Wieso nennt man das Schwarzfahren?

5 Antworten

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Es gab einmal, in grauer Vorzeit solche Fahr- oder Monatskartenhalter, Rückseite schwarz, vorderseite Durchsichtig, da steckte man die entsprechende Fahrkarte hinein. Keine Fahrkarte = schwarze Fläche, daher "Schwarzfahren". ;-)

Hey, das is mal eine logische Antwort! Dankeschön!!!

@stefffi23

Garnichtsfürgernegeschehen! ;-)

ich glaube, dass in den beförderungsbedingungen dieses unternehmens, der begriff schwarzfahren nicht vorkommt und die kontrolleurin eigentlich den dort verwendeten fachterminus benutzen sollte.

Genau das hab ich mir auch gedacht... ich denke, die gute Frau hat sich keinerlei Gedanken um ihre Wortwahl gemacht. Leider!

ich habe übrigens mal in einem kiosk ein erlbnis gehabt, dass mich irgendwie daran erinnert: ein kunde lehnt die damals 12 pfennig wechselgeld mit den worten "dein negergeld kannste behalten" ab. als er (ca. 165 cm groß) sich umdreht, steht hinter ihm ein gefühlte 2m mal 2m großer, dunkelhäutiger mann. der kioskkunde guckt erschrocken und wollte gerade zur entschuldigung ausholen, als der farbige laut anfängt zu lachen und ihm freundschaftlich auf die schulter klopft. das zeigt, man kann es auch mit humor nehmen.

@flirtheaven

lach - geniale Reaktion!

Das Wort hat eine alte Abstammung aus dem jiddischen. Dort gab es einen Begriff für Armut, der "swarz" heißt. Soll also heißen, dass die, die "swarz"fahren, sich die Gelder/Gebühren etc. nicht leisten können. Dieses Swarz für Armut ist übrigens auch in anderen Wortstämmen noch zu finden: so weit ich weiß auch bei den Schwarzbrennern oder -arbeitern. Oder Schwarzmarkt.

Aber Du hast natürlich recht - in diesem Zusammenhang, wie Du das erlebt hast, ist es echt heftig. Denkt man viel zu wenig drüber nach. SCHÖNE FRAGE!

Man kann es auch übertreiben mit der Politische Korrektheit übertreiben. Schwarzfahren ist hier zulande die Bezeichnung wenn man ohne gültigen Fahrausweis ein öffentlches Verkehrsmittel nutzt. Klar war das in der Situation etwas blöde, aber ich kann beim besten Willen nicht erkenne warum es in so eine Fall nötig sein soll das ganze zu umschreiben. Kann es nicht auch sein das, das eine gute Gelegenheit war sich mit der du bist ein Nazi Karte frei zu kaufen? Wobei ich mir die Frage stelle hatten die nun eine gültigen Fahrschein oder nicht.

Ähm, ich versteh deinen vorletzten Satz nicht so ganz... Ich finde es absolut nicht übertrieben, ein wenig auf seine Wortwahl zu achten, wenn es die Möglichkeit dazu gibt, hat nichts mit Nazi-Frei-Karte zu tun oder wie du es meinst. Ich denke es geht hier um Respekt, den man seinen Mitmenschen entgegenbringt, egal welcher Hautfarbe.

Und zu deiner Frage: Die Frau wollte eine Fahrkarte direkt beim Einsteigen bei der Busfahrerin kaufen, hatte aber nur einen 50€-Schein, den die Busfahrerin nicht wechseln konnte. Bums - man nannte sie Schwarzfahrerin.

@stefffi23

dann hätte die busfahrerin ja klärend eingreifen müssen

@flirtheaven

Ha - es war ja die Busfahrerin, die sie Schwarzfahrerin nannte...

@stefffi23

Der Muss das auch nicht wechseln können. Versuch das mal in anderen Ländern, die lassen dich auch stehen wen du das Geld nicht passend hast. Du hättest ja klärend eingreifen können. Auf andere Schimpfen ist aber natürlich einfacher. Was die Wortwahl angeht, wieso regst du dich so über auf das das Wort Schwarzfahrer in diesem Zusammenhang gefallen ist? Es war doch wohl nicht als Beleidigung von der Busfahrerin gemeint oder? Was meinst du eigentlich wie oft etwas unpassende Worte gewählt werden.

Wenn man sich vor der Arbeit drückt, heißt es auch "blau machen" - und deswegen nimmt man auch nicht automatisch die Farbe an ;-) Ist halt umgangssprachlich.

Okay, is mir schon klar, aber ich habe auch noch nie einen Menschen gesehen, der eine blaue Hautfarbe hat... ;-)

das "blau machen" kommt aus der Sprache der Tuchfärber; früher tränkte man Tücher mit bestimmten Flüssigkeiten um sie zu färben; die Farbe "blau" entwickelte sich dabei erst beim trocknen; man musste also eine bestimmte Zeit "nichts tun" = abwarten, bis das Tuch dann blau wurde; daher heisst "nichts tun" blau machen.

@Guppy194

hey, mal wieder was dazu gelernt!!! Danke Guppy :-)

@mops09

Hab sowas auch mal in nem Zug erlebt. Der Schaffner meinte: Sie kenn ich doch - Sie fahren doch immer schwarz... Erst wollten sich alle aufregen - aber die Beiden haben sich gekannt :-)

Unfreundliche Busfahrer

Und zwar fiel mir in letzter Zeit auf, dass die Busfahrer in Aachen immer öfters sehr Unfreundlich sind.

Einige beispiele:

  1. Als ich einstieg, schloss der, während ich in der Tür stand (die vorderste) die Tür und fuhr an. Das sicherheitssystem öffnete die Tür wieder und löste eine Vollbremsung aus. Anstatt dass der Fahrer sich entschuldigte, wurde ich noch angeschnauzt, ich wäre in die sich schließende Tür gesprungen. Was kann ich denn dafür, wenn der zu doof zum schauen ist?

  2. Wurde ich im Bus von einem Fahrgast tätlich angegriffen und der Fahrer untersagte mir, mich zu wehren!

  3. Als ich mal vom Bahnhof (EW) zum Bushof fuhr, nahm der jeden Bordstein mit und schnauzte jeden Fahrgast, der Einstieg grundlos an! Es war nur extrem wenig los. 3 Fahrgäste. Plötzlich stand der Auf und schrie einen Fahrgast an, weil er angeblich zu laut war. Der Fahrgast hatte aber die ganze Fahrt über keinen Ton gesagt!

  4. Meine Mutter hatte schon einen ähnlichen Fahrer, der den Fahrgästen sogar die Hände in der Tür einklemmte, sodass diese die Hände raus ziehen mussten (aus den Gummipuffern)! er öffnete die Türen nicht wieder!

  5. Wollten mal ein Klassenkamerad, der im Rollstuhl sitzt, mit 2 weiteren Rollstuhlfahrern im Bus fahren und wurden vom Fahrer und anderen Fahrgästen angegangen, weil sie im Weg stehen würden und für 3 Rollis nicht genug Platz wäre. Obwohl der Wusste, dass er laut Gesetz 3 Rollis mitnehmen MUSS!

Ich würde nun gerne gegen solche Fahrer Vorgehen, aber wie mache ich das am Besten?

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Fahrkartenkontrolle: Ist es erlaubt, an der Haltestelle kontrolliert zu werden, wenn man raus muss?

Konkret passierte Folgendes: Die Endhaltestelle wurde angefahren. Ich wollte aussteigen. Die Fahrkartenkontrolleure wollten mir das nicht gestatten, sondern fragten mich nach dem Fahrausweis. Ich sagte: "Das hätten sie sich eher überlegen müssen. Denn jetzt ist es zu spät! Hier ist Endhaltestelle; ich habe es verdammt eilig, um meinen ANschlusszug noch zu kriegen!"

Das wollten die 3 Jungs nicht gelten lassen, sondern hinderten mich am Aussteigen. Meine Fahrkarte war tief in meiner tasche. Ich hätte meinen Zug verpasst. Dennoch hielten mich die Jungs fest. Das brachte mich in Rage. Ich sagte ihnen, sie hätten kein REcht mich derart anzufassen, in dieser Situation. Ich wehrte mich. Da griffen die 3 Männer zu ihren Knüppeln (ich wusste vorher gar nicht, dass die so etwas besitzen!). Es kam zu einer Prügelei, bei dem die Typen mich übel zurichteten. ( 3 Bewaffnete gegen mich als Unbewaffneten!). Dennoch wollten Sie gegen mich Strafanzeige stellen. Ich will das selbe tun, weil ich mich im Recht fühle. Bei der Klopperei ging bei mir noch einiges zu Bruch (Diktiergerät, Jacke, Hose, ...); zusätzlich verlor ich dabei sogar noch meine Fahrkarte. Ich bin dabei verdammt in Rage gekommen, weil ich mich von den Typen aufgrund ihres widerrechtlichen arroganten Verhaltens (?) provoziert gefühlt habe!

Daher meine Frage: ist es den Kontrolleuren überhaupt ERLAUBT, mich am Eingang der S- Bahn- Haltestelle zu kontrollieren, wenn sich die Bahn gerade AN EINEM BAHNHOF befindet (nicht während der Fahrt!) und ich es eilig habe, und meinen ANSCHLUSSZUG sonst verpassen würde?

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