Wie sieht ein Lebenslauf für die Einbürgerung aus?

1 Antwort

Genau genommen kann der Lebenslauf aussehen, wie er will. Wenn es um eine "Anspruchseinbürgerung" geht, kann die Behörde nicht viel entscheiden. Sie kann entscheiden, ob Du alle Bedingungen erfüllst. Eine Bedingung ist die Abgabe eines Lebenslaufes. Wenn Du eine Rolle Toilettenpapier als Lebenslauf abgibst, wird man das nicht akzeptieren. Wenn Du ein Blatt Papier abgibst, in dem etwas über Dein Leben steht, muss das akzeptiert werden. Das Ausländeramt ist keine Bildungseinrichtung und auch keine Personalabteilung.

Im Ernst: Schicke einen, wie Du sagst, "stinknormalen Lebenslauf" und schreib dazu, warum Du eingebürgert werden willst. Das kann ganz ehrlich sein. Zum Beispiel: "Ich lebe seit ... Jahren in Deutschland und würde gerne weiterhin als deutscher Staatsbürger in Deutschland leben." Schreibe nicht: "Ich bin es leid, mir für viele Auslandsreisen ein Visum holen zu müssen." Das ist zwar für viele der Hauptgrund, aber das würde ich nicht schreiben.

Übrigens, viele Behörden fordern einen handschriftlichen Lebenslauf. Das steht nicht im Gesetz und ist insofern Quatsch. Die Ausländerbehörde ist auch kein Fachinstitut für Kalligrafie (Kunst des Schönschreibens). Aber ich würde auch deswegen keinen Streit riskieren. Den Streit würdest Du zwar gewinnen, aber er kostet auch Zeit, die Du vielleicht nicht investieren willst.

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