Wieviel Miete dürfen Eltern verlangen?

5 Antworten

Hi, ich versuche mal einen anderen Ansatz.

Mach dir mal Gedanken, was du für finanzielle Ziele hast. Möchtest du bald ausziehen, dir Sachen anschaffen, oder sparen? Was kommt nach der Ausbildung? Willst du arbeiten? Studieren?

Dann sprich mit deinen Eltern und erzähle ihnen, was du so planst. Und bringe auch das Thema "Kostgeld" auf den Tisch. Überlege, was für dich den fair wäre, unabhängig davon, ob deine Eltern dich fragen oder nicht.

Du kannst wahrscheinlich auch nicht absehen, wie viel das Haus im Unterhalt kostet, aber mach dir einfach mal Gedanken.

Meiner Meinung geht es weniger um "wie viel Geld dürfen sie verlangen" sondern um Respekt auch vor dem Geld deiner Eltern.

Das Thema "Kostgeld" abgespalten von anderen Finanzthemen zu sehen, finde ich schwierig. Wenn du beispielsweise sagst, dass du bei einer späteren Wohnung selbst schon mal für die Einrichtung und Ausstattung sparen willst und du dann keine Unterstützung von deinen Eltern brauchst, ist das auch eine Entlastung für sie.

Wieviel Miete dürfen Eltern verlangen?

Das sind also gut 760 € netto.

Mit sogar weniger Geld muss eine Person auskommen, wenn sie Hartz IV bekommt und dann davon Miete zahlen.

Wer wäscht die Wäsche , wer macht Küche, Flur, Wohnzimmer und Badezimmer sauber?

Das solltest Du bedenken.

Deine Eltern bekommen zwar noch Kindergeld aber wenn sie von Dir 250 Euro verlangen, dann ist das auch noch ok.

MfG

johnnymcmuff

Soweit mir bekannt ist, gibt es kein Gesetz dazu, was Kinder an ihre Eltern abgeben sollen.

Allerdings finde ich es bei Deinem Einkommen schon gerechtfertigt, dass Du Deinen Eltern etwas gibst. Wenn Du beispielsweise 200 Euro abgibst, hast Du immer noch genügend, damit Du einiges sparen kannst.

Wir haben es immer so gehalten, dass jedes Kind 1/3 vom Einkommen an die Eltern gegeben hat, 1/3 wurde gespart und 1/3 war zur freien Verfügung. Damit waren alle einverstanden und es hat sehr gut funktioniert.

Natürlich kann ein Kind, das in der Ausbildung nur 300 Euro bekommt, keine 200 Euro abgeben. Deswegen muss es immer gestaffeltl sein.

Ich würde mir selbst kein Drittel geben. Ich würde mir 70€ geben, das muss reichen, wenn ich Zuhause wohne. Ich bin allerdings auch schon volljährig und es handelt sich um ein duales Studium. Insofern ist es vielleicht verständlich, dass es da etwas mehr gibt als bei einer Ausbildung, die auch Haupt- oder Realschüler machen könnten. 

Ich habe allerdings auch nur die eine Schwester und meine Eltern sind beide vollzeitberufstätig, also gibt es jetzt bei uns keine Probleme mit dem "Durchfüttern", was vielleicht auch noch ein Faktor ist. 

@1467prozentig

Es geht weniger darum, ob Deine Eltern das Geld von Dir benötigen oder nicht. Es geht doch auch darum, dass Du Deine Eltern ein wenig entschädigen kannst, was sie die letzten 20? Jahre für Dich gemacht haben.

Meine Tochter beispielsweise hatte nur ein kleines Azubi-Einkommen, während mein Sohn etwa in Deiner Höhe lag. Bei beiden hab ich trotzdem ein Drittel kassiert, es aber fast komplett angespart und sie haben sich dann gefreut, als sie ihre eigene Wohnung bezogen haben.

Bei meiner jüngsten Tochter hab ich nichts bekommen, da sie schon während dem Studium weg war. Sie hat dann ihr erstes Gehalt genommen und wir haben einen wunderschönen Urlaub zusammen verbracht.

Ich würde das Thema von selbst ansprechen und nicht darauf warten, bis deine Eltern das tun. So zeigst du Reife und Verantwortungsbewusstsein und signalisierst ihnen, dass du dir des Privilegs bewusst bist, bei Ihnen zu wohnen inkl. aller Vorteile die das so hat und keine eigene Wohnung zahlen zu müssen.

Ich denke, wenn man das so angeht, kommt man gemeinsam zu einer fairen Lösung. Wenn sie selbst keine Miete zahlen, würde ich einen Anteil der Nebenkosten und Kostgeld bezahlen. Ich denke, da sind 250 Euro angemessen. 

Darüber solltest du dich mit deinen Eltern unterhalten. Meine Tochter mußt auch Kostgeld abgeben und sie hat dennoch den Führerschein gemacht und kurz darauf ein Auto gekauft. Ich denke, deine Eltern werden mit sich reden lassen. lg

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