Wir leben dauerhaft getrennt

5 Antworten

Der entscheidende Punkt ist ob ihr einen Ehevertrag hattet. Wenn ihr keinen hattet, dann gilt die eheliche Zugewinngemeinschaft weiter.

Denn diese endet erst mit Eingang des Scheidungsantrages beim zuständigen Gericht.

Ich kann nicht genau sagen wie es mit dem Versorgungsausgleich bei der Rentenversicherung ist. Ich kann mir aber vorstellen das es da ähnlich ist.

Aus der Regelung zur Zugewinngemeinschaft kannst du sicher noch mehr Informationen entnehmen:

Gesetzlicher Güterstand der Zugewinngemeinschaft

Unter Anfangsvermögen versteht man das Vermögen, das einem Ehepartner bei der Eheschließung gehört. Hinzu kommen noch die Erbschaften und Schenkungen von dritten Personen (z. B. von den Eltern). Bei der Zugewinngemeinschaft nach § 1363 BGB werden das Vermögen des Mannes und das Vermögen der Frau nicht gemeinschaftliches Vermögen.

Der Zugewinn wird erst dann ausgeglichen, wenn die Zugewinngemeinschaft endet. Die Zugewinngemeinschaft endet mit Zustellung des Scheidungsantrags.

Der Ausgleich des Zugewinns findet nur beim gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft statt.

Der Ehegatte, dessen Zugewinn niedriger ist, hat einen Anspruch gegen den anderen Ehegatten auf Ausgleich des Zugewinns.

Die Ausgleichsforderung beträgt die Hälfte des Betrages, um den der Zugewinn des einen Ehegatten den Zugewinn des anderen Ehegatten übersteigt.

Anfangsvermögen ist das Vermögen, das einem Ehegatten beim Eintritt in den Güterstand (i. d. R. Heirat) gehört. Verbindlichkeiten werden abgezogen.

Endvermögen: ist das Vermögen, das einem Ehegatten bei der Beendigung des Güterstandes gehört.

Berücksichtigung von Schulden, die bereits bei der Heirat vorhanden waren.

In der Vergangenheit konnte das Anfangsvermögen eines Ehepartners nicht kleiner als null sein. Das bedeutete, dass Schulden, die ein Partner bereits vor der Ehe hatte, bei der Berechnung des Zugewinns nicht berücksichtigt wurden. Derjenige, der einen verschuldeten Partner heiratete, hatte also ein erhöhtes Risiko, nach der Scheidung einen Zugewinnausgleich bezahlen zu müssen.

Seit dem 01.09.2009 werden Schulden berücksichtigt. Das bedeutet, dass bei der Berechnung des Zugewinns vom tatsächlichen Schuldenstand und nicht von einem angenommenen Anfangsvermögen von null ausgegangen werden kann.

Der ausgleichsverpflichtete Ehegatte darf mindestens die Hälfte seines Vermögens behalten, unabhängig davon, wie hoch sich der Zugewinnausgleich errechnet. Er muss also höchstens die Hälfte seines bei Beendigung der Ehe vorhandenen Vermögens als Zugewinnausgleich abgeben.

Ich denke das wird dir weiterhelfen.

An Deiner Stelle würde ich schnellstens die Scheidung einreichen, denn sonst erlebst Du Dein blaues Wunder, wenn es um die Berechnung des Versorgungsausgleichs geht. Der läuft nämlich selbst wenn ihr "dauerhaft getrennt" lebt, weiter. D. H. Dein Mann hat auch auf die Teile Anspruch, die Du während Eures Getrenntlebens erbracht hast!!! Und umgekehrt natürlich... Die Berechnung läuft dann bis zur Rechtshänigkeit des Scheidungsantrages. Alles was Du danach an Rente erwirtschaftest, ist dann auch Deines!!! Eine Scheidung kommt vielleicht für Dich momentan nicht in Frage, aber vielleicht möchte das irgendwann die Gegenseite!

Bekannt geben übrigens beim Finanzamt, denn dann ändert sich Eure Steuerklasse, wie wenn ihr nicht verheiratet seit.... Und manche Gemeinden wollen das auch wissen, warum auch immer...

Hallo du, also ich habe auf der Seite http://scheidung-online-kanzlei.de/trennung.html gefunden, dass man eine Trennung nicht melden muss. Man muss eine Trennung auch nicht bei einer Behörde oder so anzeigen. Dem Finanzamt muss man es aber sagen, bzw ab dem Kalenderjahr nach der trennung darf man nicht mehr die gemainsame Veranlagung bei der Steuer wählen. Da steht auch welche Voraussetzungen eine Trennung hat. Würd ich mal prüfen, nicht dass ihr vor dem Gesetz gar nicht getrennt seid.

ich hab mir das nochmal angeschaut. Eine Trennung ohne Scheidung kann übrigens ganz schöne Nachteile haben . Mußt mal auf der Seite weitergucken unter http://scheidung-online-kanzlei.de/trennung-ohne-scheidung-vorteile-und-%20nachteile.html . Da sind alle Vorteile und Nachteile eines dauerhaften getrennt lebens dargestellt. Mußt Mal überlegen schon im Hinblick auf die Gefahr, dass der Ehepartner schwer krank wird. Dann kann es sein, dass man ewig Unterhalt zahlen muss.

dauerhaft getrennt bedeutet soviel, wir sind zwar nicht mehr zusammen aber immer noch verheiratet wobei das geschieden endgültig ist. aber mal ehrlich findet ihr das euren neuen partner gegenüber fair? das würde für mich so aussehen als wenn ich den partner nicht mehr liebe aber mich trotzdem nicht endgültig von ihm trennen will.

GEschiededen ist aus und vorbei.

Getrennt lebend bedeutet, das ihr von heute auf morgen wieder ein Ehepaar werden könntet.

Für die Lohnsteuer langt es, wenn ihr euch einen Tag wieder vertragt, dann dürft ihr die Vorteile des Verheiratet seins nutzen.

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