Wir haben einen neuen Mietvertrag unterschrieben. Kann der Vermieter den Vertrag auflösen, weil unsere Bonität in der Vergangenheit nicht so gut war?

8 Antworten

Er kann. Ob das rechtens ist, ist natürlich eine andere Frage. Angenommen, es ist nicht rechtens und er muss sich an den Vertrag halten: Würdet ihr dann unbekümmert in diese Wohnung einziehen? Ihr würdet das vielleicht. Schließlich seit ihr im Recht. Dem Vermieter seit ihr aber ein Dorn im Auge. Er wird alles daran setzen, euch wieder loszuwerden. Keine rosige Aussichten. Wäre es dann nicht besser, auf die Wohnung jetzt schon zu verzichten und eine andere  suchen?

Das ist etwas, was mich auch beschäftigt. Mir schwirrt das auch immer  wieder durch den Kopf. Danke für die Rückmeldung.

Er kann allein natürlich nicht, weil die Auflösung des MV eine zweiseitige Willenserklärung ist.

@Gerhart

Er kann trotzdem. Wo kein Kläger ist, da ist kein Richter. Schließlich kann jeder eine Willenserklärung widerrufen. Ob es rechtens ist, ist, wie gesagt, eine andere Frage.

@HarryKlopfer

Er kann auch seinen Personalausweis vernichten. Das wäre zum Beispiel unwiderruflich. "Ob es rechtens ist, ist, wie gesagt, eine andere Frage."

@Gerhart

Bist du der Streithammel-Gert?

Sobald beide Parteien unterschrieben haben, ist der Vertrag rechtswirksam. Wenn der V. danach Bedenken hat, ist eine Kündigung aus diesem Grund absolut nicht möglich, es sei denn ihr habt den Vermieter getäuscht und falsche Angaben zur Bonität gemacht. Das wäre tatsächlich ein berechtigter und zulässiger Grund zur Kündigung.

Wir haben den Vermieter nicht getäuscht. Fühlen uns nun wie Verbrecher. Man versucht sich für etwas zu rechtfertigen, was gar nicht notwendig ist.

Nur bei "arglistiger Täuschung" beim Vertragsabschluss ist eine fristlose Kündigung möglich! 

Vor Vertragsabschluß wurde nicht über die Bonität gesprochen, auch keine Schufa-Auskunft wurde verlangt. Wir mussten nur die Einkommen vor Abschluß benennen. Das haben wir auch wahrheitsgemäß gemacht. Angeblich hat die Bank, die das Haus finanziert hat, uns als Mieter bemängelt.

Kann der Vermieter den Vertrag auflösen, weil unsere Bonität in der Vergangenheit nicht so gut war? Es wurde keine Schufa eingefordert.

Wenn nicht konkret etwas verlangt wurde und Ihr eventuelle Fragen bezüglich Einkünfte usw. nicht gelogen habt, besteht kein Grund zur Anfechtung.

Wir bei uns zu Hause am Tisch gesessen und der Mietvertrag wurde auch vom Vermieter gegengezeichnet.

Na dann habt Ihr einen gültigen Mietvertrag.

Einfach immer pünktlich die Miete zahlen und dann Euch der Vermieter nix.

Angeblich hat die Bank, die das Haus finanziert hat, uns als Mieter bemängelt.

Die ist nicht Vertragspartner und hat sich da raus zu halten.

MfG

Johnny

Danke für die Rückmeldung!!!!!

Die Bonität des Mieters, wenn überhaupt, prüfen Vermieter vor Vertragsabschluß.

Haben Mieter falsche Angaben zum Einkommen gemacht wäre das ein Grund den Vertrag anzufechten oder fristlos zu kündigen.

Um ihn aufzulösen geht nur wenn beide Parteien zustimmen.

Hier besteht aber, das wohl der Vermieter noch nicht unterschrieben hat, die Möglichkeit das erst gar kein Vertrag zustande kommt.

Angeblich hat die Bank, die das Haus finanziert hat, uns als Mieter bemängelt.

Blödsinn. Der geldgebenden Bank ist es völlig wurscht ob und an wen der Kunde vermietet.

Der Vermieter hat unterschrieben!!! Zeitgleich mit uns. Wir sind keine Mietnomaden oder Verbrecher. Die schlechte Bonität kommt aus der Zeit einer Selbstständigkeit. Es war der Horror!!!

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