Wieso trocknen Mieter ihr Wäsche in der Wohnung und beschweren sich über Schimmel?

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Diesem Problem ist ganz einfach beizukommen. Das Trocknen von Wäsche innerhalb geschlossener Wohnräume ist - wie schon zutreffend festgestellt - der Ordnung nach untersagt, der sich jeder Mieter mit seiner Unterschrift zum Mietvertrag verpflichtet. Damit ist er bei Zuwiderhandeln abmahnungsfähig. Greift dies nicht zur Abstellung seines Fehlverhaltens, so berechtigt dies den Vermieter zur Kündigung des Mietverhältnisses sowie zum Schadenseratzanspruch. Das heißt, der Vermieter läßt dann alle möglichen aus dem abgemahnten Fehlverhalten des Mieters hervorgegangenen Schäden beseitigen und stellt den Afwand hierfür dem Mieter fällig - z.B. zum ersten Teil durch Einbehalt der Mietkaution.

Ich würde hier mittels einer (nachweislichen) Hausmitteilung nochmals alle Mieter zur Einhaltung dieses Ordnungsvorschrift aufrufen. Und geht auch dies fehl, dann an die Versager konkret schreiben mit entsprechendem (o.g.) Rechtsbezug, worauf sie sich bei weiterem Zuwiderhandeln denn einlassen. Das wird teuer allein für sie!

Es ist übrigens kein Kavaliersdelikt, worum es hier geht, denn die Folgen sind durchaus recht bedrohlich. Unangemessen hohe Feuchte in Wohnräumen, die auch z.B. durch übergroße Pflanzbottiche hervorgerufen werden kann, nämlich führt folgerichtig zu Feuchteansammlungen in entsprechend temperierten Wandflächen. Hieraus ergeben sich regelmäßig Schimmelbildung und danach Sporenbildung. Und diese sind, verteilt in der Rauminnenluft, dann auch als verursachend bekannt für schlimme Atemwegserkrankungen - bis hin zu Krebs. Mithin entspricht es schon einmal der zu übenden Sorgfaltspflicht des Vermieters, hier Einhaltung der Ordnung einzufordern. Eben weil er nicht - sozusagen sehenden Auges - zuwarten kann, bis derartiger Mangel eintritt (nicht nur, aber auch des Schadens an seinem Eigentum wegen!).

Dazu habe ich eine einfache Frage? Woher will der Vermieter wissen, ob und wenn ja, wie oft (und wie viel) Wäsche in der Wohnung getrocknet wird um das dann auch abmahnungswirksam belegen zu können?

@angy2001

Es sollte hier der einfache Ansatz genügen, daß hier eben anhaltend so verfahren wird. Die Menge und daraus herleitbare Verdunstungswerte usw. lassen sich ggf. statistisch ausreichend belegen: pro Kopf des Haushaltes fällt so-und-so-viel Wäsche regelmäßig in einem Durchschnittshaushalt heute an; dies multipliziert über die Zeitachse, ergibt über's Jahr gesehen = ... Dadurch wird dann erfahrungsgemäß bewirkt, daß selbst bei regelmäßigem Lüften ein zusätzlicher Raumfeuchtegehalt von ... entsteht, der wiederum (entsprechend des malermäßigen Zustands der Wände) so-und-so-viel Prozent an Feuchte in die Wand eindringen läßt, sich dort sammelt und dann schließlich zu den sichtbaren Feuchteflecken führt. Erst hier wird's ja dann auch erheblich hinsichtlich der Schadensersatzansprüche, dann aber auch unausweichlich für den verursachenden Mieter. Und das eben würde ich hinreichen hier bekanntgeben (vielleicht noch gewürzt mit 'nem Kostenvoranschlag für die Schimmelbekämpfung und fachgerechte Trockenlegung der Wand). Das sollte selbst hartleibige Mieter zur Unterlassung animieren. Die Kosten zur nachträglichen Aufklärung in der Sache trägt übrigens ebenso der Schadensverursacher. Und die sind beachtlich, weil: es sind dann gerichtlich einbestellte Gutachter am Werke!

hin und wieder mal wäsche trocknen bringt keinen schimmel, sondern sorgt für eine gute luftfeuchtigkeit in der heizperiode

Wer richtig heizt und lüftet, dem schimmelt es äußerst selten. Wäsche kann man schon in der Wohnung trocknen, muß aber dafür sorgen, daß die Feuchtigkeit abziehen kann.

Die richtige Belüftung der Wohnung ist das A u. O, ob nun in der Wohnung Wäsche getrocknet wird oder nicht.

Wieso kapieren einge Vermieter nicht, dass solche Aussagen wie "der Schimmel kommt davon, dass die Mieter ihre Wäsche in der Wohnung trocknen und nicht richtig lüften" häufig billige Ausreden sind, weil sie zu faul oder zu geizig sind, für eine richtige Wärmedämmung vor allem im Bereich der Fenster zu sorgen?

Lieber flachländer! Es gibt sicherlich auch solche Vermieter. Das war aber keine Antwort auf meine Frage. Nach den Bauordnungsvorschriften ist eigentlich in allen Mietshäusern ein Trockenkeller oder -boden, der kostenlos benutzt werden muß, falls der Mieter keinen Trockner hat.

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