe ein Gewerkschaftsbüro oder eine -je nach Beruf- Handwerks- oder Industrie- und Handelskammer, kann man auch dort anfragen, zumeist sind diese Stellen hilfsbereit.

Warum diese Alternative: Erstens sind Gewerkschaften und HwK/IHK besonders geschult auf diesem Gebiet und zweitens -auch wenn eine Caritas Stelle einen guten Berater hierzu hat- kann es in Ballungsräumen bei denen oft längere Wartezeiten geben, bis man einen Beratungstermin erhält. Der Arbeitsvertrag soll aber sicher sobald wie möglich zurück an den AG, damit die Stelle nicht verloren geht.

Nicht zuletzt kannst Du auch noch schauen, ob in Deiner nächsten Nähe eine Beratungsstele des VdK oder eine etwas größere Fil. Deiner Krankenkasse liegt, ferner -selbstverständlich- stehen auch die Geschäftsstellen der Bundesagentur für Arbeit hier zur Verfügung. Letztere sollte man kurz vorher anrufen, da dort meist nur einige der MA tiefgreifende arbeits(-vertrags-)rechtliche Kenntnisse haben.

PS: Falls jmd. fragen mag, wieso ausgerechnet auch Krankenkassen: Speziell seit den Arbeitsreformen ab 2005 müssen Arbeitssuchende u.a, bei Kündigungen angeben, ob und inwieweit noch Forderungen bestehen. Die BA für Arbeit will es prüfbar haben, ob zu zahlendes ALG I oder II mit noch offenen Forderungen gegen den AG verrechnet werden könnten. Diese müssen ebenso solche Fragen in den Antragsbögen beantworten.

Die Rechtsreformen insgesamt führten dazu, dass die Krankenkassen, als Einzugsstellen für die gesamten Sozialabgaben, verstärkt ebenfalls fachkundiges Personal für Arbeitsverträge beschäftigen/schulen, zumal man anhand der Verträge u.a. Klauseln prüft, die ggf. erhöhte Risiken für Gesundheit und Arbeitssicherheit beinhalten könnten. Durch diese Arbeitspraxis finden sich also auch hier, zumindest in den größeren Geschäftsstellen, fachkundige Ratgeber/innen. Eventuell haben diese sogar noch einen Service: Man kann den Vertrag vllt. per Fax/Mail einem vorher recherchierten Sachbearbeiter zukommen lassen, der dann alle Fragen auch komfortabel am Telefon klärt, letztlich ist das auch Kundenakquise für die KK. Einen Anspruch hierauf hat man aber nicht, ist eine reine Serviceleistung, zumal bei Rechtsberatungen bestimmte Grenzen gesetzt sind.

@RoBingi

PS - Meine Litographie (neudeutsch Litografie) leidet etwas unter meiner noch währenden Müdigkeit, das Wort "auch" habe ich wahrlich verschwenderisch mit eingesetzt, Prost Kaffee und guten Morgen, sowie kleines Sorry für die etwaigen Formulierungsschwächen.

Hallo,

Caritas oder Diakonie sind eine Möglichkeit. In vielen Städten gibt es auch Freiwilligenzentralen, die teilweise Adressen von Ehrenamtlichen haben, die sich als "Begleiter" gemeldet haben. Wichtig ist, dass man stückchenweise versucht, selbständiger zu werden. Manchmal kann auch die Telefonseelsorge in der Region weiterhelfen.

Gruß

RHW

Du kannst beim Diakonie oder Caritas oft Hilfe bekommen.es gibt viele verschiedene Hilfestellen ,du musst schauen was in deinem Stadt angeboten wird

Und Du hast in deinem ganzen Umfeld keine Person der Du vertraust?

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