Wie viel Geld muss man monatlich zurücklegen für die Rente?

5 Antworten

Schwierig hier eine pauschale Summe in den Raum zu stellen, wie viel Geld man fürs Alter zurücklegen sollte. Das hängt natürlich auch mit davon ab, was du verdienst, wie dein Lebensstandard ist und sein soll, etc. Hinzu kommen auch noch andere Faktoren...

Beispielsweise macht es oft Sinn, während des Berufslebens eine Immobilie zu erwerben und sich dann im Alter die Miete zu sparen. Oder man nimmt dann sogar eine Umkehrhypothek (von Anbietern wie der Alpenkasse, etc.) in Anspruch und bekommt für die Immobilie dann noch in den letzten Lebensjahren eine Rente ausbezahlt.

Jo, davon habe ich auch schon gehört...

Sorry, aber die Frage kann man nicht beantworten, da zuviele Details fehlen und wir Deinen Lebensstandart und Einkommen nicht kennen. Ich würde an Deiner stelle einen unabhängigen Finanzberater aufsuchen (keinen Bankberater!), der wird Dir das genau ausrechnen und Lösungsvorschläge mit Dir gemeinsam erarbeiten.

Für eine Abschätzung sind folgende Faktoren wichtig: Wie lange ist die Sparphase (also wie alt bist Du und wann solls in Rente gehen). Welche Inflationsrate erwartest Du in dieser Zeit. Und welche durchschnittliche Rendite wird Deine Geldanlage abwerfen.
Hier eine kleine Kalkulation: Mit 30 fängst Du an mtl. 500 € zu sparen, mit 60 solls in die Rente gehen, Du erwartest 2,5% Inflation im Durchschnitt (in den letzten 30 Jahren waren es ca. 3% pro Jahr), und wir gehen mal von 6% durchschnittlichem Zins nach Steuern aus. Ferner gehe ich davon aus, dass Du jedes Jahr 2,5% mehr sparst (also entsprechend der Inflationsrate). Nach den 30 Jahren sind ca. 645.000 € im Sparstrumpf.
Durch die Inflation entspricht das Kapital einer heutigen Kaufkraft von ca. 307.000 €.
Bei z.B. der Allianz kann man sich davon eine Sofortrente von ca. mtl. 1.400 € kaufen.
Also bei 30 Jahren bekommst Du eine Rente von ca. 1.400 € nach heutiger Kaufkraft.
Wie man das am Besten macht, also welcher Vermögensaufbau vorgenommen werden sollte sprengt den Rahmen einer hier möglichen Antwort.

Statistisch und kurz beantwortet: die 20- bis 30-jährigen sollten ca. 4% ihres Bruttogehaltes sparen (auch wenn es weh tut!). Wegen geringerer Zinslaufzeit müssten die 30- bis 40-jährigen schon ca. 8% ihres Bruttogehaltes sparen usw. Empfehelenswert immer über den Betrieb: die betreibliche Altersversorgung ist die sichereste und rentabelste Form, wenn richtig gemacht. Empfehlenswert sind übrigens nicht Versicherungslösungen, die zudem die größeren Beträge gar nicht mehr steuer- und sv-begünstigt aufnehmen können. Dann müssen aber Profis ran - unabhängige bAV-Berater gegen Honorar! Gutes Gelingen!

4% sind der Riestersatz, reichen aber bei keinem, den ich bisher getroffen habe aus, um die pauschal ca. 50% zu decken, die als Lücke bleiben (47% Rentenniveau vor Steuern und Krankenversicherung).

Wie schon ein paar Mal erwähnt hängt das von deinen Ansprüchen ab. Du musst ungefähr eine Ahnung haben wie viel du später mal jeden Monat haben möchtest und auffolge dessen musst du dann dein Geld anlegen. Die Höhe hängt dann natürlich auch noch von der Laufzeit ab. D.h. es könnte sein dass schon 100 Euro monatlich reichen (wenn du noch sehr jung bist oder keine hohen ansprüche hast) oder über 1000 Euro (falls du nicht mehr so viel zeit zum anlegen hast oder einen sehr hohen Lebensstandard).

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