Wie steht ihr zu einem Tempolimit auf deutschen Autobahnen?

Das Ergebnis basiert auf 58 Abstimmungen

Ich bin für ein Tempolimit 50%
Ich bin gegen ein Tempolimit 48%
Ich weiß es nicht 2%

17 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Ich bin für ein Tempolimit

Ich denke, 130 wäre allgemein ok, man könnte aber zusätzlich auf manchen Strecken 150 oder 160 erlauben. Das würde im Vergleich zur heutigen Situation keinen großen Unterschied machen.

In Deutschland macht 200 ohnehin fast nie Sinn, denn so leer sind die Strecken fast nie - es gibt fast immer Leute, die lieber ein normales Tempo fahren wollen (und die wollen auch mal einen LKW überholen, ohne ständig aufpassen zu müssen, ob von hinten einer angerauscht kommt).

Wir haben so viele Staus in Deutschland, ich wäre oft schon froh, wenn ich überhaupt 130 fahren könnte. Selbst das ist an manchen Tagen unerreichbarer Luxus.

Ich bin für ein Tempolimit

Minimiert das Risiko schwerer bis tödlicher Unfälle, sorgt für mehr Verkehrsfluss und weniger Staus und reduziert die Emissionen.

Ich bin gegen ein Tempolimit

Ich fahre meist zwischen 120 und 145, und benötige kein Gesetz dazu. Dass die Geschwindigkeit an die Verkehrslage angepasst wird ist doch klar.

Wer möchte kann auch ohne ein strafbewehrtes Limit heute schon beliebig langsam fahren.

Etwas erschrocken bin ich meist, wenn ich nach dem Ende einer Fahrt die Durchschnittsgeschwindigkeit abrufe, das sind meist 106...109 km/h - ich finde weniger muss es wirklich nicht sein.

Wer Beschränkungen mal testen möchte, kann gern nach England, da ist das Limit 112 km/h, das ist einschläfernd/dröge und zeigt einem so richtig dass man gegängelt wird - warum auch immer. 2 Stunden auf einer freien dreispurigen Autobahn führte bei mir zur Erkenntnis, dass das so eine Beschränkung Unsinn ist - es kommt noch hinzu dass 1 km/h zu schnell bereits drastisch geahndet wir (ein Kollege holte sich mit 1 km/h über dem Limit bereits ein Fahrverbot ein).

Ich bin gegen ein Tempolimit

Es gibt KEINE einzige sinnvolle Begründung für ein TL! Es gibt aber hunderte dagegen

Ich habe schon in einigen Fragen hier dazu Stellung genommen, kopiere meine Antwort mit vielen Argumenten nochmal hier rein:

Diese Phantomdebatte gibt es seit weit über 40 Jahren. Damals gab es kein Argument für ein TL und heute in Zeiten modernster Fahrzeuge erst recht nicht mehr. Für ein TL spricht rein gar nichts! Befürworter bedienen sich allesamt populistischer "Argumente" die keiner Prüfung stand halten.Gegen ein TL spricht alles was man sich nur vorstellen kann: hier eine kleine Auswahl:

vorweg zum Thema Klimaschutz: ein Tempolimit von 130 km/h würde 0,1 % weniger CO2 in Deutschland produzieren. Ein Wert, der also kaum messbar ist!

Hierbei ist noch nicht berücksichtigt, dass sich dann der Einspareffekt sogar umkehren könnte: es könnte nämlich so kommen wie in den USA: wenn ohnehin nicht mehr schnell gefahren werden darf, dann ist der Spritverbrauch beim Fahrzeugkauf vollkommen egal. Denn heute schauen viele dass das Fahrzeug einigermaßen sparsam fährt um sich auch hohe Geschwindigkeiten leisten zu können. Bei langsamem Fahren verbraucht man ohnehin weniger also werden Spritfresser zunehmend attraktiv. Zudem könnte dann mehr auf Inlandsflüge ausgewichen werden.

Nun aber zum Wesentlichen:

·        die Freiheit selbst die Geschwindigkeit zu entscheiden führt nicht nur zu mehr Zufriedenheit der einzelnen Fahrer sondern auch zu mehr Sicherheit - klingt vielleicht auf den ersten Blick paradox, ist aber so: dadurch dass jeder - z. B. beim Spurwechsel - mit anderen Geschwindigkeiten rechnen muss, erfordert dies viel mehr Aufmerksamkeit beim Fahren. Die Konzentration muss viel höher sein selbst bei denen die langsamer fahren weil sie mit schnelleren Teilnehmern rechnen müssen. Dass wir mit hohen Geschwindigkeiten umzugehen erlernen müssen, trägt maßgeblich zur Sicherheit im gesamten Straßenverkehr teil. Dies beginnt schon bei der notwendigen besseren Fahrschulausbildung.

 

·        Ein TL würde ein eintöniges und somit ermüdendes Fahren ergeben – zu Lasten der Sicherheit; zudem wird schon instinktiv viel öfter auf den Tacho geschaut, somit der Blick von der Straße genommen um nicht geblitzt zu werden - wieder zu Lasten der Sicherheit

·        unsere persönliche Freiheit

·        hochentwickelte Automobiltechnik kann auch genutzt werden und steht nicht nur auf dem Papier

·        die Motoren der Fahrzeuge können freigefahren werden (wenn sie nie gefordert werden, bilden sich Ablagerungen, was zu mehr Spritverbrauch und weniger Leistung führt)

·        Autohersteller würden ganz sicher anfangen zu sparen, wenn es nicht mehr notwendig ist Motoren und Materialien zu verwenden, die hohen Geschwindigkeiten standhalten - diese verminderte Qualität würden am Ende ALLE (also auch die die aktuell nur 120 km/h fahren) bemerken in der Lebensdauer und vorzeitigen Verschleißanfälligkeit der Fahrzeuge.

·        schau Dir limitierte Länder an: z. B. Belgien (2,65 Tote pro 1 Mrd Autobahnkilometer), Italien (3,84), USA (3,57), Frankreich (1,98) und sehr viele andere - alle haben eine schlechtere Unfallstatistik auf Autobahnen - und das bei weniger Verkehr! Dies belegt ebenfalls dass Deutschland (1,75) hier richtig liegt. (Quelle IRTAD).

·        98 % der Unfälle passieren bei Ausgangsgeschwindigkeiten von unter 100 km/h.

·        Von 409 Verkehrstoten (glaube Stand 2017) auf Autobahnen waren 189 in limitierten Bereichen, also mehr als 46 %. Es sind aber nur ca. 30 % limitiert. Das heißt, obwohl bei temporären Limitierungen, wie bei uns, der Ermüdungs-/Eintönigkeitseffekt bei weitem nicht so auftritt wie bei einem generellen TL, geschehen in limitierten Bereichen mehr Unfälle. Und selbst bei den Unfällen die im freien Bereich geschehen sind ja bei den wenigsten Fahrzeuge mit hohen Geschwindigkeiten beteiligt.

·        Ein TL passt einfach nicht ins digitale Zeitalter - alles soll moderner, schneller besser werden und dann die Geschwindigkeit limitieren auf ein Niveau das auch Autos in den 50igern schon fahren konnten?

·        moderne Verkehrsleitsysteme regeln da wo es nötig ist die Geschwindigkeit flexibel und geben sie frei sobald es wieder möglich ist, so wird der Verkehrsfluss auf das individuell bestmögliche Maximum erhöht und die nötige Begrenzungen auch besser eingehalten da sich die Sinnhaftigkeit besser erschließt da sie nur bei Notwendigkeit geschalten werden. (Hier kannst Du die Einhaltung im Vergleich zu anderen Ländern sehen: https://www.130-danke-nein.de/old/img/10_reasons/10_reasons_clip_image009.gif

 

·        deutsche Autos verkaufen sich im Ausland auch deswegen so gut, WEIL sie mit dem Zertifikat „Autobahn tested“ werben können! Das bringt uns enorme wirtschaftliche Vorteile! Selbst DISKUSSIONEN um ein TL schaden den Verkäufen häufig schon! - Für einen Ausländer ist es eben sehr beruhigend ein Auto zu kaufen, von dem er weiß, dass es in seinem Heimatland mit hoher Geschwindigkeit sicher bewegt werden kann. Er fühlt sich dann bei seinen niedrigen Geschwindigkeiten subjektiv noch sicherer und hat immer das Gefühl in einem Auto zu sitzen das nicht nur für hohe Geschwindigkeiten gebaut ist, sondern dieses auch tagtäglich in Deutschland beweisen muss.

·        Der hohe Sicherheitsstandard, den heutige Fahrzeuge haben, ist ganz sicher zu einem großen Teil der deutschen Autobahn geschuldet. Denn jeder Hersteller, der in Deutschland ausliefern will, muss sich daran messen und seine Fahrzeuge für die deutsche Autobahn auslegen. Dass solche Fahrzeuge dann auch bei niedrigeren Geschwindigkeiten sicherer sind, als Fahrzeuge, die gar nicht den hohen Standard erfüllen müssen, ist höchstwahrscheinlich. Davon profitieren die Menschen weltweit!

·        weltweit haben deutsche Autobahnen ein ganz besonderes Image - es gibt sogar viele Touristen die sich so etwas einmal im Leben ansehen möchten und kommen von weit her aus der ganzen Welt - auch wenn es das Wort „Autobahn“ im Englischen nicht gibt, so benutzen es z. B. Amerikaner oftmals doch, wenn sie die DEUTSCHE Autobahn meinen – verbunden mit einem ganz besonderen Leuchten in den Augen

·        möglicherweise wird sogar der Straßenbau auf Autobahnen dann minderwertiger betrieben da keine so hohen Anforderungen mehr da sind. Ergo wäre so eine Entscheidung dann quasi eine für immer - kaum mehr umdrehbar

und im Übrigen: wenn ich im Ausland fahre, suche ich nach Möglichkeit die nächste Abfahrt, denn etwas grausameres als dieses eintönige limitierte Fahren gibt es kaum. Da fahre ich lieber Passstraßen o. ä. Aber jedem das Seine – und genau das ist ja auch das Schöne – hier darf jeder selbst entscheiden – ergo auch die die langsamer fahren möchten! – Somit sollte auch umgekehrt jeder so fair sein auch diejenigen, die schneller fahren möchten selbst entscheiden zu lassen ! Was mir einfach nicht in den Kopf geht: wir haben ein sehr gut funktionierendes System – warum gibt es trotzdem immer wieder Leute die das mit aller Gewalt kaputt machen wollen?

Auch ich kopiere meine Kommentare auf Deine Standardantwort:

TEIL 1:

Es gibt KEINE einzige sinnvolle Begründung für ein TL! Es gibt aber hunderte dagegen

Mal sehen.

Diese Phantomdebatte gibt es seit weit über 40 Jahren. Damals gab es kein Argument für ein TL und heute in Zeiten modernster Fahrzeuge erst recht nicht mehr.

Gibt es denn in "Zeiten modernster Fahrzeuge" keine Unfälle mehr?

Aber sicher, denn die Physik hat sich ja nicht geändert. Je höher die Geschwindigkeit, umso länger der Anhalteweg. Je höher die Geschwindigkeit, umso größer ist auch die kinetische Energie, also das Verletzungs- oder Tötung-potenzial bei einem Aufprall. [Erinnerung: kinetische Energie nimmt proportional zum Quadrat der Geschwindigkeit zu] Daran ändert auch moderne Technik nichts.

Ist das kein Argument?

Für ein TL spricht rein gar nichts! Befürworter bedienen sich allesamt populistischer "Argumente" die keiner Prüfung stand halten.Gegen ein TL spricht alles was man sich nur vorstellen kann

Diese Worte von Dir sind reiner Populismus mit dem Versuch, Argumente im Keim zu ersticken und keine Diskussion zuzulassen.

vorweg zum Thema Klimaschutz: ein Tempolimit von 130 km/h würde 0,1 % weniger CO2 in Deutschland produzieren. Ein Wert, der also kaum messbar ist!

Falsche Zahlen.

CO²-Werte werden berechnet, die kann man nicht für einen Staat insgesamt messen.

Im Jahr 2018 betrug der CO²-Ausstoß von Deutschland 866 Millionen Tonnen. https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Pools/Broschueren/klimaschutz_zahlen_2019_broschuere_bf.pdf

2019 sollen es nach vorläufigen Berechnungen 820 Millionen Tonnen gewesen sein. Aktuelle Angaben zur Einsparung von CO² durch ein Tempolimit liegen nicht vor, Zahlen findet man dazu von 1,5 bis 3 Tonnen.

Geht man nun von 2 Tonnen aus, sind wir bei einer Einsparung insgesamt von 0,24%. Auch nicht viel, immerhin aber schon fast das 2½ gegenüber Deiner Behauptung. Berechnet man die mögliche Einsparung nur auf den Straßenverkehr, was man ja auch machen sollte, wenn man fair ist, beträgt die Einsparung 1,23%.

es könnte nämlich so kommen wie in den USA: wenn ohnehin nicht mehr schnell gefahren werden darf, dann ist der Spritverbrauch beim Fahrzeugkauf vollkommen egal.

Polemik.

Du verkennst dabei völlig, dass wir eine ganz andere Mentalität haben. Fahrzeuge mit Hubräumen über 3 Liter sind in Deutschland eher selten, selbst wer sich heute ein SUV kauft, achtet auf den Verbrauch. Außerdem halte ich die Aussage insofern für Unsinn, da der Verbrauch bei derartigen Fahrzeugen auch bei geringen Geschwindigkeiten schon überdimensional hoch ist und nicht erst ab 130km/h.

die Freiheit selbst die Geschwindigkeit zu entscheiden führt nicht nur zu mehr Zufriedenheit der einzelnen Fahrer

Es ist mir neu, das Langsamfahrer unzufrieden sind. Wo kann man einen Nachweis Deiner Behauptung nachlesen? Warum stellst Du Deinen Egoismus über die Interessen anderer? In keinem anderen Lebensbereich akzeptiert man eine derartige Denkweise.

sondern auch zu mehr Sicherheit - klingt vielleicht auf den ersten Blick paradox, ist aber so: dadurch dass jeder - z. B. beim Spurwechsel - mit anderen Geschwindigkeiten rechnen muss, erfordert dies viel mehr Aufmerksamkeit beim Fahren.

Falschaussage.

Wenn man als 130km/h Fahrer nicht mehr damit rechnen muss, das jemand mit 180km/h plus X seine "Freiheit ausleben will, trägt das sehr viel mehr zur Sicherheit bei. Auch die Aufmerksamkeit leidet nicht, denn man muss ja weiterhin den Fahrstreifenwechsel genau so durchführen wie jetzt auch schon.

Das ein Tempolimit durchaus die Unfallzahlen massiv zum Positiven beeinflusst, nämlich um 48,5%, zeigt diese Studie:

https://www.spiegel.de/auto/aktuell/tempolimit-mit-130-km-h-sinken-die-unfallzahlen-drastisch-a-1249595.html

Ein TL würde ein eintöniges und somit ermüdendes Fahren ergeben - wieder zu Lasten der Sicherheit

Falschaussage.

Auch dann kann man mal 120km/h und wieder 130km/h fahren. Außerdem ist nachgewiesen, das die Konzentration bei schnellem Fahren höher ist und in einem Verhältnis dazu steht.

Das kann man, wie viele andere meiner Argumente in dieser Studie nachlesen: https://www.annualreviews.org/doi/abs/10.1146/annurev-publhealth-031811-124634

unsere persönliche Freiheit

Die nimmt Dir doch niemand. Der Egoismus von wenigen muss aber hinter die Belange der Gesellschaft zurücktreten, das war schon immer so und wird auch hier so sein. Wenn Du Deine Freiheit über die Möglichkeit schnell fahren zu dürfen definierst, solltest Du das mal ernsthaft überprüfen.

hochentwickelte Automobiltechnik kann auch genutzt werden und steht nicht nur auf dem Papier

Hoch entwickelte Technik bleibt auch dann sinnvoll, wenn man keine Höchstgeschwindigkeiten fährt.

Warum hat man denn dann z.B. den Gurt oder das ABS für sämtliche Fahrzeuge verpflichtend gemacht und nicht in Abstufungen nach Maximalgeschwindigkeit?

TEIL 2:

die Motoren der Fahrzeuge können freigefahren werden (wenn sie nie gefordert werden, bilden sich Ablagerungen, was zu mehr Spritverbrauch und weniger Leistung führt)

Du hattest gerade etwas von "hoch entwickelten Fahrzeugen" geschrieben, weißt aber nicht, das diese überhaupt nicht "freigefahren" werden müssen?

Ich wette, 80% der Deutschen haben ihr Fahrzeug höchstens einmal kurz bis zur Höchstgeschwindigkeit ausgereizt und dann nie wieder. Stehen diese Fahrzeuge deshalb in der Werkstatt? Nein.

Autohersteller würden ganz sicher anfangen zu sparen, wenn es nicht mehr notwendig ist Motoren und Materialien zu verwenden, die hohen Geschwindigkeiten standhalten - diese verminderte Qualität würden am Ende ALLE (also auch die die aktuell nur 120 km/h fahren) bemerken in der Lebensdauer und vorzeitigen Verschleißanfälligkeit der Fahrzeuge.

Das mag sein. Ich bezweifle aber, dass dabei die Qualität leiden würde. Können wir bei den Fakten bleiben und auf Polemik verzichten, die Du ja anfangs anderen zum Vorwurf gemacht hast, jetzt aber selbst ständig darauf zurückgreifst?

schau Dir limitierte Länder an: z. B. Belgien (2,65 Tote pro 1 Mrd Autobahnkilometer), Italien (3,84), USA (3,57), Frankreich (1,98) und sehr viele andere - alle haben eine schlechtere Unfallstatistik auf Autobahnen - und das bei weniger Verkehr! Dies belegt ebenfalls dass Deutschland (1,75) hier richtig liegt

Das sieht hier aber ganz anders aus:

https://cdn.statcdn.com/Infographic/images/normal/16765.jpeg

Da liegt Deutschland noch vor Frankreich, vor Finnland, vor der Schweiz, vor Schweden, vor den Niederlanden, vor Großbritannien, vor Dänemark. Das sind alles Länder mit einem Tempolimit, bezeichnenderweise zählst Du die aber nicht auf, passt ja auch nicht zu Deinen Aussagen.

 98 % der Unfälle passieren bei Ausgangsgeschwindigkeiten von unter 100 km/h.

Auf Autobahnen? Deine Quelle dafür?

Von 409 Verkehrstoten (glaube Stand 2017) auf Autobahnen waren 189 in limitierten Bereichen, also mehr als 46 %. Es sind aber nur ca. 30 % limitiert. Das heißt, obwohl bei temporären Limitierungen, wie bei uns, der Ermüdungs-/Eintönigkeitseffekt bei weitem nicht so auftritt wie bei einem generellen TL, geschehen in limitierten Bereichen mehr Unfälle.

Du ziehst die falschen Schlüsse. Autobahnen sind deshalb Geschwindigkeits-limitiert, weil dort ein erhöhtes Gefährdungspotential herrscht. Gründe sind hohes Verkehrsaufkommen, schlechte Fahrbahn, kein Seitenstreifen, viele Auf- und Abfahrten, Stadtautobahnen, hohe Unfallhäufigkeit.

Wenn es dort dann immer noch häufiger zum Unfall kommt, liegt das eher daran, das die erlaubte Geschwindigkeit immer noch zu hoch ist, sicher aber nicht daran, das man zu langsam fährt!

Und selbst bei den Unfällen die im freien Bereich geschehen sind ja bei den wenigsten Fahrzeuge mit hohen Geschwindigkeiten beteiligt.

Polemik. Auch dafür hätte ich gern einen Nachweis.

Ein TL passt einfach nicht ins Computerzeitalter - alles soll moderner, schneller besser werden und dann die Geschwindigkeit limitieren auf ein Niveau das auch Autos in den 50igern schon fahren konnten?

Polemik. Wer führt das Fahrzeug? Computer oder Mensch? Aha...

moderne Verkehrsleitsysteme regeln da wo es nötig ist die Geschwindigkeit flexibel und geben sie frei sobald es wieder möglich ist, so werden nötige Begrenzungen auch besser eingehalten da sich die Sinnhaftigkeit besser erschließt da sie nur bei Notwendigekeit geschalten werden

Wer sagt`s denn? Wir stimmen mal überein.

Wo stehen solche Anlagen? Sie stehen an Stellen, an denen es täglich zu zähfließendem Verkehr und Stau kommt. Das auf das gesamte Autobahnnetz auszuweiten wäre sicher wünschenswert, aber wohl kaum machbar.

deutsche Autos verkaufen sich im Ausland auch deswegen so gut, WEIL sie mit dem Zertifikat „Autobahn tested“ werben können!

Welcher Hersteller wirbt denn mit so etwas?

Warum sollte gerade das Kaufentscheidend sein, wenn ich in einem Land mit Tempolimit lebe und das Auto nicht einmal ansatzweise dafür nutze? Wenn Du 3 Bretter pro Jahr sägen willst, kaufst Du dann die Handkreissäge für 3000€ oder reicht nicht auch eine für 200€ ?

TEIL 3:

Das bringt uns enorme wirtschaftliche Vorteile! Selbst DISKUSSIONEN um ein TL schaden den Verkäufen häufig schon!

Gibt es dafür eine Quellenangabe?

Oder ist auch das nur eine Fakten-ferne Meinungsäußerung?

Der hohe Sicherheitsstandard, den heutige Fahrzeuge haben, ist ganz sicher zu einem großen Teil der deutschen Autobahn geschuldet. Denn jeder Hersteller, der in Deutschland ausliefern will, muss sich daran messen und seine Fahrzeuge für die deutsche Autobahn auslegen. Dass solche Fahrzeuge dann auch bei niedrigeren Geschwindigkeiten sicherer sind, als Fahrzeuge, die gar nicht den hohen Standard erfüllen müssen, ist höchstwahrscheinlich. Davon profitieren die Menschen weltweit!

Unsinn pur und wieder nur Polemik.

Toyota z.B. verkauft weltweit 1,04 Millionen Fahrzeuge, 2018 gab es in Deutschland 83.930 Neuzulassungen. Das sind 8,07% vom gesamten Absatz. Du bist tatsächlich der Meinung, Toyota würde seine Sicherheitsstandards weltweit an diesen 8,07% ausrichten, um dann 91,93% ihrer Fahrzeuge damit auszurüsten und teurer herzustellen, obwohl sie das gar nicht müssten?

möglicherweise wird sogar der Straßenbau auf Autobahnen dann minderwertiger betrieben da keine so hohen Anforderungen mehr da sind. Ergo wäre so eine Entscheidung dann quasi eine für immer - kaum mehr umdrehbar

Die Autobahn wird hauptsächlich durch das Gewicht beansprucht, die Geschwindigkeit hat darauf nur minimalen Einfluss.

wenn ich im Ausland fahre, suche ich nach Möglichkeit die nächste Abfahrt, denn etwas grausameres als dieses eintönige limitierte Fahren gibt es kaum.

Um dann freiwillig in "grausamem und eintönigem Tempo" anderen hinterherzufahren? Warum kannst Du das dann nicht auf einer Autobahn? Diese "Logik" musst Du mal erklären.

Was mir einfach nicht in den Kopf geht: wir haben ein sehr gut funktionierendes System – warum gibt es trotzdem immer wieder Leute die das mit aller Gewalt kaputt machen wollen?

Entgegen Deiner Behauptung, es funktioniert eben nicht. Oder wie willst Du die Diskussion erklären?

Immerhin ist eine Mehrheit für das Tempolimit. https://www.spiegel.de/politik/deutschland/tempolimit-auf-autobahnen-nur-ein-drittel-laut-umfrage-dagegen-a-1302905.html

Fazit:

Von Deiner Behauptung, es gäbe "hunderte sinnvolle Gründe dagegen" bleibt nicht viel übrig. Erstens habe ich keine hundert gefunden. Genaugenommen waren es, die Wiederholungen herausgerechnet, nicht einmal zehn. Und von diesen zehn habe ich Dir so gut wie alles nachprüfbar widerlegt.

Was bleibt ist Deine Meinung. Die kann ich Dir nicht widerlegen, da Meinungen keine Fakten sind. Deine Meinung will ich Dir auch nicht nehmen, bin mir aber sehr sicher, das wir schon bald ein Tempolimit haben werden. Insofern hat dann die Vernunft gesiegt und die Gesellschaft hinzugewonnen.

@Crack

Noch ganz kurz ein Hinweis: ich weiß dass dieser User "Crack" sehr oft versucht meine Antworten durch sein Nachquatschen der "Argumente" der Ökolobby schlecht zu reden. Seine "Argumente" werden dadurch nicht wahrer. Ich habe schon so oft mit ihm diskutiert und werde das nicht bei allen ähnlichen Fragen wieder machen. Daher seht mir bitte nach, dass ich ihn nicht weiter kommentiere - egal welchen Unsinn er schreibt - wen die Diskussionen interessieren, der kann gerne in meinem Fragenprofil ältere derartige Fragen durchsehen, da wird er genug Material finden.

Danke für Euer Verständnis.

@allocigar78
Seine "Argumente" werden dadurch nicht wahrer.

Dann erneut die Aufforderung an Dich:
Widerlege einfach meine Argumente.

So funktioniert eine Diskussion.
Nicht aber, indem Du versuchst mich schlecht zu machen
oder die Fakten die ich geschrieben und mit Links nachgewiesen habe, pauschal und ohne auch nur im Ansatz darauf einzugehen, als Unsinn zu bezeichnen.

@Crack

weil ich heute gerade mal Lust habe, mache ich mir den Spaß und nehme zu ein paar Deiner lächerlichen Gegenargumente Stellung (für alle anderen zur Info, ich kommentiere cracks Kommentare inzwischen im Normalfall nicht mehr, da wir schon so oft darüber diskutiert haben und er immer mit den gleichen Links auf irgendwelche linken Medien verweist, die Argumentation wird dadurch nicht wahrer.

Daher hier nun einige Beispiele:

Natürlich gibt es auch in Zeiten modernster Fahrzeuge noch Unfälle, aber sie werden jedes Jahr weniger - und ein TL würde die Unfälle sogar erhöhen. Zudem selbst wenn dies nicht der Fall wäre: Du kannst nicht jeden Unfall verhindern, Du kannst nicht alles bei dem etwas passieren kann verbieten - das Leben wäre dann einfach nicht mehr Lebenswert. Die meisten Unfälle passieren im Haushalt - willst Du jetzt Haushaltsleitern und Haushaltsmesser etc. verbieten? Schon mal drüber nach gedacht? - nö!

Aber selbst wenn Du das alles verbieten wolltest und es gäbe nur noch im Verkehr Unfälle: An Alleen sterben jährlich 4x so viele Menschen weil sie gegen einen Baum knallen, als auf unlimitierten Autobahnen. Hm, jetzt frage ich mich, warum setzt sich die Ökolobby dann nicht für ein Abholzen der Bäume hier ein? - Ich sag es Dir: weil es ihr gar nicht um die Sicherheit geht! Das ist nur vorgeschoben - es geht um alles was das Autofahren uninteressanter macht - ein Abholzen der Bäume könnte es dagegen ja sogar interessanter machen! - Und noch was: Auf Fahrrädern passieren 20x so viele Unfälle pro km und 5x so viele Todesfälle als beim Auto - ginge es um Sicherheit, wäre es wohl besser, das Radfahren einzuschränken!

Nächster Punkt:

oha Du hast also jetzt Zahlen, nach denen ein TL nicht 0,1 sondern 0,24 % an CO2 einspart. Du bist ja der König! 0,24 % - ich hoffe wenn Du nach 10 Jahren Nullnummer mit einer Gehalterhöhung von 0,24 % hoffiert wirst, lädst Du Deinen Chef mal ordentlich in ein 5 Sterne Restaurant ein und zahlst ihm den nächsten Urlaub, denn das ist ja horrent!

Ich sag Dir mal was: es ist vollkommen egal ob 0,1 oder 0,24 oder 0,9 oder 5 % - es ist so gut wie nichts! Wenn man das mit den Einschränkungen auf der anderen Seite vergleicht ist es nicht nur nichts sondern gar nichts! - Und dann: diese Zahlen von 0,24 % berechnen ja, dass sich jeder ans TL halten würde - es würde aber trotzdem von den meisten etwas überschritten - daher kann es auch noch weniger als diese Berechnungen hergeben sein, und zudem werden durch ein TL die Autobahnen uninteressanter - heißt es würden womöglich viele auf Inlandsflüge umsteigen - heißt ein TL könnte sogar eine ERHÖHUNG von CO2 bedeuten! Zudem wie gesagt, kann es wie in den USA sein, dass dann Pick Ups und weitere Spritfresser sehr interessant werden. Dass wir eine andere Mentalität haben hängt eben auch mit unseren Autobahnen zusammen, die Teil deutscher Mentalität sind - würde das wegfallen, kann sich das ändern. Und da Du selbst bezeugst, diese Fahrzeuge brauchen dann auch bei 130 deutlich mehr bestätigst Du ja mein Argument, dass dann der CO2 Verbrauch höher werden kann - daher an dieser Stelle vielen Dank für den Beistand!

Heutige Langsamfahrer sind natürlich nicht unzufrieden, denn sie fahren ja absichtlich langsam. Unzufriedenheit resultiert aus Unfreiwilligkeit und Zwang. Und es ist doch sehr egoistisch zu sagen "ich bin ja Langsamfahrer also werde ich auch weiterhin zufrieden sein, alle anderen interessieren mich nicht" das ist eben genau das Typische "ICH ICH ICH ICH - ich will ja eh nicht schneller fahren, warum sollten das die anderen dann dürfen" - und sorry, Egoismus hat im Straßenverkehr nichts verloren!

Dass man bei eine Spurwechsel nicht mehr mit einem schnelleren rechnen muss trägt eben nur scheinbar zur Sicherheit bei und genau hier liegt der Trugschluss: es wird eben NICTH mehr so genau beim Spurwechsel etc. geschaut wie jetzt, und genau dadurch kann es zu gefährlichen Unfällen kommen.

Deine verlinkte "Studie", zeugt wieder davon, dass gar kein Interesse besteht die Wahrheit zu berichten. Zum einen wird ja sogar geschrieben, dass das Verkehrsaufkommen nach Einführung des TL zurückging, daher ist es schon klar, dass Unfälle überproportional sinken, denn weniger Verkehr = weniger Gefahr. Was aber wie meistens noch verschwiegen wird: dass die allgemeine Unfallhäufigkeit ebenfalls mit jedem Jahr zurückgeht Ergo kann es also gut sein, ohne ein Limit hätte es weniger Unfälle gegeben. Allerdings streite ich nicht ab, dass es bei bestimmten Gefahrenpunkten auch mal für ein paar hundert Meter Sinn macht ein Limit aufzustellen, doch das ist nicht mit einem allgemeinen Limit vergleichbar, denn auf kurzen Strecken treten Unkonzentration oder Verlernen des Umgehens mit hohen Geschwindigkeiten ja noch nicht auf.

@Crack

Teil 2

 

oh man kann auch dann mal 120 und mal 130 fahren und das Bezeichnest Du dann als unterschiedliche Geschwindigkeit und denkst damit den Unkonzentriertsheitseffekt auszuschließen: ganz ehrlich, wenn Du 5 Jahre alt bist, ok, dann kannst Du es nicht besser wissen, aber jetzt mal ganz im Ernst: 10 km/h rauf oder runter - wo ist denn da der Unterschied? - es wäre auch vollkommen egal ob nun ein TL von 100 oder 130 kommt - eines so schlimm wie das andere! Wenn würde ich sogar hoffen, dass dann 90 käme damit solche Egoisten wie Du auch wissen was sie uns angetan haben und das auch selbst spüren! Und für den Rest ob nun 90 oder 130 - fast genauso schlimm.

Was mich allerdings freut, dass Du selbst bestätigst, dass bei höheren Geschwindigkeiten die Konzentration höher ist. Auch an dieser Stelle wieder Danke für den Beistand!

selbstverständlich nimmt man man einem TL allen die schneller fahren wollen die Freiheit, denn was ist es denn sonst - eine Bevormundung, eine Vorschrift eine Beschränkung ist immer ein Freiheitsentzug - ich kann nicht mehr FREI entscheiden, wie schnell ich fahre. Der Egoismus liegt bei denen die ein TL wollen, denn wir wollen anderen ja nicht verbieten langsam zu fahren, sondern Ihr wollt uns verbieten schneller zu fahren! Wer ist also hier Egoist???

Bei der Qualität der Autos stimmst Du zuerst zu dass es ein mag dass daran gespart wird, dann im nächsten Satz sagst Du wieder Du bezweifelst es und schließlich tust Du es als Polemik ab. Ich kann Dir ganz sicher sagen KEINE Industrie der Welt gibt Geld für etwas aus was nicht genutzt werden kann, da wir lieber die Spanne erhöht ist doch klar!

Und ja bleiben wir bei Fakten - und das beinhaltet, dass Du keine Links verwendest, die falsche Berechnungen zeigen, nämlich welche, die Zahlen nicht in Relativität setzen! (siehe Ausführungen weiter oben)

Dann zu Deiner verlinkten Unfallstatikstik anderer Länder: mal davon abgesehen, dass sie uralt ist, war es auch damals schon so, dass (mit Ausnahme von Frankreich, das erst nun schlechter ist als wir) alle von mir aufgezählten Länder schlechter dastehen als wir (oder kannst Du etwa Deine eigens verlinkts Statistik nicht lesen? Dass ich nicht jedes Land aufzähle klar, ich habe auch nie behauptet, dass D als bestes Land dasteht aber das liegt daran, dass wir auch eine ganz andere Verkehrsdichte haben. In jedem Fall ist widerlegt, dass ein TL Sicherheit bringen würde sonst müssten ja alle anderen Länder mit westlichem Straßenstandard besser sein als wir (und selbst dann hätten wir eine höhere Verkehrsdichte!)

98 % unter 100 - nein nicht auf Autobahnen, habe ich auch nie behauptet, also interpretier da nichts rein, aber insgesamt. Und von den 2 % die über 100 passieren sind AUCH die Autobahnen dabei. Und zudem Autobahnen sind die sichersten Straßen. Hier wird 1/3 der km absolviert aber es passieren nur 13 % der Unfälle da.

Dass ein TL nicht ins digitale Zeitalter passt hat nichts damit zu tun, dass ein Mensch das Fahrzeug führt - allerdings, leider ist das für die Zukunft ja wohl anders geplant (und dann sollte es auch für Dich keinen Grund mehr für ein TL geben wenn ein Computer dies steuert, aber ich bin mir sicher Du konstruierst wieder eines zusammen) es geht einfach darum, dass wir immer schneller immer flexibler immer besser immer moderner werden und dann mit einem TL zurück in die 50iger? - Also bitte!

Verkehrsleitsysteme werden in ferner Zukunft ziemlich sicher auf dem ganzen Autobahnnetz vorhanden sein, allerdings ist es gar nicht notwendig sie überall aufzustellen, denn wo stets wenig Verkehr ist machen sie keinen Sinn (ok bei Glatteis etc. vielleicht). Die Leitsysteme werden genau deshalb besser befolgt WEIL sie nur bei Gründen eingeschaltet werden und danach die Geschwdindigkeit wieder freigeben. DAS ist moderne Technik! Grundsätzlich sollten sie ausgeschaltet sein, nur wenn es dem Verkehrsfluss (oder z. B. bei Glatteis etc.) eben an. Und sie stehen auch heute schon auf den meisten Strecken wo sie notwendig sind - z. B. den Haupttransitrouten.

Das mit dem Autokauf ist mir klar dass Du nicht verstehst weil Du kein Autoliebhaber bist. Hier geht es ums Image, wenn ein Fahrzeug im Heimatland mit Vmax gefahren wird, dann kann ich mich bei 130 gaaaaaaanz sicher fühlen. Und es sind immer die Emotionen beim Fahren an D dabei. - Welche Autohersteller damit werben: vermutlich alle deutschen aber flieg halt mal in die USA und geh in ein Autohaus...

Junge Junge Junge, ich bin ja mittlerweile so einiges von Dir gewohnt, aber dass Du so billig daher kommst - sorry das ist ja ALLES falsch!, ich ärger mich schon fast wieder Deinen Quatsch überhaupt gelesen zu haben - allerdings da ich verhindern will, dass es tatsächlich ein paar Naive hier gibt, die das auch noch glauben, hab ich mir halt mal die Mühe gemacht und da Du Deinen Käse sicherlich auch künftig auf meine Antwort kopierst, habe ich nun auch was zum Kopieren darauf ;-)

Ich weiß es nicht

Ich nehme mal "Ich weiß es nicht" weil ich eher auf "wäre mir egal" zutreffe.

Ein Tempolimit hat durchaus seine Vorteile, wobei ich hier weniger den Schutz der Umwelt noch die Unfallstatistiken heranziehen möchte. Viel mehr hat man einen positiven Nutzen in Form der höheren durchschnittlichen Geschwindigkeit die man erreichen kann und das Reisen auf der Autobahn wird entspannter weil es weniger gibt die glauben den Hobby-Schuhmacher raushängen lassen zu müssen.

Ob ich jetzt aktiv dafür stimmen würde?

Nein, das nicht. Wie schon erwähnt ist es mir eigentlich ziemlich egal ob wir ein Tempolimit haben oder nicht, wenn ich nur noch 130 fahren darf dann mache ich das halt. Ich sehe es halt dann einfach positiv indem ich sagen kann ich spare Sprit (und damit Geld) sowie Nerven und Kraft.

Wenn das Tempolimit nachwievor nicht eingeführt wird werde ich auch zukünftig mein Sommerauto an verkehrsarmen Tagen über die Autobahn heizen und nehme für den Spaß die höheren Kosten beim Sprit in Kauf.

Ich kann nur immer wieder auf die Schweiz verweisen, dort Auto zu fahren ist derart entspannt das man direkt überfordert ist wenn man nach ein paar Wochen Schweizer Autobahn wieder auf dem deutschen Kriegsschauplatz 'Autobahn' angekommen ist.

Ob es jetzt zu einem Tempolimit kommt oder nicht ist mir egal, ich stimme aber dennoch gegen ein generelles Tempolimit. Irgendwann wird es aber kommen müssen, spätestens dann wenn die Autobranche noch weiter in den Assistenzsystem voranschreitet wird es nötig werden die Geschwindigkeit der Fahrzeuge so zu regulieren das die Assistenten noch anständig arbeiten können ohne den PC zu überlasten.

Solange aber der ADAC und die Automobilbranche dagegen sind werde ich mir keine großartigen Gedanken machen das es abgeschafft wird. Erst wenn von deren Seite kein Veto mehr kommt ist der Weg frei für limitierte Autobahnen.

1974 war es der ADAC mit der Kampagne "Freie Fahrt für freie Bürger" womit sich aktiv GEGEN ein Tempolimit eingesetzt wurde. Irgendwann wird wohl auch der ADAC für ein Tempolimit stimmen, aber das wird entweder noch einige Zeit dauern oder es muss eine Menge Geld in die "richtigen" Hände fließen. ;-)

Der ADAC ist mittlerweile von seiner "Contra" zu einer "Neutral" Einstellung gekommen und fordert eine Studie zu Vor- und Nachteilen.

@Crack

Es bleibt abzuwarten was der ADAC unter dieser Studie versteht und inwieweit die Automobilhersteller Einfluss darauf haben. Bis das alles mal geprüft und abgeschlossen ist wird noch etwas Zeit vergehen und in dieser Zeit kann man Meinungen auch mal anpassen.

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