Wie wieder ins zivile Leben nach der Fremdenlegion?

10 Antworten

frühestens nach 3 Jahren hast Du die Chance auf die RSM (=Régulaiton Situation Miliraire). Bedeutet, dass Du die Wahl hast, Deinen alten Namen wieder anzunehmen. (inkl. Lebenslauf und anderer Unannehmlichkeiten) oder aber Deine fiktive Identität real anzunehmen. Unter Umständen basteln die dir dann auch einen deinem vorherigen Leben entsprechenden Lebenslauf. Allerdings ohne IHK-Zertifikate und dergleichen ;-)

Eine Annahme der französichen Staatsbürgerschaft ist hiervon unbenommen, kannst also auch eine "doppelte Staatsbürgerschaft" beantragen.

Führerscheine usw. können danach auch umgeschrieben werden bzw. machst die während der "Spezialgrundausbildung" eh noch mal.

In Strasbourg hatte ich z.B. einen Caporal-Chef, der deutsch sprach. Und in Aubagne, wo das eigentliche Auswahlverfahren stattfindet, hat man mehrere Leute, die deutsch und/oder englisch sprechen. Auch die ganzen schriftlichen Tests sind, wenn ich mich recht entsinne, in der Muttersprache respektive englisch.

Zudem gibt es nach der Zeit bei der Legion auch Möglichkeiten, in Urlaubsheimen der Legion zu arbeiten oder zumindest dort unterzukommen.

Beachte nur, dass es als Österreicher strafbar ist, zur FL zu gehen!

frühestens nach 3 Jahren hast Du die Chance auf die RSM (=Régulaiton Situation Miliraire).

Die Bestimmungen haben sich mittlerweile geändert. Zum einen wurde das Zwangsanonymat in 2010 abgeschafft, d.h. eine neue Identität gibt es nur noch auf besondern Wunsch, ansonsten dient man vom 1. Tag an unter seinem richtigen Namen. Wer die Möglichkeit der neuen Identität noch in Anspruch nehmen will/nimmt, hat nunmehr nach bereits 1 Jahr die Möglichkeit auf RSM

Offizielle Info der Legion dazu:

.** Muß man sich mit einer “angegebenen” Identität verpflichten ?** Nein. Alle Kandidaten werden mit ihrer echten Identität verpflichtet, mit Ausnahme derjenigen, die ausdrücklich den Wunsch einer Verpflichtung unter angegebener Identität äußern. Nach der Selektionskommission wird den angenommenen Kandidaten ihre Verpflichtung unter angegebener oder echter Identität konfirmiert. Kann man später seine richtige Identität zurückerlangen ? Ja, das Verfahren der Richtigstellung der militärischen Situation (RSM) erlaubt es dem Legionär baldmöglichst unter seiner reellen Identität zu dienen. Sie kann nach einem Dienstjahr von Legionären die keine besonderen Probleme haben, beantragt werden.

Wird Ihm die Schlosserausbildung immernoch anerkannt? Weil er hat sie ja eig. unter einer "anderen Indentität" gemacht?

Warum? Du kannst die franz. Staatsbürgerschaft ja auch unter Deiner richtigen Identität annehmen (das ist auch der Normalfall). Das Zwangsanonymat (also das jeder zunächst zwangsweise einen anderen Namen bekommt, bis er RSM wird/werden kann) wurde sowiso 2010 abgeschafft, d.h. Du dienst grds. vom ersten Tag an unter Deinem richtigen Namen (es sei denn, Du willst ausdrücklich einen anderen). Und wenn Du ausscheidest, nahmst Du bisher (also vor Abschaffung des Zwangsanonymats) in aller Regel (ob mit franz. Staatsbürgerschaft oder ohne) ohnehin wieder Deinen alten Namen an. Die franz. Staatsbürgerschaft unter neuem Namen war schon immer eher die Ausnahme.

Was "Österreich" betrifft, wäre es mir neu, dass es dort eine Strafvorschrift gibt, die den Dienst/Eintritt in der/die Legion unter Strafe stellt. Allerdings wird einem die österreichische Staatsbürgerschaft aberkannt. Ich kenne einen Sergent-Chef (e.r.), der Österreicher war. Dem wurde bei seinem ersten Urlaub (erste Wiedereinreise) in Österreich die Staatsbürgerschaft aberkannt. Er konnte aber ohne Probleme die franz ösische annehmen, da er schon 5 Jahre Dienst hatte. Ein Strafverfahren gab es jedoch nie.

Strafbar ist es für Schweizer, der Legion beizutreten.

Salut michael,

schau mal hier.

http://www.legion-recrute.com/de/

Das ist eine Seite der Fremdenlegion in deutsch. Hier kannst Du viele Informationen finden. Dann gibt es einige Foren von ehemaligen Legionären, die auch in deutsch sind. Also mit ein bisschen Mühe wirst Du weiterkommen.

Gruß aus der Drôme Aperdurus

Entschuldigung, ich sah nicht, dass AnneMasb bereits auf diese Seite hingewiesen hatte. Weiss nicht wie einen Kommentar löschen. Aperdurus

wenn du nicht willst das man im lebenslauf sieht das du bei der legion warst, geh besser nie hin. wenn du nachdenkst, könntest du dir einiges selber beantworten... wieso sollte man wo hingehen wo man nach harter zeit noch was(matura, gesellenbrief) verliert ? Bekommen Menschen ausl. Herkunft mit deutscher Staatsbürgerschaft auf einmal ihre vorher erworbenen und weiter gültigen Abschlüsse aberkannt ? Eine Armee, deren Soldaten ihre Sprache sprechen "müssen", beantwortet dir die Fragen auch nur in der geforderten Sprache. Und die Sprache lernst du dort schon, wenn du bei Ihnen bist. Im Dschungel kannst du dann desertieren, wenn du keine Lust mehr auf Anaconda-Filet hast:-)

Man geht hin um wieder von neu anzufangen... Wenn dann im Labensauf steht "5 Jahre von Frankreich beauftragter Killer" macht es keinen guten Eindruck... Wenn ich in Deutschland immigriere nehme ich desswegen noch lange keine andere Indetität an, bei der Legion aber schon...

@michael1990ex

Die Legionare die ich kannte haben sich nicht Versteckt und immer gesagt wo sie waren .Was heißt Beauftragten Killer, sie gehen dahin wo die Reguläre Armee nicht hingeschickt wird .

@charmingwolf

und Soldaten sind doch keine Killer. Die Armee erledigt doch das Gleiche wie die Polizei im eigenen Land. Und Soldaten haben die in unserer Firma auch eingestellt, weil geschätzt.

@michael1990ex

wenn du eine andere Identität annimmst, wirst du sicher einen Lebenslauf von denen bekommen. Aber Schlosser kann man ja auch in den neuen einbauen und wenn du nicht im Gefängnis warst , sehe ich auch keinen Grund was beim Arbeitgeber gegen die Legion sprechen soll. Es gibt Leute, die waren dort, weil sie ohne Geld in Frankreich auf Arbeitssuche waren....

Nochmal:

Bei der Légion dienen in ETWA 2% Deutsche.

Ich habe meine Grundausbildung mit insgesamt 4 Deutschsprachigen gemacht: ein Belgier, ein Österreicher, ein Schweizer. Ich habe vorher in der Schule Französisch gehabt (knapp 10 Jahre vorher). Hat geholfen. Ist aber alles, nur keine Grundvoraussetzung!

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