Wie viel Steuer wird abgezogen, wenn ich als Werkstudent 1.200€/Monat verdiene und ein Kleingewerbe anmelden möchte? Gibt es dennoch den 17.500€ Freibetrag?

5 Antworten

Von deinem Lohn wird weiterhin die Steuer nach der aktuellen Lohnsteuertabelle abgezogen, da ändert sich überhaupt nichts.

Nur wirst du durch das Gewerbe einkommensteuerpflichtig. Du musst also jährlich eine Einkommensteuererkläürung abgeben, in denen du die Gewinne aus deinem Nebengewerbe angeben musst. Hier reicht in aller Regel eine Einnahmeüberschussrechnung aus.

Die Freigrenze von 17.500 € hat damit nichts zu tun, sie betrifft nur die Umsatzsteuerpflicht. Bei einem Jahresumsatz von weniger als 17.500 € ist dein Betrieb nicht umsatzsteuerpflichtig. Das heißt, du musst keine Mehrwertsteuer erheben und abführen, kannst allerdings auch keinen Vorsteuerabzug (z.B. für größere Investitionen) ansetzen.

Wenn dein Jahreseinkommen, also die Summe aus Bruttolohn und Betriebsgewinn, zu einer Einkommensteuernachzahlung führt, musst du künftig mit monatlichen Einkommensteuervorauszahlungen rechnen.

Bedeutet du arbeitest dann mehr als 20 Stunden die Woche.

Dann kannst du nicht mehr in der Krankenversicherung der Studenten bleiben!  Deine KV-Beiträge werden entsprechend erhöht.

Deine Einkünfte werden Sozialversicherungspflichtig, Krankenversicherung, Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung. Und zusätzlich noch die Lohnsteuer, Kirchensteuer.

Der Freibetrag richtet sich doch nach der Steuerklasse.

Wenn du Verheiratet wärst, würden die 17.500€ stimmen.

Da ich aber glaube dass du noch ledig bist, gilt hier ~8.820€.

Dem Staat ist es egal, ob du dich noch auf den Start ins Berufsleben vorbereitest. Die Steuerklasse setzt sich aus der Höhe deines Einkommens zusammen und deinem Familienstand.

Der Freibetrag richtet sich doch nach der Steuerklasse.

Bei der Umsatzsteuer gibt es keine Steuerklassen, der Betrag von 17.500 € stammt aus § 19 Umsatzsteuergesetz.

Die Steuerklasse setzt sich aus der Höhe deines Einkommens zusammen und deinem Familienstand.

Die Steuerklasse richtet sich nur nach dem Familienstand.

Du wirfst Einkommen- und Umsatzsteuer durcheinander.

Die Kleinunternehmerregelung stammt aus dem Umsatzsteuergesetz (§ 19) und besagt etwas vereinfacht, dass Unternehmer, deren Jahresumsatz 17.500 € nicht übersteigt, keine Umsatzsteuer abführen müssen.

Mit deinem Arbeitslohn hat das nichts zu tun.

Wie hoch die Einkommensteuer ausfällt, ist von der Höhe deiner Einnahmen bzw. vom zu versteuernden Einkommen abhängig.

https://www.gesetze-im-internet.de/ustg_1980/__19.html

Also ist die Werkstudenten Tätigkeit unabhängig von der Selbstständigkeit?

Demnach würde ich aber meinen Studentenstatus(max. 20Std Arbeit) verlieren und müsste meinen Werkstudentengehalt wie ein nornaler Arbeiter versteuern und mich selber bei einer Krankenkasse versichern. (Im moment familienversichert)

Ist das richtig?

@H0Pe93

(Im moment familienversichert)

Dann hast du die Krankenkasse nicht informiert, dass du mtl. 1.200 € verdienst.  Bedeutet du darfst rückwirkend ab Beginn dieser Tätigkeit Beiträge an die Krankenkasse nachzahlen.

Ein Werksstudent muss sich selbst in der Krankenversicherung der Studenten (KVdS) versichern - mtl. Beitrag ca. 90 €. Er darf aber die 20 Stunden Arbeitszeit pro Woche nicht überschreiten.

Was im Zusammenhang mit der Arbeitnehmertätigkeit und der selbständigen Tätigkeit nicht mehr möglich ist.

Kann ich im 2. Jahr bis zu 50.000 Umsatz erzielen, ohne Umsatzsteuer zu zahlen?

Habe 2014 ein Kleingewerbe gehabt und Mitte 2015 abgemeldet.

Fängt das Gewerbe von neu an? Falls jetzt wieder ein Gewerbe anmelden sollte? (Sprich 1. Jahr 17.500€ Freigrenze und 2. jahr 50.000€ Freigrenze)

@H0Pe93

müsste meinen Werkstudentengehalt wie ein nornaler Arbeiter versteuern

Als Werkstudent zahlst du Steuern wie jeder andere, Ausnahmen gibt es nur bei der Sozialversicherung.

Kann ich im 2. Jahr bis zu 50.000 Umsatz erzielen, ohne Umsatzsteuer zu zahlen?

http://www.kleinunternehmer.de/kleinunternehmerregelung.htm

@H0Pe93

Wenn Du in einem Jahr unter 17.500,- Umsatz hattest und im Folgejahr weniger als 50.000,- erwartest, bist Du weiter kleinunternehmer. Auch dann, wenn Du mehr als 50.000,- Umsatz erzielen solltest.

Nur eine andere Frage, hast Du geprüft, ob die Kleinunternehmerregelung für Dich überhaupt besser ist?

Hast Du wirklich nur Privatkunden, oder Unternehmer wie Ärzte/Zahnärzte?

Was möchtest Du wissen?