Wie wird die Höhe des Grundschuldbetrags beim Hauskauf festgelegt?

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Die Grundschuldhöhe handelst du mit der Bank aus. Die kann niedriger sein als das Darlehen - wenn die Bank dir sehr vertraut. Üblicherweise aber etwas höher falls z.B. die Renovierung teurer wird als geplant. Es kann auch sein dass die Bank das Objekt inspizieren lässt um zu prüfen ob die Besicherung ausreicht.

Normalerweise kommt die Grundschuld mit in den Kaufvertrag, denn der Verkäufer muss zustimmen dass eine Immobilie belastet wird die ihm zu dem Zeitpunkt noch gehört - damit du bezahlen kannst. Für die Grundschuldbestellung selbst gibt es dann nochmal eine eigene Urkunde; das erklärt dir der Notar gerne vorab.

Im übrigen solltest du mit der Bank eine "Besicherungsvereinbarung" schließen und die genau durchlesen: Die Grundschuld gehört der Bank nämlich unabhängig vom Darlehen, deshalb sollte vereinbart werden dass sie nur das erwähnte Darlehen besichert. Dann kann die Bank die Grundschuld weder verkaufen noch dein Haus versteigern lassen weil du mal den Dispo überzogen hast.

Wenn Ihnen alle diese Begriffe unklar sind, sollten Sie sich von der Bank oder Sparkasse, die Ihnen den Ankaufskredit zur Verfügung stellt, umfassend beraten lassen. Die Grundschuld als solche ist das Sicherungsmittel für die Kreditgeberin. Sie wird im Grundbuch in der Regel an erster Rangstelle in Höhe des Kreditbetrages zuzüglich eines Rahmensatzes für Zonsen (z.B. Zinsen bis zu 10%) eingetragen und bedeutet grundsätzlich, dass der Grundschuldgläubiger (d.i. die Bank oder Sparkasse) im Falle einer wegen Ihres Zahlungsverzugs notwendigen Zwangsversteigerung des belasteten Hausgrundstücks vorweg für ihre Darlehjensforderung plus der vereinbarten (nicht unbedingt mit den als Rahmen eingetragenen) Zinsen und Kosten aus dem Erlös zu befriedigen ist. Es handelt sich dabei um das allgemein übliche Sicherungsverfahren für Immobiliarkredite, das eben praktische Wirkung nur bzw. erst dann erlangt, wenn Sie als Kreditnehmer ihre Zahlungspflichten nicht einhalten (können).

Die Höhe legt die finanzierende Bank als Darlehensgeber fest, wenn sie dir den Inhalt der zu bestellenden Grundschuld mitteilt. Im Regelfall entspricht diese schon in etwa der Darlehenssumme, kann aber auch darüber liegen. Vor allem die Verzinsung (im Regelfall 15%) liegt weit über der Verzinsung des Darlehens.

Bei der Grundschuld als Sicherungsmittel geht es im Prinzip nur darum, dass die Bank im Falle einer Zwangsversteigerung mit ihrem Darlehen nicht auch nur teilweise ausfällt. Dies ist vor allem dann sichergestellt, wenn die Grundschuld den ersten Rang hat und der Kapitalbetrag inkl. laufender Zinsen die Darlehenssumme und etwaige Kosten abdeckt.

Ohne deine Zustimmung erfolgt die Bestellung aber ohnehin nicht, denn diese bestellst du üblicherweise mit einer Belastungsvollmacht des Verkäufers selbst und wird beim Notar beurkundet bzw. öffentlich beglaubigt.

Die Grundschuld entspricht der Darlehenssumme (hier 190.000 €) und wird beim Notar mit einer gesonderten Urkunde bestellt.

Im Kaufvertrag steht "nur" der Kaufpreis, nie die Darlehenssumme.

Hallo,

deine Bank wird dir die Darlehenssumme, die sie bereit ist auszuzahlen, vorgeben.

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