Wieso sollte man ein Messer zur Selbstverteidigung verwenden?

5 Antworten

Ein Messer ist zur Verteidigung völlig ungeeignet weil du die Wirkung nie sicher vorhersagen/kontrollieren kannst.

Schlecht getroffen und du ärgerst ihn so dass er dich richtig fertig macht oder ein paar Millimeter daneben und du triffst statt Fleisch/Muskel ein Blutgefäß und der Angreifer verblutet. 

Dann macht dich hinterher ein Richter fertig wenn du nicht (mindestens 43) Zeugen hast die dir Notwehr bezeugen.

Es kann auch so ausgehen:

http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.muenchen-nach-604-tagen-gefaengnis-notwehr-messerstecher-kommt-frei.fe3a5b15-1b55-4ca1-a458-c151986d6bba.html

Moment, mit einem Messer verteidigen und angreifen sind zwei verschiedene Dinge.

Verteidigst du dich mit einem Messer weil du angegriffen wirst und dir kein anderes Mittel zur verfügung steht ist es Notwehr. Sonst nicht.

Generell ist ein Messer aber das letzte Mittel zur Selbstverteidigung mMn. es gibt effektivere Wege einen Angreifer von sich fern zu halten, denn so musst du auf körperkontakt kommen, das ist nie so ne super Idee.

Du kannst auch mit einem Messer in Notwehr handeln, im Zweifel auch mit ner Pistole.

Allerdings ist es kaum sinnvoll eine Auseinandersetzung so zu eskalieren, da man sich damit am meisten selbst gefährdet.

Eben das meine ich ja. Das wird doch immer weiter eskalieren... :(

Da spielt dann verhältnismäßigkeit eine Rolle, mit was man sich verteidigt :) du hast also völlig recht, wenn es andere Wege gibt, dann immer erstmal diese Wege gehen.

@IISunny

Es gibt im deutschen Notwehrrecht keinerlei Einschränkungen bezüglich Verhältnismässigkeit.

In Beiträgen zum Thema Notwehr/Selbstverteidigung wird oft das Wort "verhältnismäßig" benutzt, leider meist von Leuten die den Wortsinn missdeuten.

Verhältnismäßig (lt. Duden: 1.im Verhältnis zu etwas anderem, verglichen mit oder gemessen an etwas anderem, relativ --

2. einem bestimmten Verhältnis angemessen; entsprechend) würde bedeuten dass die Abwehr im "fairen/vergleichbaren" Verhältnis zum Angriff steht 

also wenn der Angreifer unbewaffnet wäre dürfe man nicht schiessen o.ä.

Dass das so nicht stimmen kann erklärt sich schon dadurch dass niemand von einer Frau verlangt sie dürfe sich gegen eine Vergewaltigung nur mit einem Penis verteidigen.

Selbstverständlich darf sie den Angreifer notfalls töten 

(sofern eine mildere Verteidigung nicht erfolgversprechend ist) und zwar mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln.

@ES1956

Nicht Korrekt.

Grundsätzlich, wenn du dich verteidigst und deinen Angreifer dabei verletzt erfüllst du den tatbestand Körperverletzung §223 StGB
Dieser Tatbestand muss verfolgt werden, also läuft grundsätzlich gegen dich ein Ermittlungsverfahren.
Du hast nun die Möglichkeit dich auf §32 StGB zu berufen, Notwehr. Dann wird in dem Verfahren geprüft ob die Notwehr gerechtfertigt war. Hier kommt die Verhältnismäßigkeit wieder ins Spiel. Wird festgestellt dass du dich über das maß der Notwehr hinaus "Verteidigt" hast dann hast du ein Problem. Und was eine erforderliche Selbstverteidigung ist legt nicht der Angeklagte fest.
So einfach ist es leider nicht. Darum ist das kein einfaches Thema...

@IISunny

Du hast fast recht aber dann erzählst du schon wieder den Quatsch mit der Verhältnismäßigkeit. Das Zauberwort heisst "erforderlich" und das hat mit Verhältnismäßigkeit absolut nichts zu tun.

https://dejure.org/gesetze/StGB/32.html

@IISunny

Hat allerdings immer noch nichts mit "Verhältnismäßigkeit", sondern mit Erforderlichkeit zu tun.

@IISunny

Der Link führt zwar nicht zu einem Gesetzestext sondern zur Meinung eines RA aber so schlecht ist diese Meinung nicht. Vor allem weil da NICHTS von Verhältnismäßigkeit steht.

@SuperKuhnibert4

Meine Güte, es geht hier um ein und das selbe, wenn dir einer ne Wiener an den Kopf wirft und du ihm die Eier abhackst dann kannst du dich nicht auf Notwehr berufen. ich hoffe es ist klar was gemeint ist! Wir hatten eine andere auffassung vom wort Verhältnismäßig XD

@ES1956

Ich denke das Thema ist für den Fragesteller zur genüge geklärt, es ist unter umständen unvorteilhaft jemanden mit einem Messer zu verletzen wenn es nicht ERFORDERLICH gewesen wäre ;)

@IISunny

Ist aber nicht dasselbe. "Verhältnismäßigkeit" würde bedeuten, dass ich beide Rechtsgüter gegeneinander abwägen muss, ehe ich Notwehr ausübe. Also beispielsweise, ob meine eigene Unversehrtheit oder die des Angreifers höher zu bewerten ist und damit Priorität hat. Und das muss ich eindeutig nicht.

@SuperKuhnibert4

Ja wie schon grad zu ES1956 gesagt, hatte Verhältnismäßigkeit grad anders im Zusammenhang gesehen^^ kannst ja nochmal nachschauen :D aber danke für den hinweis.

@IISunny

Nehmen wir mal an, Du wirst mit einer Wiener beworfen. Du forderst den Werfer auf es sein zu lassen, aber es tut sich nichts. Er wirft immer weiter mit Wieners. Jetzt drohst Du ihm einmal, aber nichts. Du schlägst ihn, aber er macht weiter. Du versuchst ihn zu packen um ihn auf dem Boden zu werfen, klappt aber nicht, er macht weiter. Selbst die Polizei ist machtlos.

So weiter und sofort, bis irgendwann klar ist: Er wird nur aufhören wenn Du ihm die Eier abhackst. In diesem Fall fällt das dann unter Notwehr und ist vom Gesetz geschützt.

Darfst ihm also schon die Eier abhacken, wenn es denn nötig ist. Ist dann auch nicht mehr Verhaltnismäßig, aber nötig.

@CharliePace

Hahaha naja gut, wenn du meinst XD

Messer zur Selbstverteidigung für Normalbürger? Nein, das geht nach hinten los. Das entspringt eher postpupertären Fantasien.

Damit kann man Leute einfach abwehren und schnell tötliche Wunden zufügen auserdem ist es schnell einsatzbereit.

Ob es legal ist ist eine andere Sache..

Was möchtest Du wissen?