wie wird schenkung berechnet

2 Antworten

Bei der Witwe kommt es darauf an, ob sie komplett enterbt wurde oder nicht. Bei der Kompletten enterbung hat Sie Anspruch auf den Kleinen Pflichtteil das ist die Hälfte ihres Erbteils von 1/4 Erbteil und den realen Zugewinnausgleich.

Da die Kinder mangels Erbmasse die Zahlung des Pflichtteils an die Witwe verweigern können, kann diese sich direkt an den Beschenkten wenden.

Das gleiche gilt für die nicht beschenkten Kinder, diese können ebenfalls den Beschenkten in Anspruch nehmen.

http://dejure.org/gesetze/BGB/2329.html

Waren der Erblassers und die Witwe im gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft verheiratete und wurde sie testamentarisch von der Erbfolge ihres Mannes ausgeschlossen, steht ihr zu ihrem gesetzl. Anspruch von 1/2 (1/4 Erbe plus 1/4 pauschaliertem Zugewinnausgleich) die Hälfte in Geld zu, demnach 1/4 des (gesamten) Reinnachlasses; bewertet  im Zeitpunkt des Erbfalls (Sterbetag).

Daran bemisst sich sowohl das Erb- und Pflichtteilsergänzungsrecht der eingesetzten Kinder wie der Pflichtteils- und Pflichtteilsergänzungsanspruch der verwitweten Ehefrau.

Der Reinnachlass ist das, was nach Abzug der Bestattungskosten und Schulden vom Vermögen des Verstorbenen verblieb und erhöht sich in eurem Fall um den abgeschmolzenen Schenkungswert des Hauses um angeblich 80.000 EUR auf den sog. fiktiven Reinnachlasswert..

Darüber kann die Witwe ein bewertetes Nachlassverzeichnis beanspruchen und den behaupteten Schenkungswert durch Gutachten belegt verlangen. Denn was im Kosteninteresse im Schenkungsvertrag stand, wäre nicht maßgeblich.

Dessen Ergebnis interessiert auch die unbegünstigten Kinder: Denn sie haben ebengleich einen Anspruch, einen Ausgleich gegen den Beschenkten zu erhalten, wenn ihr Erbteil ohne das Haus geringer ausfiele als der dazu hälftige Pflichtteilsanspruch des fiktiven Reinnachlasses mit Schenkungswert.


G imager761

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