Wird mein Lohn meiner Mutter angerechnet?

5 Antworten

Bei 1000 € Brutto solltest du mit Steuerklasse 1 nach einem Brutto / Netto Rechner aus dem Internet um die 800 € Netto bekommen.

Ab 18 unter 25 stehen dir derzeit min.339 € Regelbedarf für den Lebensunterhalt zu + 50 % von der Warmmiete, wenn du mit deiner Mutter alleine wohnst, mal angenommen die Warmmiete liegt bei 600 €, dann läge dein Anteil bei 300 € und dein Bedarf bei min.639 € pro Monat.

Auf dein Bruttoeinkommen stehen dir Freibeträge auf Erwerbseinkommen nach § 11 b SGB - ll zu, dass wären zunächst 100 € Grundfreibetrag, ab 100 € - 1000 € Brutto kommen 20 % und von 1000 € - 1200 € Brutto 10 % an Freibetrag dazu.

Bei 1000 € Brutto stünden dir also 280 € an Freibetrag zu, diese würde dir das Jobcenter theoretisch von deinen angenommenen 800 € Netto abziehen, es blieben dann um die 520 € anrechenbares Erwerbseinkommen.

Zu diesen ca. 520 € käme evtl.noch das Kindergeld von derzeit 194 € und ab Juli dann 204 €, falls du noch keine abgeschlossene Berufsausbildung / Studium hättest und auf der ernsthaften Suche nach einer wärst bzw.z.B. bei der Agentur für Arbeit Ausbildung suchend gemeldet wärst.

Sonst würde es bei diesen ca.520 € anrechenbarem Einkommen bleiben, davon würde dann zunächst dein Regelbedarf von 339 € angezogen, es blieben dann um die 181 € für deinen Anteil an der Warmmiete übrig, da du deinen Bedarf dann sicher aus deinem anrechenbaren Einkommen noch nicht decken kannst, wirst du als unter 25 jähriges Kind weiterhin zur BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) deiner Mutter gehören.

Bei 760 € Netto sollte ja auch um die 950 € Brutto haben, dann hätte sie auch um die 270 € Freibetrag, nach Abzug blieben dann auch nur um die 490 € anrechenbares Einkommen, damit könnte sie gerade ihren Regelbedarf von 424 € decken und hätte ggf.noch um die 66 € für ihren Anteil der Warmmiete übrig, könnte also ihren eigenen Bedarf nicht einmal decken, somit bekommt sie ihren Differenzbetrag bis zu ihrem Bedarf weiterhin gezahlt und für dich wird es noch eine Aufstockung geben.

Denn die Warmmiete wird ja sicher über 360 € gesamt liegen !

Du müsstest dann also an deine Mutter je nach Höhe deiner Aufstockung dann selber ein Kostgeld für Miete, Strom, Lebensmittel usw.zahlen.

Na so sicher das die Warmmiete bei über 360 liegt ist es nicht. Kommt auch sehr auf die Wohngegend an.

@Caila

Dann zeige mir mal bitte eine Wohnung für 2 Personen wo man warm weniger als 360 € zahlt !

Das zahle ich für meine 48 qm schon und das in einer Stadt wo die Mieten im bundesweiten Vergleich noch günstig sind.

@isomatte

Ich lebe auf 52 qm mit meinem Kind und zahle 318 warm

@Caila

Auf welchem Dorf wohnst du denn da ?

Aber selbst wenn die Warmmiete nur 300 € betragen würde, läge dann der Bedarf für Mutter und Kind bei jeweils 50 %, also 150 € und die Mutter hätte nach Berücksichtigung ihrer Freibeträge auf Erwerbseinkommen nach § 11 b SGB - ll max.um die 66 € für ihren Anteil der Warmmiete übrig, nachdem der Regelbedarf für den Lebensunterhalt von 424 € vom anrechenbaren Nettoeinkommen abgezogen worden.

Also selbst dann hätte die Mutter für sich noch einen Anspruch auf eine Aufstockung von um die 84 € pro Monat, würde die Warmmiete bei unglaublichen 300 € gesamt liegen.

@isomatte

Keinem Dorf eine Stadt. ^^

@Caila

Dann wohnst du aber sehr billig und wie sieht es dann mit jährlichen Nachzahlungen von Betrieb / Heizkosten aus, daran kann es nämlich unter Umständen auch liegen warum es nicht mehr ist, wenn die Vorauszahlungen zu gering angesetzt sind.

Ich zahle warm ca.348 €, darin sind ca.100 € für Betrieb / Heizkosten enthalten.

@isomatte

von den 318 WarmMiete sind 53 die Betriebskosten. Nachzahlungen habe ich nie. Bzw höstens mal Strom aber nicht von den Betriebskosten.

@Caila

Das ist aber mehr als günstig, für die BK - zahle ich etwas über 41 € und für die Heizkosten 59 €.

@isomatte

Sind hier in der Gegend aber meistens so. Meine erste eigene Wohnung waren 43 qm für 264 warm.

@Caila

Meine um die 50 qm mit Frau und Kind für um die 28 Alu Taler ( DDR )

Da Du eigenes Geld verdienst ist Deine Mutter nicht mehr verpflichtet für Dich aufzukommen, daher wird dieser Anteil bei ihr schon mal abgezogen. Ich nehmean, das ist das was Du mit "falle ich aus der Bedarfsgemeinschaft raus" meinst.

Dann wird angenommen, dass Du einen Anteil zu den gemeinsamen Lebenshaltungskosten erbringst (Miete, Nebenkosten, Strom,...) somit hat deine Mutter auch da einen geringeren Bedarf und es kann sich eine Verringerung ergeben. Je nachdem wie ihr ALG2 angesetzt wurde.

Dein Kostgeld wird ihr nicht angerechnet. Das ist ja das Geld was Du ausgibst um zu leben (Essen, usw.) Es ist ja kein Einkommen deiner Mutter, sondern nur Geld, dass Du auch selbst ausgeben würdest wenn Du einkaufen gehen würdest. So gibst Du es ihr, damit sie für Dich mit einkaufen geht.

Hallo Jenny,

eine so genannte Bedarfsgemeinschaft (BG) liegt vor, wenn mehrere Personen im gleichen Haushalt mit Erwerbsfähigen zusammenleben und den Haushalt wirtschaftlich gemeinsam betreibenV

Damit sind gemeint: Pärchen, Familien und sogar unter gewissen voraussetzungen Wohngemeinschaften.

Wenn nun eine Person in dieser Bedarfsgemeinschaft erwerbstätig wird (Du), also einen Job annimmt, wird dieses Einkommen auf die Leistungen (Deiner Mutter) angerechnet.

Woher ich das weiß:Recherche

Falsch, nicht auf die Leistungen seiner Mutter, sondern nur auf seinen eigenen Bedarf.

Eine Ausnahme bei der Anrechnung auf den Bedarf der Mutter gibt es nur beim Kindergeld, wenn die Mutter für ihn Kindergeld beziehen würde, er dieses nur noch teilweise oder auch gar nicht mehr zur eigenen Bedarfsdeckung benötigen würde, dann würde dieses wieder zum Einkommen der Mutter und mindernd auf ihren Bedarf angerechnet.

Das Kind wäre dann auch als unter 25 jähriges Kind aus der BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) der Mutter raus.

quatsch

Man müßte ausrechnen was besser ist. U.U bekommt sie ALG2 nicht mehr wegen der Mieteinnahmen, oder sie werden abgezogen.

Also so wie ich das sehe bekommt deine Mutter dann gar kein ALG mehr.

Du fällst schließlich aus der Bedarfsgemeinschaft, mit deinem Gehalt. Und sie hat ihre 760 € Lohn.

Natürlich bekommt sie dann auch weiterhin aufstockend ALG2.

@AalFred2

Bei Netto von 760? Warum sollte sie?

@Caila

Weil davon 100 € Freibetrag sind und 660 € mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit unter dem ALG2-Anspruch.

@AalFred2

Falsch, der Freibetrag liegt weit höher als 100 €, bei 760 € Netto sollte sie um die 950 € Brutto haben, dann steht § 11 b SGB - ll ein Freibetrag von 270 € zu, es blieben von ihren 760 € Netto nur noch um die 490 € anrechenbares Einkommen.

Nach Abzug ihrer 424 € Regelbedarf für den Lebensunterhalt blieben dann für ihren Anteil der Warmmiete nur noch etwa 66 € übrig, zumindest die Mutter würde dann noch eine Aufstockung bekommen, es sei denn die Bude würde nur um die 130 € warm kosten.

@Caila

Weil ihr anrechenbares Einkommen nach Berücksichtigung ihrer Freibeträge nach § 11 b SGB - ll nicht gedeckt wäre und zumindest ihr noch eine Aufstockung zustehen würde.

@isomatte

Ja, hast recht.

Was möchtest Du wissen?