Wird man beim Arbeitsamt gesperrt trotz Teilzeitjob?

2 Antworten

Nebenbei kann man nur eine geringfügige Beschäftigung machen, anders herum geht das schlecht, wenn du also eine Teilzeitbeschäftigung hast, dann kannst du nur deine geringfügige Beschäftigung nebenbei machen.

Wenn du deinen Minijob also schon mehrere Jahre machst, dann wirst du deine Kündigungsfrist einhalten müssen, etwas anderes ist es meines Wissens dann, wenn man einen Arbeitsvertrag unterschreibt, diesen dann wieder schriftlich kündigt und der Beginn der Beschäftigung über der Kündigungsfrist liegen würde, dann müsstest du die Beschäftigung nicht mehr antreten.

Also wenn auf dem AV - nichts steht, dann gilt die gesetzliche Kündigungsfrist, sollte etwas anderes auf dem AV - stehen, dann würde diese gelten, aber nur wenn sie keine Nachteile gegenüber der gesetzlichen Kündigungsfrist für dich hätte.

Würdest du also deinen Minijob kündigen und keine ALG - 2 Leistungen als Aufstockung beziehen, dann hätte das beim ALG - 1 keine Sperre zur Folge, dazu müsstest du dann außerdem erst einmal arbeitslos werden, also deine Teilzeitbeschäftigung verlieren.

Beim ALG - 2 wäre eine Kündigung ohne nachweisbarem wichtigen Grund sanktionierbar, egal ob Mini, Teilzeit oder Vollzeit.

Das ist beim ALG - 1 anders, da kann man eine geringfügige Beschäftigung bis zu 450 € Brutto ohne eine Sperrzeit befürchten zu müssen kündigen, selbst im Leistungsbezug wäre das kein Problem, denn beim ALG - 1 ist man nicht verpflichtet seinen Leistungsanspruch wie beim ALG - 2 zumindest durch einen Minijob zu verringern.

Deshalb wird man ja im ALG - 1 Bezug auch aufgefordert sich eine versicherungspflichtige Beschäftigung zu suchen, im ALG - 1 Bezug kann, muss man aber keinem Minijob nachgehen.

Man dürfte nebenbei eh nicht mehr als unter 15 Wochenstunden arbeiten und in der Regel auch nicht mehr als 165 € zzgl. nachweisbarer evtl.berufsbedingten Aufwendungen wie z.B. für Fahrkosten.

Wenn man seine Nebenjob bei Beginn der Arbeitslosigkeit aber innerhalb von 18 Monaten schon min.12 Monate hätte, dann könnte man im ALG - 1 Bezug den Durchschnitt aus den 12 Monaten weiterhin ohne Anrechnung aufs ALG - 1 dazuverdienen.

Da es ein normaler Arbeitsvertrag ist, mußt Du die Kündigungsfristen einhalten. Kommt darauf an, wann Du ihn unterschrieben hast. Du kannst auch mit dem Chef reden, vielleicht lässt er Dich gehen. Da Du gekündigt hast, wirst Du 3 Monate gesperrt, da Du sozusagen Schuld hast, daß Du arbeitslos wirst. Es hängt also davon ab, ob Du den Vollzeitjob jetzt bekommst oder nicht. Da solltest Du Dir sicher sein. Wenn es geht solltest Du den Arbeitsanfang so legen, daß das mit der Kündigungsfrist des alten Jobs passt. Lasse Dir irgendwas einfallen, warum Du erst später einen Vollzeitjob antreten kannst.

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