wie wird/kann man eigentlich politiker werden?

5 Antworten

Um Politiker zu werden, musst Du nur eines können: Wähler begeistern. Sonst gar nichts!

Das moogeln bei Prüfungsklausuren ist dazu nicht unbedingt nötig, aber auch nicht unbedingt hinderlich.

Parteieintritt ist grundvoraussetzung. Berufliche Grundlage? Sieh Dir mal an wie sich der Bundestag zusammen setzt. Die meisten sind Beamte, viele davon Lehrer. Ein großer teil hat Jura studiert.

Früher gab es viele die einen Handwerksberuf gelern hatten und erst danach auf dem 2. Bildungsweg studiert hatten (Helmut Schmidt, Georg Leber, Norbert Blüm) wird leider immer seltener.

Der Parteieintritt mag hilfreich sein, ist aber keine Grundvoraussetzung. Ludwig Erhard z.B. wurde erst als Bundeswirtschaftsminister Parteimitglied und zugleich Parteichef.

tritt erstmal in eine partei ein und lass dich für irgendwas aufstellen, kreistag oder gemeinderat, irgendsowas...und dann kannste auf wahlkampagne gehen^^ achja: viel spaß bei den teils korrupten bonzen, die vor der wahl viel versprechen, hinterher aber nichts halten und sich an nichts erinnern können -.-

In die Partei eintreten, mit der deine Meinung am meisten übereinstimmt. Dabei solltest du aber auch darauf achten, welche Themengebiete dir und "der Partei" besonders wichtig sind.(es gab auch schon Minister ohne Parteibuch).

Dann geht die "ganz normale" Parteiarbeit los: Parteisitzungen, Flyer verteilen, Plakatieren, Veranstaltungen organisieren, diskutieren, Seminare und Konferenzen besuchen etc.pp..

Die politischen Ämter kommen dann mit der Zeit.Innerhalb der Partei sieht es so aus: Manchmal wird man gefragt, manchmal gibt es simple Absprachen und manchmal kandidiert man, weil man denkt, man sei besser als der Amtsinhaber. Oft fängt man mit Stellvertreterposten an. So nach und nach kann man sich dann durch reges mitarbeiten hocharbeiten. Die z.B. für die Kommunalwahl aufgesetzte Liste wird auch vorher innerhalb der Partei abgestimmt.

Was immer dazugehört ist eine gehörige Portion Glück und Rückhalt innerhalb der eigenen Partei.

Bestimmte Fächer musst du nicht wählen. Nimm das, was dir liegt. Denn in verschiedenen Politikbereichen kann man verschiedenes Hintergrundwissen als Grundlage gebrauchen. Ein Physiker kann sich z.B. leicht mit Umweltpolitik auseinandersetzten, während sich ein BWLer eher leicht mit Finanzpolitik auseinandersetzten kann. Ich möchte nichts pauschalisieren, aber grundsätzlich ist es häufig so.

Sprachkenntnisse? Englisch wäre wie überall von Vorteil Herkunft? Eigentlich egal, allerdings gibt es auch Ausnahmen.

Wenn man in der Politik ganz nach oben will, muss man schon sehr gewieft sein und am besten ein Jurastudium absolviert haben, denn die meisten hochrangigen Politker sind überwiegend Juristen. Sie kennen sich bestens im Paragraphendschungel aus und wissen genau, wie man sich überall durchwurschtelt. Ausserdem sind sie von vorneherein in den richtigen Zirkeln, wo man sich kennt und gegenseitige Hilfestellung leistet. Als Normalbürger hat man höchstens die Chance auf einen Gemeinderat-oder Stadratposten, danach ist die weitere, politische Karriere meistens zu ende, es sei denn, man hat entsprechende Protegeten, die einen weiterbringen. Das kommt aber höchst selten vor. Betrachtet man die Politszene genauer, was ich getan habe, so stellt man immer fest, dass fast ausschließlich nur höhere Beamte oder Anwälte eine echte Chance auf ein Weiterkommen in den Parteien haben. Ohne ein gewisses Rennomée sind die Aussichten einfach zu gering. Redegewandtheit und entsprechendes Elternhaus sind auch sehr aussschlaggebend für eine politische Karriere. Macht euch also keine großen Hoffnungen, dass Normalos da eine echte Chance haben, das ist eine Illusion!

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