Wie wird Einkommen aus Untervermietung mit Hartz4 verrechnet?

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Naja Wohnung für Hartz4 zu teuer... da stellt sich mir als erstes die Frage: Wird ein Teil der Miete nicht übernommen, z.B. weil die Wohnung zu groß ist oder bekommst Du die volle Miete?

Bekommst Du die volle Miete, dann kann sie für dich auch nicht zu teuer sein. Daher wird dir dann 1:1 das abgezogen, was Du vom Untermieter bekommst, hast also kein Cent mehr nachher. Berechnet wird das dann nach Quadratmetern... Kaltmiete, wie auch Betriebskosten werden einfach umgelegt. Bei gemeinsam genutzten Räumen (wie Bad z.B.) wird 50:50 gerechnet.

Wenn Du nicht die volle Miete bekommst, wird es kompliziert. Da gibt es sehr viele Varianten. Wie es aktuell genau aussieht, weiß ich leider nicht.

Da die Untermieteinnahmen lediglich deine Mietkosten reduzieren, stellen sie kein Einkommen dar. Gib deine Mietkosten an und reiche die Zahlungen des Untermieters (nur Miete, Betriebs- und Heizkosten!) ein, damit sie gegengerechnet werden (evtl. kannst du auch eine Pauschale verlangen). Auch Strom, Telefon usw., die dir dein Untermieter erstattet, sind kein Einkommen deinerseits, da ihr euch nur die Kosten teilt. Gibt es da Probleme mit dem JobCenter, dann lass doch deinen Untermieter die Rechnungen bezahlen und gib ihm deinen Anteil dazu.

Ich merke langsam, dass man die Fragen richtig sorgfältig stellen muss, um eine gute Antwort zu kriegen. Also: Wenn ich dem JC sage, der Untermieter zahlt mir (sagen wir mal) 100 Euro, glaubt mir das JC dann, dass der so wenig bezahlt? Oder stellen sie dumme Fragen? Verhören sie den Untermieter? Wollen sie den Untermietvertrag sehen? Akzeptieren sie, dass die geteilten Betriebskosten (für Telefon, Strom, Gas) meine Mietkosten nicht reduzieren oder muss man darüber streiten? (Das Jobcenter wollte mir auch schon mal die Mehrwertsteuer als Einnahmen anrechnen, obwohl ich die nur an das Finanzamt weitergereicht habe). Also: Hat irgendjemand schon Erfahrungen in dieser Richtung mit dem JC gemacht?

@Malatesta

Da das JobCenter immer alles schriftlich haben will, ist ein Untermietvertrag das Beste. Ich würde dann auch bei den Kosten der Unterkunft nur die tatsächlichen Kosten, die dir verbleiben, in den Antrag schreiben und als Beleg deinen Mietvertrag zusammen mit dem Untermietvertrag vorlegen. Evtl. wollen sie auch den Zahlungseingang auf deinem Konto sehen, dann tu ihnen den Gefallen.

Bei den Gaskosten würde ich es ähnlich machen (eine Pauschale für die Heizung im Untermietvertrag festlegen, die dann von deinen Kosten abgezogen wird).

Telefon- und Stromkosten deines Untermieters würde ich an deiner Stelle gleich in bar abrechnen, dann tauchen sie gar nicht erst auf deinem Konto auf. Das ist allemal besser als langwierige Diskussionen und evtl. ein Prozess um die Anrechnung, zumal es sich dabei ja nur um kleine Beträge handeln dürfte. Da sie sowieso vom Regelsatz bezahlt werden müssen, ist das etwas Ähnliches, wie ein Einkauf, den du für jemanden machst und dir hinterher das Geld zurückgeben lässt.

Der Anteil den diese Miete dir bringt, brauchst du ja nicht selbst zu zahlen. Natürlich musst du auch die Heizkosten und das Wassergeld auf den Untermieter mit umlegen. Das ist dann für dich neutral. Die Alternative wäre ja, du müsstest dir eine neue Wohnung suchen, oder einen Teil selbst bezahlen.

Das Einkommen aus Untervermietung mindert UNMITTELBAR deine Kosten der Unterkunft. Wieviel du nimmst, bleibt letztlich dir überlassen; du solltest nur soviel nehmen, dass dein Mietanteil in den Angemessenheitsbereich rutscht. Und ja .. Nebenkosten solltest du auch in Rechnung stellen, kannst es aber pauschal machen.

Du teilst am besten dem Jobcenter nichts mit und kassierst die Miete bar.

Natürlich hatte ich die Idee auch schon. Aber danach habe ichnicht gefragt.

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