Wie viel Geld darf man als Schüler verdienen, wenn Mutter beim Jobcenter ist?

3 Antworten

Du bzw. deine Mutter muss das vor Antritt der Beschäftigung in einer Veränderungsmitteilung ans Jobcenter schicken !

Machst du einen 450 € Job und bist bereiz 15 Jahre alt,gelten hier die ganz normalen Freibeträge auf Erwerbseinkommen,die einem laut § 11 b SGB - ll zustehen.

Demnach hättest du bei einem 450 € Job,Freibeträge von ein mal 100 € Grundfreibetrag und von den übersteigenden 350 € ( bis 1000 € Brutto ) noch einmal 20 %,also 70 € als Freibetrag.

Du hättest also insgesamt 170 € an Freibeträgen und 280 € würden deiner Mutter von deinem Bedarf bzw.deinen Leistungen abgezogen.

Du müsstest dann diese 280 € wieder ausgleichen,also blieben dir nur diese 170 € von deinem Verdienst übrig.

Würdest du dann irgendwann so viel verdienen,das du dein Kindergeld nur zum Teil oder gar nicht mehr benötigst um deinen eigenen Bedarf zu decken,würde der auf den Bedarf deiner Mutter angerechnet und ihre Leistungen gekürzt.

Das trifft aber nur auf das nicht mehr benötigte Kindergeld zu,welches zur eigenen Bedarfsdeckung nicht mehr benötigt wird,sonst sind Kinder ihren Eltern im SGB - nicht zum Unterhalt mit ihrem Einkommen verpflichtet,das ginge nur auf freiwilliger Basis.

Sollte dann das Jobcenter dennoch mal eine Unterhaltsvermutung anstellen,kann man dieser formlos wahrheitsgemäß widersprechen,das kein Unterhalt geleistet wird,das ganze mit Datum und Unterschrift als Widerspruch zurück zum Jobcenter.

Ja das Einkommen ist in einer Bedarfsgemeinschaft meldepflichtig. Dir wird nichts abgezogen aber Deiner Mutter. ;eines Wissens darfst DU 160 € unschädlich dazu verdienen, das "mehr" wird bei Deiner angerechnet.

Dir wird nichts abgezogen aber Deiner Mutter.

Nein!
Ihm wird etwas von seiner Leistung abgezogen, nicht der Mutter.
Lediglich das seinen Bedarf übersteigende Kindergeld darf bei Mutter berücksichtigt werden.
Gleichwohl wird der Mutter für ihn weniger überwiesen, was aber nichts mit Einkommenszuordnung zu tun hat.
Merke: abgesehen vom Kindergeld darf Kindereinkommen - egal welches - NIEMALS bei den Eltern berücksichtigt werden, es sei denn, sie unterstützen die Eltern freiwillig.

Ein unschädliche Zuverdienstgrenze in Höhe von 160€ existiert im SGB II-Recht nicht. Es sind 100€ (bei Erwerbseinkommen) frei; ab darf darf von jedem zusätzlichen Euro ein prozentualer Anteil auf den Bedarf angerechnet werden (80% / 90% / 100%)

Bist du unter 15, darfst du 100€ anrechnungsfrei behalten; Rest wird auf deinen Bedarf angerechnet.

Ab 15 hast du 100€ + 20% vom übersteigenden Teil frei; Rest wird wiederum auf deinen Bedarf angerechnet.

Es ist generell so, dass außer dem Kindergeld, kein Einkommen von dir in der BG der Eltern berücksichtigt werden darf, es sei denn, du unterstützt sie freiwillig.

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