Wieviel vom Einkommen Sparen / Konsumieren?

5 Antworten

Die Sparquote ist ja wohl abhängig vom Gesamtverdienst und von den Lebenshaltungskosten. Dafür gibt es kaum allgemeine Maßstäbe.

Zwei Extreme: Von 1000,- monatlich wird man nur wenig sparen können, hängt sehr vom Lebensstil ab.

Von 5000,-, falls das Eigenheim schon abgezahlt ist und die Kinder aus dem Haus sind, ist sicher einiges drin.

Zum Sparen selbst: das Sparbuch bringt weniger Zinsen als die Inflation auffrisst. Ist also ein Minus-Geschäft.

Interessanter sind da z.B. Fonds oder Aktien. Dort gibt es deutlich mehr Zinsen, allerdings ist das Risiko, dass das Geld mal weg ist, höher.

Wie man investiert, hängt also von einer guten Beratung und der eigenen Risikobereitschaft ab.


was ist eine gesunde Sparquote bzw. Konsumquote?

  • 10% des Nettoeinkommens sollten für Spaß genutzt und wirklich jeden Monat verballert werden
  • mind. 10% für langfristigen Vermögensaufbau (in Richtung Altersvorsorge) --> Hier sollte der Schwerpunkt Richtung Aktien(fonds) und ETFs gehen.
  • 10% für (Weiter-)Bildung und Qualifikation. Denn 1.000,- € Netto sind im Monat ganz nett....wenn man Teilzeit arbeitet, nicht mehr als 20 Wochenstunden. --> Nicht bringt so viel Rendite wie die eigenen Fähigkeiten und die eigene Arbeitskraft
  • 10% für kurz- und mittelfristige größere Anschaffungen (ich spare niemald für die Not!) --> Tagesgeldkonto
  • 10% für wohltätige Zwecke und Geschenke an Dritte (Freunde, Verwandte) --> zweites Tagesgeldkonto
  • 50% die laufenden Kosten die einfach nunmal anfallen. --> Verbleiben auf Girokonto um Liquidität zu gewährleisten.

So zumindest die Idee von T. Harv Eker. Klappt nicht bei jedem deckungsgleich aber sie ist ein Ausgangspunkt, eine Blaupause auf der man sein eigenes Geldmanagement ein wenig aufbauen kann.

Ich fahre damit ganz gut, allerdings erreichen meine laufenden Kosten nicht mal ansatzweise 50% meines Einkommens nach Steuern und KV, daher ist meine Verteilung ein bisschen anders.

Vor allem der Ansatz von midgarten oder Kevin sind gut. Man sollte wirklich immer in der Lage sein, 3 Monate ohne Einkommen überbrücken können. So bekommt man eigentlich vieles in den Griff, also auch kurzfristige Arbeitslosigkeit usw.

Die Faustregel mit 3 Monatsgehältern ist dazu da, dass du über 3 Monate ohne andere Einkünfte deinen aktuellen Lebensstandard halten kannst.

Dabei musst du aber mehrere Dinge im Blick behalten:

- Anschaffungen zusätzlich ansparen, nach Möglichkeit die Rücklage von 3 Monatsgehältern nur bei Notfällen angreifen.

- gerade bei älteren PKW immer daran denken, dass plötzlich etwas kaputt gehen kann, daher auch ggf. einen zusätzlichen Sparpuffer haben für außerordentliche Reparaturen. Es gibt andere jährliche Sonderausgaben (beispielsweise jährlich abgerechnete Versicherungen, Jahreskarte im öffentlichen Nahverkehr, einmal im Jahr Klamotten kaufen), die man gerne in der monatlichen Haushaltsbilanz vergisst.

- Bei langfristigen teuren Abo-Verträgen (Handy, Sky usw.) ggf. etwas mehr Puffer einplanen. Gerade wenn die Verträge frisch sind und noch 24 Monate gehen. Man sollte immer genug Rücklagen haben um diese Aboverträge vollständig zahlen zu können.

Wie viel man nun monatlich anspart, ist dafür fast egal. Solange man diesen Puffer noch aufbaut, sollte man bescheiden leben. Sobald der Puffer mal da ist, kann man es "liegen" lassen, auch wenn es derzeit kaum Sparzinsen gibt. Oder man legt es konservativ irgendwo an, wo es ein paar Euro im Jahr Zinsen abwirft, man aber spätestens nach einer Woche wieder dran kommt. Es geht ja nicht drum, das Geld für sich arbeiten zu lassen, sondern es geht darum, das Geld als Reserve zu haben, wenn etwas unvorbereitetes kommt.

Man muss auf das Sparvermögen auch nicht tagesaktuell zugreifen können. Eine oder zwei Wochen Kündigungsfrist bei der Anlage reichen aus. Für ganz akute Notfälle ist der Dispo da. Ansonsten bleibt der Dispo aber unangetastet, denn Dispo und die Dispozinsen oder auch Kreditkarten sind des Teufels.

"Gönn Dir was, auch wenn Du in Not bist. Denn wast hast Du, wenn Du einst tot bist?"

Versteht sich nicht sofort, oder.
Neben anderen Risiken musst 54% Deines Nettoeinkommens im Alter ausgleichen, wg. der Rente 46%.
Das nicht allein, im Pflegefall trägt die PV nur 50% der Kosten, den Rest musst Du selbst ausgleichen.
Gleich wie Du Dich anstellst, es wird nicht reichen.

Daraus folgt, "Wer spart hungert nur für die Erben."
Denn das letzte Hemd keine Taschen kennt.

Naja bei deiner Rechnung fehlt noch essen und dann bleibt nix mehr übrig.
Wenn ich 1000€ netto hätte würde ich vermutlich versuchen 100€ davon wegzulegen. Falls das irgendwie geht.

Wenigstens 10% des Nettoeinkommens wegzulegen ist generell nicht schlecht. Als Notgroschen oder größere Anschaffungen.
Ich spare 25% meines Nettoeinkommens.

Da es auf dem Sparbuch auch keine Zinsen gibt ist eine Überweisung dahin relativ Wurscht.

Generell kannst du einen Teil davon natürlich auch anlegen. Fonds sind relativ beliebt.
Das lohnt sich dann wenn du Geld weglegen kannst auf das du nicht in naher Zukunft zugreifen musst.
Dann kann man auch z.B. 6% Zinsen bekommen.

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