Wie sicher ist ein "neues Girokonto" vor einer Pfändung?

5 Antworten

Seltsamer Rechtsanwalt, der seine Klienten zu Straftaten veranlasst. Sobald die Finanzverwaltung einen Titel gegen dich erwirkt hat, bist du verpflichtet, JEDE Änderung in deiner Finanzlage anzuzeigen.

Danke, aber jetzt verstehe ich bald gar nichts mehr und fühle mich noch mehr verunsichert, als ich es ohnehin schon bin!??

Was für ein Titel - was bedeutet das? Irgendwie habe ich den Eindruck, dass mich mein RA im Moment wie ein Pilz behandelt: Im Dunkeln lassen und mit Sch**** fütteren!? In einigen Dingen in dieser Angelegenheit hat er mir ja zum Glück bereits geholfen, da ich mich mit der Situation völlig überfordert fühle.

Ich möchte schnellst möglich eine Lösung - nur tut sich nichts! Außer dass er immer wieder sagt: Wir können erst mit dem Finanzamt verhandeln, wenn es in die Vollstreckung geht. Nun ist die Vollstreckung durch (ohne Erfolg) und mein Girokonto in ein P-Konto gewandelt worden :(

Meine Finanzlage hat sich dahingehend geändert, dass ich zwar ein Einkommen habe, aber nicht in der Lage bin mal so eben mehrere tausend EUR aus den Rippen zu schwitzen.

Was ich brauche ist eine "realisierbare Lösung" des Problems und nicht noch mehr Probleme! :(

@LokisRevenge

Unter einem "Titel" versteht man eine vollstreckbare Ausfertigung. Das Finanzamt kann aber eine rechtskräftige Forderung selbst vollstrecken. Die brauchen dir keinen Gerichtsvollzieher schicken. Das sollte dein "Anwalt" aber auch wissen.

wo hast du denn den Gedanken her?

Wenn also ein Gläubiger einen Titel erwirkt, ist der Schuldner verpflichtet jede Änderung seiner Finanzlage anzuzeigen. LOL

Mache deine Versicherungen bitte und gut ist!

Das Finanzamt wird spätestens Anfang des nächsten Jahres davon erfahren und dann hast du ein Problem.

Denn: Möglichkeit 1: du richtest bei der neuen Bank einen Freistellungsauftrag ein. Die Bank meldet ans Finanzamt in welcher Höher dieser genutzt wurde, auch wenn es nur ein Cent Zinsen war.
Möglichkeit 2: Du richtest keinen FSA ein und die Bank meldet auf wie viel Zinsen Steuern bereits gezahlt wurden bzw. wenn es nur ein Cent Zinsen war, dass keine (ca.) 25% berechnet werden konnten.

Das Finanzamt bekommt es also so oder so raus und du hast dann jede Menge Ärger am Hals!

Es gibt schon einen Grund warum man nur ein P-Konto haben darf. Immerhin sollen die Schulden ja irgendwann abgezahlt werden. Hast du Ausgaben die über dem Freibetrag liegen dann ist das Pech. Versuche sie zu minimieren und wenn das nicht geht bleibt am Ende vielleicht nur die Insolvenz. Aber dann verschwende bitte nicht noch weiter unnötig Steuergeld indem du das Finanzamt und wen auch immer beschäftigst, sondern kalkuliere alle Möglichkeiten durch...
Wie kommst du denn auf diese "1500€ Fixkosten"?

Sobald ein Gläubiger, da auch das FA die Schufa abfragt, weiss dieser von dem zweiten Konto und das wird dann voll gepfändet. Dass ein REA solchen Rat gibt, ist verwunderlich, denn der müsste doch wissen, dass man anhand der für Dich abgeführten Lohnsteuer Dein Einkommen ermitteln kann. Ganz nebenbei, das FA kann auch Lohn/Gehalt pfänden lassen, wenn Dir das lieber ist.

Ganz nebenbei der Rat kann schnell in einer Betrugsanzeige enden.

Okay, herzlichen Dank. Hatte ich mir schon fast gedacht und eine Lohnpfändung brauche ich nicht wirklich - hab schon genug Theater! :(

jockl wie kommst du denn bloss auf den Gedanken, dass das Finanzamt eine SCHUFA-Auskunft einholen kann.

Finanzämter und andere Behörden sind nicht Mitglied der SCHUFA- HOLDING und folglich erhalten sie auch keine Auskunft.

Der Rat des Rechtsanwaltes ist schon korrekt, halt nur nicht völlig zuende gedacht, denn wie du schon mitteilst, kommt dann die Lohnpfändung.

Die Finanzverwaltung kann bei berechtigtem Interesse eine Suchanfrage nach Deinen Bankkonten starten. Die Konten werden auch bekannt gegeben, nicht die Kontenbewegungen. Und zum Katz & Maus- Spiel: Eines Tages kommt der Vollziehungsbeamte des Finanzamts bei Dir vorbei und startet einen Pfändungsversuch. Wenn eine Pfändung nicht möglich ist, wirst Du ins Finanzamt vorgeladen zur Abgabe der Eidesstattlichen Versicherung (früher. Offenbarungseid). Und das wird auf jeden Fall bei der SCHUFA eingetragen. Versuche lieber eine Einigung mit dem Finanzamt, aber nach meiner Erfahrung nicht mit Deinem Rechtsanwalt mit den klugen (?) Ratschlägen.

Herzlichen Dank für die schnelle Antwort! Wie funktioniert eigentlich eine Suchanfrage nach Bankkonten - weiß das jemand?

@LokisRevenge

Die rufen bei deiner Bank an und fragen nach.

Das, was der RA Dir rät grenzt meines Erachtens an Berufspflichtverletzung.

Fakt ist meines Wissens außerdem, dass man nur ein P-Konto haben darf, und jede Bank die sieht, dass bereits ein P-Konto offen ist, wird sich weigern ein neues Konto zu eröffnen.

Das Finanzamt holt keine Schufa Daten ein. Außerdem ist das Finanzamt nicht blöd, wenn Du das Konto zumachst, dann hauen sie Dir gleich eine Lohnpfändung rein und zapfen die Kohle an der Quelle ab.

Okay, zur "Ehrenrettung" meines RAs, hat er natürlich darauf hingewiesen, dass nur ein "P-Konto" legitim ist. Es geht nur darum, dass vermieden werden soll, dass mehr als "notwendig" von meinem Gehalt gepfändet wird, denn es kann ja auch nicht Ziel sein, ein Loch zu flicken und wo anders ein neues entstehen zu lassen. Nur muss ich pro Monat ca. 1.500,- EUR an "Fixkosten" kalkulieren, sonst entstehen wo anders wieder neue Verbindlichkeiten....

@LokisRevenge

Um Dein soziales Gewissen zu strapazieren:

Du finanzierst im Moment Deinen Lebensunterhalt auf Kosten der Allgemeinheit :-)

Was möchtest Du wissen?