Wiedereinstellung (befristet) nach Kündigung in Probezeit (unbefristet)?

3 Antworten

Du hattest einen unbefristeten Vertrag gehabt und der AG hat dich in der Probezeit gekündigt?

Wie lange hattest du zuvor gearbeitet? Wann Beginn der Arbeit, wann Kündigung? Stellenbeschreibung bei mehreren Verträgen unterschiedlich? Dann kann man dir mehrere Tipps geben.

Ich hatte beim ersten Mal ein unbefristeten Vertrag mit sechs Monaten Probezeit. Ich wurde mit Beendigung der Probezeit fristgerecht gekündigt. Nun habe ich keinen weiteren Vertrag weil der Chef meinte, dass er mich nach dem eigentlich unbefristeten Vertrag nun nicht wieder befristet einstellen könne. Ich sagte ihm bereits, dass dies nicht der Fall ist...soll ihm nun die entsprechenden Paragraphen zuschicken. Will mich aber genauer infirmieren-da der genannte Paragraph sehr wiedersprüchlich ist, wie ichfinde.

Mit einem Sachgrund ist das kein Problem.

Eine kalendermäßige Befristung ohne Sachgrund ist erst möglich, wenn die vorherige Beschäftigung länger als 3 Jahre zurückliegt.

Du sagst, dass es kein Problem ist mit Sachgrund-so auch meine Information und so hört es sich im Paragraph 14 Absatz 1erst einmal an aber mich irritiert dann in dem Paragraph Absatz 2, wo es dann heißt "Eine Befristung nach Satz 1 ist nicht zulässig, wenn mit demselben Arbeitgeber bereits zuvor ein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat."....und ich hatte ja vorher einen unbefristeten. Wie kann ich diesen Satz verstehen bzw meinem ExChef so darlegen, dass er darauf vertraut mich befristet mit Sachgrund wieder einstellen zu dürfen? ??? Vielen Dank für eure Hilfe

@JaJaMe

In § 14 Abs.1 TzBfG geht es um Befristungen mit Sachgrund,in Abs.2 jedoch geht es ausschließlich um eine kalendermäßige Befristung ohne Sachgrund.

Nach § 14 Abs.1 kann der Arbeitgeber dich wieder einstellen, wenn ein sachlicher Grund für die befristete Beschäftigung, insbesondere nach den angegebenen Beispielen, vorliegt.

"Eine Befristung nach Satz 1 ist nicht zulässig, wenn mit demselben Arbeitgeber bereits zuvor ein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat."..

Dieser Satz bezieht sich auf den ersten Satz des Absatz 2 § 14,der da heißt: *Die kalendermäßige Befristung eines Arbeitsvertrages ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes ist bis zur Dauer von zwei Jahren zulässig.................

Berücksichtigt werden muss in deinem Fall für eine Befristung mit sachlichem Grund nur der Absatz 1 des § 14 TzBfG

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