Wie würdet ihr dieses Arbeitszeugnis notentechnisch beurteilen?

 - (Arbeit, Ausbildung, Arbeitsrecht)

4 Antworten

Um ein Arbeits- oder Ausbildungszeugnis halbwegs seriös beurteilen zu können, muss man es vollständig lesen, also von der Überschrift bis zum Ausstellungsdatum.Denn überall können Informationen enthalten sein, die für die Einschätzung des Zeugnisses wichtig sind. Das gilt bspw. auch für die Aufgabenbeschreibung, Rechtschreibfehler oder das Ausstellungsdatum. Und je nach Kontext kann jeder Satz und jede Formulierung auch eine unterschiedliche Bedeutung haben.

In deinem Zeugnis vermisse ich eine Aussage über den Lernerfolg. Außerdem ist die Leistungsbeurteilung insgesamt sehr kurz gehalten, einige Punkte wurden weggelassen. Dann ist das "zu unserer vollsten Zufriedenheit", was in Schulnoten einer "2" entsprechen würde, nicht sehr glaubwürdig.

Falsch ist außerdem, dass deine Fachkenntnisse in der Vergangenheitsform beschrieben werden. Da man die mit dem Ende des Ausbildungs- oder Beschäftigungsverhältnisses nicht plötzlich wieder verliert, hat man die in der Gegenwartsform zu beurteilen.

Leider fehlen Anfang und Ende des Zeugnisses, sodass man nicht mehr sagen kann. Allerdings kann man anhand dieses Ausschnittes schon sagen, dass das - sorry - großer Müll ist, vor allem weil der Verfasser offensichtlich keine Ahnung hat(te), wie man ein Ausbildungszeugnis schreibt. Da das Zeugnis aber von 2016 ist, wird man das bestenfalls noch aus Kulanz ändern.

Stimmt denn wenigstens das Ausstellungsdatum? In deinem Fall muss das auf den 22.08.2016 lauten.

Zeugnisse sollte man im Übrigen in so einem Forum nur anonymisiert einstellen!

Ja das stimmt . Aber es geht hier um die Firma Bayer/Covestro. Ertaunlich das die keine richtigen Zeugnisse schreiben können.

Bin zwar kein Personalchef (solche nehmen sich kaum Zeit für solche Foren hier...), aber ich würde sagen Gesamtnote gut.

Esgibt ein paar Redewendungen, die vermuten lassen, dass du grade an „sehr gut“ kratzt.

Mein Kompliment, mit dem Zeugnis hast du bestimmt gute Möglichkeiten weiterzukommen.😊

Ein Zeugnis (hier ein Ausbildungszeugnis) kann man nur dann abschließend beurteilen, wenn man es vollständig -von der Überschrift bis zum Ausstellungsdatum- vorliegen hat, denn jede Pasage eines Zeugnisses kann (bewusst oder unbewusst) "eingebaute" negative Formulierungen enthalten.

Anm.: Aus dem vorliegenden Zeugnisausschnitt wird bereits deutlich, dass der Zeugnisautor mangelhafte Fähigkeiten besitzt. Man könnte auch sagen: "Er hat sich bemüht, den Anforderungen einer Zeugniserteilung gerecht zu werden". Aber das war nicht Gegenstand der Frage.

aber ich würde sagen Gesamtnote gut.

Das kann man aus einem solchen Auszug nicht korrekt einschätzen.

Esgibt ein paar Redewendungen, die vermuten lassen, dass du grade an „sehr gut“ kratzt.

Im Gegenteil gibt es einige Auslassungen, die vermuten lassen, dass er an einer deutlich schlechteren Note "kratzt".

@DarthMario72

Ok, stimmt, kommt auch darauf an, wer so ein Zeugnis schreibt. Ein kleiner Handwerksmeister, der mit dem Schreibkram so wenig wie möglich am Hut hat, meint das, was er sagt, sicher ganz anders als ein studierter Personalchef.

Ist ja auch schon im Umgang mit kleinen Gesten so.

Unterdrückt der Handwerker im Gespräch ein Gähnen, ist er wohl einfach etwas matt von der drückenden Hitze. Tut das selbe dagegen der Personalchef einer großen Firma, bedeutet das, man soll schleunigst verschwinden, wenn man sich nicht vollends unbeliebt machen will 😉

Das Zeugnis hat der Ausbildungschef von covestro geschrieben ( ehem.bayer ). Das 3. größte Chemieunternehmen der Welt 😂

@Dodsble1

Dann sollte der Herr mal ein Seminar über Ausbildungszeugnisse belegen...

klingt gut, nur das letzte mit dem "ihm übertragenen aufgaben...selbstständig"...klingt als hättest du nie mehr als nötig gemacht ^^

Jap . Das klingt nach mir 😂

klingt gut

...ist es aber nicht.

Relativ gut würde ich mal so sagen nh

Was daran soll gut sein?

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