Wie verhält sich das Finanzamt, wenn man als Vermieter zu wenig Miete verlangt?

5 Antworten

Die Miete ist ein Einkommen, gegen das Kosten gestellt werden. Rechnet man die Kosten voll an, verzichtet aber zugleich auf Teile der möglichen Miete, wird das Finanzamt verständlicherweise weniger erstatten, denn die Absicht ist ja, dass der Mieter sparen soll, während alle Steuerzahler zugunsten des Vermieters Kosten erstatten sollen.

Ich kann dem nicht ganz folgen. Der Vermieter hat keinen Vorteil, sondern der Mieter.

Wenn die Miete bei 50 - 60% der ortsüblichen Miete liegt, dann ist damit zu rechnen, dass die WErbungskosten anteilig entsprechend gekürzt werden. Liebhaberei liegt hier nicht vor. Liebhaberei kann bei Ferienwohnungen oder bei der Vermietung von Pferden, Jachten u.ä. gegeben sein.

Das Finanzamt wird das Ganze als sog. "Liebhaberei" einstufen. Die 75 % sind Pflicht, um dem FA gegenüber die Ernsthaftigkeit der Vermietung glaubhaft zu machen... Im schlimmsten Fall werden alle Kosten als nicht absetzbar abgelehnt.

Gegen die Einstufung als "Liebhaberei" ist ja nichts einzuwenden, das hieße ja weder Kosten noch Einnahmen sind fürs Finanzamt von Bedeutung, oder?

Der steuerliche Verlust (Mietertrag minus höhere Kosten) wird nicht anerkannt und kann daher mit den sonstigen Einkünften nicht saldiert/verrechnet werden.

Setzt die zu versteuernde Mieteinnahme selbst fest.

Und wie ermittelt es die Höhe? Nimmt das Finanzamt 100% oder 75 % des Mietspiegels an?

@Bigappel

Welche %-Satz des Mietspiegels weiss ich jetzt auch nicht.
Ich empfehle einfach ein Gespräch darüber mit dem Finanzamt und dann sind im Vorfeld schon die eventuell auftretenden Gründe sich zu ärgern ausgeräumt.
Bedenke Finanzbeamte sind auch Steuerzahler! :-))

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