Wiederholungstäter nach 10 Jahren?

1 Antwort

Hallo RazertMouse,

die rechtliche Seite ist nicht unbedingt mein Steckenpferd, aber...aus meiner Sicht stellt es sich so dar:

2005 hast du eine Straftat unter Alk. begangen (1,39‰). Diese bleibt für 10 Jahre gespeichert. Eine MPU war zu diesem Zeitpunkt in allen Bundesländern erst ab 1,6‰ vorgesehen, darum hast du keine machen müssen.

Hinzu kam eine isolierte Sperrfrist (da du noch keinen FS hattest), welches noch eine 5-jährige Anlaufhemmung bis zur Tilgung der Tat, hinzufügt.

Nun hast du eine weitere TF begangen (OWI) und somit sind beide Fahrten verwertbar und die MPU-Aufforderung ist völlig legitim. Das heißt auch, dass du bei der MPU zu beiden Taten befragt wirst und es auch zu Fragen zum damaligen FoF kommen kann.

Du solltest dich sehr gründlich (am besten mit fachlicher Hilfe) auf die Begutachtung vorbereiten. Des weiteren musst du dich mit deinem Alk.konsum auseinandersetzen. Bei Wiederholungstätern wird oftmals eine einjährige (belegte) Abstinenz vorausgesetzt - ob das in deinem Fall erforderlich ist, kann ich von hier aus aber nicht beurteilen.

Deine Promillewerte an sich waren eher moderat, trotzdem kann eine größere Problematik dahinterstecken...

Warum die FSSt. ein falsches Datum eingesetzt hat kann ich nicht sagen (Tippfehler?), denn es wird idR eine Frist von 3 Monaten gegeben. Da solltest du einfach mal deinen SB anrufen und das klären.

Gruß Nancy

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