wird die ehefrau beim unterhalt für nichteheliches kind mit angerechnet?

4 Antworten

Das JobCenter schreibt ihn an, weil es um den Unterhalt für das Kind geht, das er mit dir hat.

Hättest du einen Unterhaltstitel, hätte das JC eben den genommen und sich nicht an den Herren persönlich gewendet.

Die Unterlagen der Frau werden eingesehen, wieviel sie für das gemeinsame Kind aufbringen kann (falls sie sehr wenig verdient). Dann müsste der Fehlbetrag ja noch bei ihm mit reingerechnet werden, was den Unterhalt deines Kindes schmälern würde.

Falls er nicht den Mindestunterhalt für euer Kind zahlen kann, wird überprüft, inwieweit er einen Unterhaltsanspruch gegen seine Frau hat. In diesem Fall würde die Frau indirekt mit zur Kasse gebeten..
Ich kenne aber keinen einzigen Fall, wo das in der Praxis so war.

Wenn sie nur seine Einkommensnachweise haben wollen, dann hat er Glück wegen Ahnungslosigkeit der Bearbeiter.

Wenn ein Gericht den Kindesunterhalt berechnet, dann gehen die genau nach Vorschrift vor: Einkommen der letzten 12 Monate, Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, irgendwelche Gratifikationen, vwL, Steuerrückzahlung, (umgerechneter)  Vermögensvorteil durch private Nutzung eines Dienstwagens - zählt alles zum Einkommen eines Jahres und aus dem berechnet sich der Kindesunterhalt. Der Unterschied zwischen beiden Berechnungen kann schon ganz schön weh tun.

Mein Ex-Mann als Beamter im gehobenen Dienst war vor einigen Jahren der Meinung, das JA hätte ihn beim Unterhalt über den Tisch gezogen.
Nach dem gerichtlichen Unterhaltstitel hat er vermutlich sehr bedauert, dass er rumgemotzt hat.

ist es rechtens das seine frau bei der berechnung vom unterhalt für unser kind mitangerechnet wird?

Die Frau ist den Kind gegenüber nicht zum Unterhalt verpflichtet. Ihr Einkommen spielt bei der Berechnung aber eine Rolle. Zum einen ist die Frau, wenn auch dem Kind gegenüber nachrangig unterhaltsberechtigt. Zum Anderen kann beim Minderjährigenunterhalt der Selbstbehalt um die Haushaltsersparnis reduziert werden, wenn der Unterhaltspflichtige mit einen Leistungsfähigen Partner zusammenlebt. Und last but not least spielt das Einkommen eine Rolle, wenn es um den Betreuungsunterhalt geht.

muss seine frau wirklich dafür mit bluten das sie noch verheiratet sind und er mit mir ein kind gezeugt hat?

Indirekt schon, weil sie ggf. selbst weniger Unterhalt bekommt.

außerdem steht dort drin das seine vermögenseinkünfte nicht mehr als 5000 euro betragen dürfen.

Die Unterhaltsberechnung erfolgt nach den BGB und damit Richterrecht, sozialrechtliche Vermögensgrenzen sind hierbei nicht von Belang.

Seine Ehefrau selbst ist weder für euer gemeinsames Kind noch für dich ("Betreuungsunterhalt") unterhaltspflichtig.

Sollte der Mann aber nicht in der Lage sein, von seinem eigenen Einkommen wenigstens den Mindestunterhalt für euer gemeinsames Kind an dich zahlen zu können,so könnte überprüft werden, ob er selbst vielleicht einen Unterhaltsanspruch an seine eigene Ehefrau hat. 

Den hätte er ggf., wenn seine Frau ein sehr hohes Einkommen erzielen würde. Dann müsste er den Unterhalt, der ihm von seiner Frau zusteht, einsetzen, um davon den Unterhalt für euer Kind zu bestreiten...

Der laufende Unterhalt errechnet sich nur nach dem Einkommen des Unterhaltspflichtigen, der Mann ist also nur über sein Einkommen auskunftspflichtig, nicht über sein Vermögen, seine Ersparnisse etc. (Zum Einkommen würden allerdings auch regelmäßige Miet- oder Zinseinnahmen etc... zählen....) 

Wenn kein gemeinsames Konto besteht, geht seine Frau eurer Affärenkind nichts an.

doch es besteht ein gemeinsamens konto.

@Lania1986

Dann soll sie zum Jugendamt gehen und das da regeln. Im Grunde braucht es nur die Einkünfte des Mannes zur Berechnung des Kindesunterhalts.

Das ist leider ein Irrtum und hat mit einem gemeinsamen oder getrennten Konten nichts zu tun, auch die Ehefrau des Erzeugers, sofern sie mit ihm in einem Haushalt lebt, muß die Hose runterlassen. Die Jobcenter sind schlimmer als die Gerichtsvollzieher - wahre Aasgeier.

@Wolfi0410

Den Unterhalt bestimmt nicht das Jobcenter, sondern das Jugendamt. Das Jobcenter braucht nur die Höhe des Unterhalts zur Berechnung des Leistungsanspruches.

@violatedsoul

Stimmt auch nicht, das Jugendamt hat überhaupt nix zu bestimmen, wenn überhaupt was bestimmt wird, dann macht das in diesem unserem Lande immer noch ein Richter.

@Urknall

Bei mir hat noch nie ein Richter den Unterhalt festgelegt. Aber gut.........

@Wolfi0410

Die Ehefrau selbst ist weder für das Kind noch dessen Mutter ("Betreuungsunterhalt") unterhaltspflichtig, braucht in der Regel also ihr Einkommen nicht offen legen.

Nur, wenn der Ehemann ggf. nicht den Mindestunterhalt für das Kind zahlen könnte, würde überprüft werden können, ob er selbst ggf. einen Unterhaltsanspruch an seine eigene Ehefrau hat - diesen Unterhalt müsste er dann einsetzen, um den Anspruch des Kindes zu erfüllen...

@violatedsoul

Braucht er ja auch nicht wenn die Leute so dumm sind und sich vom Jugendamt was vorschreiben lassen. ;-)

Die Konten spielen überhaupt keine Rolle.

Für die Berechnung des Unterhaltes sind lediglich die Einkommensnachweise des unterhaltspflichtigen offen zu legen.

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