Wie steht ihr zu Artikel 13?

Das Ergebnis basiert auf 29 Abstimmungen

Ich bin gegen Artikel 13 41%
Find ich gut 28%
Ich bin neutral gegen Artikel 13 eingestellt 17%
Ich bin eher gegen Artikel 13 10%
Finde ich eher gut 3%

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Ich bin gegen Artikel 13

Wäre ich der Betreiber von GuteFrage würde ich einfach alle Leute sperren, die diesen Artikel befürworten. Wenn die Urheberrechtsreform in ihrer jetzigen Fassung durchkommt (Vor allem Artikel 11 und 13) ist das Ende des Internets wie wir es heute kennen eingeleitet. Versteht mich nicht falsch. Es spricht nichts gegen mehr Schutz für die Urheber von Werken, aber der Weg ist einfach nicht dienlich.

Das Hosterprivvileg sollte eigentlich gesetzlich verankert werden. Die Reform will ja, dass Seiten wie GuteFrage oder YouTube für den Inhalt haften, den ihre Nutzer veröffentlichen. Das wird sich kein einziger Anbieter antun. Das lohnt sich doch für niemanden. Davon sind eigentlich sämtliche Plattformen betroffen, wo der Benutzer eigens erstellten Inhalt hochladen kann.

Manche Leute verstehen nicht, dass es nicht darum geht Filme auf Youtube zu schauen oder dergleichen, das geht schon heute nicht. Es geht darum, dass nicht einfach Firmen für Verstösse ihrer Benutzer bestraft werden, wo kämen wir da denn hin? Das verhindert automatisch das entwickeln neuer Plattformen, da man ja bereits 3 Jahre nach Eröffnung einer betroffenen Website zwingend Filtermechanismen haben muss. Glaubt ihr, GuteFrage könnte sich das leisten? Solche Filter kosten Unsummen in der Entwicklung und erkennen dann vielleicht nur 80% der Fälle.

Ausserdem kommt eine enorme Belastung für Gerichte dazu. Eine Privatperson, die mal ein Bild hoch lädt was sie nicht darf, wird heute maximal verwarnt, da der Aufwand und der zu erwartende Schadensersatz nicht all zu hoch ist. Sobald aber das Unternehmen selbst haftet wird es nur Klagen regnen, wer hätte denn nicht gerne all das schöne Geld, was Google verdient.

Ich hoffe wirklich, dass die Leute auf die Strasse gehen und zeigen, dass es so nicht gehen kann. Kein Hoster darf für die Inhalte seiner Benutzer haften, sonst war es das mit dem Internet wie wir es heute kennen.

Woher ich das weiß:Recherche
 ist das Ende des Internets wie wir es heute kennen eingeleitet

Da hat aber jemand zu viel Hetzpropaganda gesehen!
Oder bedeutet "Internet wie wir es heute kennen" für dich etwa einen Rechtsfreien raum in dem man die Rechte anderer mit Füßen treten darf??

Versteht mich nicht falsch.

WIe soll man das denn falsch verstehen? Ich versteh schon, dass du keine eigene Meinung hast sondern nur den Müll nachplapperst der dir von den Leuten die mit Urheberrechtsverletzungen viel Geld verdienen und dadurch um ihr gutes Einkommen fürchten verbreitet wird!

Die Reform will ja, dass Seiten wie GuteFrage oder YouTube für den Inhalt haften, den ihre Nutzer veröffentlichen.

Überraschung: das ist im Grunde auch heute schon so! Zumindest in Deutschland. Nur tun die Betreiber teils zu wenig. Vor allem YouTube ist hier ein großes Problem, weil die Filter aktuell zu viel durchlassen. Bereits ein einfaches Spiegeln des Bildes genügt dass es nicht erkannt wird. Ebenso ein beschleunigen oder verlangsamen um ein paar %. Das könnte man viel besser machen, wenn man wollte, aber Tatsache ist ja, dass YouTube viel Geld verdient mit solchen Videos. Ebenso erkennt man das Prinzip seit langem daran, wie YouTube mit Musik umgeht... Rechtsverstöße konsequent zu verhindern ist da gar nicht gewünscht, denn YouTube hat eine Alternative gefunden, die sehr viel Geld einspielt, nämlich statt unerlaubte Musiknutzung konsequent zu verbieten wird hier "Monetarisiert" also der Urheber kann Werbung unter Videos schalten lassen und bekommst dafür einen symoblischen cent-Bruchteil. Die große Kohle hingegen macht aber YouTube die für das Schalten der Werbung ordentlich Kohle scheffeln. So sieht dann also der Schutz der Urheber für YouTube aus, statt zu verhindern wird eine Geldquelle draus gemacht. Ebenso ist ein Problem, dass YouTube nicht ordentlich mit den Urhebern zusammenarbeitet und nicht die Nutzerdaten der Täter rausgibt so dass man als Urheber direkt den Täter angehen könnte. Wen also soll man nun angehen? Bleibt doch nur YouTube als Betreiber!

Solche Filter kosten Unsummen in der Entwicklung und erkennen dann vielleicht nur 80% der Fälle.

Es wird vermutlich nur etwa 1 Woche dauern nachdem die Urheberrecht Richtlinie verabschiedet ist, da spriessen auf einmal zig Startups aus dem Boden, die solche Filter anbieten...! Dieses "Problem" wird kein Problem sein!

Zudem: wer sagt denn, dass es tatsächlich zur Filter-Lösung kommen muss? Da ist ja noch das letzte Wort lange nicht gesprochen! Die Bundesregierung z.B. spricht sich gegen eine Filter-Lösung aus! Das steht sogar im Koalitionsvertrag!! Und trotzdem schimpfen die Hetzer gegen die Regierung, vor allem gegen die CDU. Man sollte sich bevor man hetzt also besser mal informieren statt blind die Leute aufzustacheln und anzulügen! Sonst könnte man noch meinen es stecke mit ihrem typischen Vorgehen die AFD dahinter, die den Unmut ausnützen will gegen die Regierung mobil zu machen...

Ausserdem kommt eine enorme Belastung für Gerichte dazu.

nicht wenn die Leute endlich lernen dass sie nichts unerlaubt nutzen dürfen! Wenn die ganze Berichterstattung um das Thema nun endlich mal den Leuten aufzeigt dass man ja nicht einfach so alles was man irgendwo findet posten darf, dann ist ja schon mal einiges gewonnen und dann lassen es viele Leute vielleicht endlich auch mal!

Eine Privatperson, die mal ein Bild hoch lädt was sie nicht darf, wird heute maximal verwarnt

Nein, zumeist wird das Bild, wenn es gefunden wird, entfernt, weil man (und das ist genau das Problem das ich vorhin angesprochen habe) gar nicht die Möglichkeit hat den Täter zu identifizieren und rechtlich zu belangen! Das noch größere Problem aber ist, dass man Rechtsverstöße kaum entdecken kann, weil man ja schlecht dauernd das ganze Internet durchsuchen kann ob da jemand was geklaut hat! Daher kommt dann eben auch eines der Probleme, denn die Leute sehen "die anderen machen es auch" und weil die Sachen bei "den anderen" nicht gelöscht werden glauben die Leute es müsse ja erlaubt sein, weil sonst würde es ja gelöscht werden. Und wenn bei ihnen dann was gelöscht wird dann ist die Verwunderung groß, denn "warum dürfen es denn die Anderen"? Das liest man hier auf der Seite ja immer und immer wieder bei Leuten die nicht verstehen, warum ihr so "aufwendig" aus Szenen ihrer Lieblings-Fernsehserie und mit ihrem Lieblingslied zusammenbgebastelten "Fan Video" gelöscht wird. Sie glauben ernsthaft sie "dürften" das, weil es bei anderen ja (noch) nicht gelöscht wurde!

da der Aufwand und der zu erwartende Schadensersatz nicht all zu hoch ist.

Aufwand (sprich: Anwaltskosten) muss der Täter zahlen. Also würde es sich schon lohnen. Aber wie gesagt, das Problem ist und bleibt das ausfindig machen der Täter und hier sind das Problem ja die Betreiber! Hätten sie schon länger mit den Urhebern zusammengearbeitet und von Anfang an ihre Plattformen sauber gehalten und die Täter bestraft, dann gäbe es das "andere machen es ja auch" Problem nicht!

@GammaFoto

Ich weiss gar nicht was ich darauf antworten soll. Du widersprichst dir so oft selbst, z. B. in dem du sagst, dass es ja keine Filter geben muss, aber dann wiederum behauptest, dass man ja nicht das ganze Internet durchsuchen könne... Da kann man wohl nichts machen. Deine Meinung scheint bereits gebildet.

Anscheinend möchtest du meine Position gar nicht verstehen und denkst, dass ich mir die Urheberrechtsreform nicht durchgelesen habe, das habe ich nämlich und Artikel 13 ist nur mittels Filter umsetzbar, das werden dir 99 von 100 Experten (wovon ich einer bin, da ich als Softwareentwickler arbeite) bestätigen.

In Uploadfilter wurden bereits Millionen von Grossunternehmen Investiert und sie funktionieren immer noch nicht richtig, das werden sie auch nie... Wie die Spracherkennung z. B. die geht auch nicht immer so wie man will. Aber jaja die Startups werden es richten :D:D:D

Die Betreiber zur Herausgabe von Nutzerdaten, welche die Urheberrechte verletzen, da bin ich bei dir. Das finde ich legitim, Generalverdacht und vorheriges abhorchen, ob auch ja nichts gegen die Urheberrechte verstösst, da bin ich raus.

Der Kernpunkt ist aber folgender: Ich habe nichts gegen die Urheberrechtsreform an sich. Mein grösstes Problem ist die Haftung der Hoster für ihre Nutzer. So weit darf es niemals kommen, niemals. Das hemmt die Internetentwicklung ungemein. Ich will kein Internet wie in den 90ern. Ich will ein Internet wo Benutzer Sachen hochladen und nicht alles durch eine Zensurmaschine muss, denn das sind Filter nun einmal. Was wenn ich ein Review mache eines Films z. B? Heute habe ich das Recht, kurze Ausschnitte zu zeigen, wenn ich auf diese Bezug nehme und sie kommentiere, also den Ausschnitt "wissensbringend" einsetze. Was wenn YouTube sagt: "Ne, das Risiko gehen wir nicht ein, überall wo auch nur ein Bild- oder Tonschnipsel eines Werkes was urheberrechtlich geschützt sein könnte drin ist, wird gelöscht".

Ich kann dir noch 100e Beispiele nennen, warum diese Urheberrechtsreform eine Farce ist. Solange ich lebe werde ich mir das bestimmt nicht geben. Es gibt Umwege über VPN und dergleichen, aber die kennen nur Leute welche auch Ahnung haben, wie das Internet funktioniert. Denn das ist das gute: Das Internet lässt sich eben nicht von fiktiven Konstrukten mit geographischen Grenzen kontrollieren.

Ich bin neutral gegen Artikel 13 eingestellt

Wer ein urheberrechtlich geschütztes Werk schafft, der hat auch ein Recht darauf, dass er entweder vergütet oder zumindest genannt wird.

Sich für eigenen "Content" einfach an Filmen, Bildern oder Musik von Dritten zu bedienen und dann womöglich über Klicks noch Geld zu generieren geht gar nicht.

Und eine Plattform, die Geld damit verdient, dass sie solchen "Content" online hostet, die soll auch schauen, wie sie dafür sorgt, dass keine geschützten Werke verwendet werden.

Ich bin gegen Artikel 13

Die Idee ist an sich nicht schlecht, jedoch ist die Umsetzung fatal und warum sollten Soziale Medien z.B. wie Youtube in Verantwortung gezogen werden und nicht der Nutzer, der gegen das Urheberrecht verstößt? Das ist für mich sehr Sinnfrei.

Außerdem gibt es genug andere Probleme, die gravierender sind als Copyright in Europa. Beispielsweise das Bildungssystem oder auch die Flüchtlingskrise.

Es wurde viel, für einen Upload Filter investiert, welches im Endeffekt keinen Nutzen hatte.

Ich möchte nicht wissen, was passiert, wenn ich keine Reddit Memes mehr habe. Das ist unerträglich.

Ich bin neutral gegen Artikel 13 eingestellt

So genau habe ich mich damit nicht beschäftigt. Einerseits finde ich es gut dass das Urheberrecht dadurch mehr geschützt wird. Andererseits habe ich gehört, dass einige sachen dadurch Zensiert werden.

Viele Kreative (Künstler, Musiker, usw.) leben von dem was sie machen und kriegen kein Geld wenn man z.B. auf YouTube ihre sachen hochläd ohne zu bezahlen. Die Grundidee hinter diesen Artikel finde ich also garnicht mal soooo schlecht.... die umssetzung ist vielleicht nicht die Richtige. Aber ich bin kein Politiker, ich zerbreche mir darüber nicht den Kopf. Mich geht das auch wenig an (soweit ich weiß) da ich sehr wenig mit YouTube am hut habe.

Find ich gut

Ich befürworte ihn. Solche Massnahmen sind die Folge davon, dass so viele Leute Musik und Filme illegal aus dem Internet ziehen und dabei das Gefühl haben, das hätte keine Konsequenzen.

Die Urheber sind im Recht. Der Artikel 13 ist eine sehr drastische Massnahme, aber offenbar geht es nicht anders. Wer seine Hausaufgaben macht und für das Weiterverwenden von Werken eine Genehmigung einholt, hat nichts zu befürchten.

Ja, einfach Lizenzen mit der GANZEN Welt abschließen. Fertig.

Bei Artikel 13 sollen aber die Platformen Haften nicht die Personen die Hochladen

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