Wie sind die Gechwindigkeitsregelungen auf der Landstraße?

5 Antworten

Dann sind wie an einer Kurve vorbei und mein Fahrlehrer meinte dann, dass wieder 100 Km/h erlaubt wären,

Das ist nur dann richtig wenn das Zeichen 70km/h an einem Mast mit einem Gefahrzeichen wie z.B. Zeichen 103 "Kurve" angebracht war. Dann endet die Begrenzung auch wenn die Gefahr vorbei ist.

Das gleiche bei einer Kreuzung. Es waren 70 Km/h erlaubt und dann kam eine Kreuzung die durch Ampeln geregelt wurde, danach durfte ich auch wieder 100 Km/h fahren, OHNE dass ein Verkehrszeichen aufgestellt war.

Wenn das tatsächlich so war dann macht Dein Fahrlehrer hier einen großen Fehler, denn die Geschwindigkeitsbegrenzung gilt auch über Kreuzungen und Einmündungen hinaus.

ist auch mir neu, normal ist die geschwindinkeit solange bindend auf der Landstraße  bis neue Verkehrschilder auftauchen , ohne freigabe würde hier auch weiter nur 70 km/h fahren.

frag mal deinen Fahrlehrer warum. habe keine lust geknippst zu werden und dann anhören zu müssen ja vor 1 km war ein schild das ist bindend.

Schreib mir mal bitte am besten , da ich nur 1-2 die woche hier reinschaue.

Ein Streckenverbot, darunter zählt eine Geschwindigkeitsbeschränkung gilt solange bis diese aufgehoben wird.

Eine Kreuzung hebt kein Streckenverbot auf.

Siehe dazu rechtliche Erläuterungen: http://www.verkehrslexikon.de/Module/Streckenverbot.php

Ein Verkehrszeichen gilt immer bis zur nächsten Möglichkeit wo wieder Autos auf die Straßen einbiegen können, ein eKreuzung hebt es also auf. Nur wenn ein neues Schild hinter der Kreuzung steht gilt die Beschränkung weiter.

Nein, ein Streckenverbot gilt solange bis es aufgehoben wurde, oder bis die Strecke verlassen wird.

Eine Kreuzung oder Einmündung hebt kein Streckenverbot auf.

@Antitroll1234

Doch tut es (wenn auch nicht offiziell in der STVO beschrieben), weil ein Verkehrsteilnehmer der in die Straße einfährt ja nichts von den vorher stehenden Schildern wissen kann

@Spezialwidde

Doch tut es

...nein tut es nicht.

weil ein Verkehrsteilnehmer der in die Straße einfährt ja nichts von den vorher stehenden Schildern wissen kann

...dies ändert nichts an der Gültigkeit des Streckenverbotes nach einer Kreuzung, so sieht es der Gesetzgeber, nur das ist relevant.

@Antitroll1234

Der Fahrlehrer meines Vetrauens hat es mir aber auch so erklärt. Wenn nicht nach jeder Kreuzung oder Autobahneinfahrt ein neues Zeichen steht würde ein Streckenverbot seine Gültigkeit verlieren weil eben der einbiegende Autofahrer die vorherigen Schilder nicht sehen kann

@Spezialwidde

Der Fahrlehrer meines Vetrauens hat es mir aber auch so erklärt.

...durchaus möglich, nur wird es halt nicht richtiger dadurch, entscheidend ist das was der Gesetzgeber sagt.

Wenn nicht nach jeder Kreuzung oder Autobahneinfahrt ein neues Zeichen steht würde ein Streckenverbot seine Gültigkeit verlieren weil eben der einbiegende Autofahrer die vorherigen Schilder nicht sehen kann

...nein, immer noch nicht, auch wenn Du es jetzt noch 100x schreibst, ein Streckenverbot wird NICHT durch eine Kreuzung oder Einmündung aufgehoben.

http://www.verkehrslexikon.de/Module/Streckenverbot.php

@Spezialwidde

Das gilt aber nicht für den, der die Straße bereits befährt und das Streckenverbot daher kennt. Herzliche Grüße,

Willy

@Willy1729

...selbstverständlich gilt dies auch für denjenigen ;-)

Ein Ortsunkundiger kann aber durchaus erfolgreich wegen Unkenntnis Widerspruch einlegen gegen einen Bußgeldbescheid.

Herzliche Grüße zurück.

Blödsinn... Nach der Kreuzung muss neu Beschildert werden, denn die von einer Nebenstraße kommen können ja nicht wissen, was für eine Geschwindigkeit vorher erlaubt war... Es sei denn es handelt sich um eine 30 Zone oder so...
Es ist Quatsch, dass die auf der Straße verbleiben eine 70 Einhalten müssen und die auf die Straße kommen 100 fahren dürfen, weil ja kein Schild stand!  

@LeSansTalents

...kein Blödsinn, Realität.

Himmelherrgott, lies doch bitte einfach die Rechtsprechung zu Streckenverbote bevor Du irgendwelche richtigen Kommentare als Blödsinn bezeichnest.

Es ist Quatsch, dass die auf der Straße verbleiben eine 70 Einhalten müssen und die auf die Straße kommen 100 fahren dürfen, weil ja kein Schild stand!  

Und nochmal nur für dich:

Ein Ortsunkundiger kann durchaus erfolgreich wegen Unkenntnis Widerspruch einlegen gegen einen Bußgeldbescheid, dies ändert aber nichts an dem Weiterbestehen des Streckenverbotes von vor der Kreuzung.

Außerorts ist nach Kreuzungen eigentlich immer ein Schild, ob die Geschwindigkeit aufgehoben wurde oder eine wiederholte Geschwindigkeitsbegrenzung, damit es eben zu solch einen Chaos nicht kommt! 😊

@LeSansTalents

So sieht es die VwV zur StVO vor, die sagt es aus es sollte nach jeder Kreuzung eine neue Beschilderung aufgestellt sein.

Dies bedeutet lt. Gesetzgeber ist keins da, ist es eben nicht aufgehoben, da es KEIN muss ist.

Siehe Rechtsprechung zu Streckenverbote: http://www.verkehrslexikon.de/Module/Streckenverbot.php

Aber die Auf diese Straße einbiegen, können doch nicht rätselraten machen, wie schnell die nun fahren dürfen.. Ortskundig oder nicht... Es kann keiner hell sehen...
Auf Autobahnen wird nach Auffahrten auch neu beschildert, wer soll sonst wissen, das dort vor einem Kilometer eine 120 oder 130 stand?

@LeSansTalents

Das ändert doch nun nichts an der Gesetzeslage, und die ist da mehr als eindeutig und besagt, dass ein Streckenverbot auch nach einer Kreuzung oder Einmündung weiterhin gültig ist.

Wenn der Fahrlehrer das wirklich so erzählt, dann zweifelt man wirklich an der Qualität der Fahrlehrer. Ein Fahrlehrer sollte es nämlich wirklich genau wissen. Und wenn ich dann noch so etwas lese ...

Doch tut es (wenn auch nicht offiziell in der STVO beschrieben)....

dann stehen mir die Haare zu Berge. Es gilt die StVO - nicht nebenher noch irgendetwas inoffizelles.

1. Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten, wenn sie zusammen mit einem Gefahrenzeichen aufgestellt sind(!), bis diese Gefahr vorüber ist. Die 70 für die Kurve ist also nur dann danach zu Ende, wenn auch das Kurvenzeichen dabei angebracht ist.

2. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung gilt so lange, bis sie aufgehoben oder durch eine andere Geschwindigkeitsvorschrift beendet wird. Sie wird auch nicht durch Einmündungen oder Kreuzungen unterbrochen.

3. Das Schild SOLLTE zwar wiederholt werden, aber das ist nicht immer der Fall. Trotzdem gilt dei Beschränkung. Wer jedoch ortsfremd ist und plausibel machen kann, dass er von unterwegs auf diese Strecke eingefahren ist und von der Begrenzung nichts wußte, der hat in der Regel Glück, da wird zumeist das Verfahren eingestellt. Für Ortskundige, welche die Begrenzung kennen, trifft dies aber nicht zu.

Das war noch mal kurz zum Verständnis zusammengefaßt. Wenn aber noch nicht einmal Fahrlehrer das wissen, dann habe ich fast Angst, auf unseren Straßen zu fahren, wo ich deren Schülern begegne. Wer weiß, was denen noch alles beigebracht wird. Solche Fragen und Bemerkungen werfen auch ein schlechtes Licht auf unsere Fahrlehrer, von denen ich jedoch glaube, dass sie in der Regel NICHT so sind.

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