Wie sehen die Chancen aus mit einem schlechten Arbeitszeugnis eine Stelle zu finden?

4 Antworten

Es wird alles angeschaut, sonst müsste man nicht alles schicken, entscheidend ist dann auch oft der persönliche Eindruck eines Bewerbers.

Wenn ein AN in einer Bewerbung für die letzten fünf Jahre z.B. sieben oder acht Stellen angibt, fragt man sich schon ob das nur an den AG liegt, dass so viel gewechselt wurde.

Ist ein Zeugnis "zu gut", fragt man sich oft, ob hier ein AN nicht "weggelobt" wurde.

Es zählt das Gesamtpaket.

P.S. Ich war gestern auf einem Kammertermin beim Arbeitsgericht, da hat der Anwalt des Arbeitnehmers ein "gutes" qualifiziertes Zeugnis verlangt, obwohl der AG-Anwalt ein "sehr gutes" Zeugnis angeboten hat.

Der Richter sagte darauf, dass er das in letzter Zeit öfter hat, also lieber ein glaubwürdiges gutes Zeugnis als eines, das den AN "über den grünen Klee" lobt und man sich dann fragt, warum dieser nicht mehr in der Firma ist.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

natürlich spielt ein arbeitszeugnis eine sehr große rolle - es sagt dem neuen arbeitgeber was ihn mit dir erwartet. wenn das sehr schlecht ist kann das bedeuten das du die stelle nicht bekommst.

es gibt aber auch arbeitgeber, da gehöre auch ich dazu, die wollen kein arbeitszeugnis sehen sondern unterhalten sich lange beim vorstellungsgespräch und entscheiden daann ob der arbeitnehmer für sein geschäft in frage käme. ich nutze auch immer die gesamte probezeit aus um zu beurteilen

Wie kommst du auf die Idee ein schlechtes Zeugnis zu haben?

Ein Zeugnis muss wohlwollend sein.

Die Personaler die ich kenne, schauen meist nur die letzten Sätze an. Aus meiner Sicht sind die ausschlaggebend. Man kann dich textlich so hoch loben und mit dem letzten Satz alles revidieren.

"Ein Zeugnis muss wohlwollend sein."

Naja, das ist ja eher ein Witz - jeder Personaler kann Zeugnisse "lesen"....

..und Personaler (ich bin nämlich einer) lesen durchaus auch alle Sätze und nicht nur den Letzten.

@dandy100

schön, die die ich kenne, interessieren sich nur für den Lebenslauf. Komischerweise werden auch nur noch Lebensläufe versendet.

@weblurch

Wie bitte? Kein Mensch schickt nur seinen Lebenslauf, wenn er sich bewirbt - sowas habe ich noch nie gesehen. Arbeitszeugnisse werden doch nicht zum Spaß ausgestellt, sie sind das Kernstück bei einer Bewerbung.

"Ein Zeugnis muss wohlwollend sein".

Es gibt eine Geheimsprache der Arbeitszeugnisse, die ein Personaler auch sofort versteht. Natürlich darf man nicht wortwörtlich schreiben, dass der AN unter aller Kanone war, aber einige Formulierungen, die für dich vielleicht wohlwollend klingen, könnten darauf hinweisen.

https://karrierebibel.de/arbeitszeugnis-formulierungen-bewertung/

@Alex714

ach was? So strunzdumm bin ich auch nicht. Stell dir vor, ich hab einen Zeugnisgenerator von Haufe.

@weblurch

Viele Leute denken aber so... deswegen mein Kommentar ;)

Personaler schauen sich alles an, Anschreiben Zeugnisse und natürlich auch die Arbeitszeugnisse und wenn das letzte Zeugnis schlecht ist, sinken natürlich die Chancen enorm, das ist doch klar oder würdest Du jemanden einstellen, der mit einem schlechtem Arbeitszeugnis kommt?

Spreche bitte nicht von ALLEN Personaler.

@weblurch

Doch, denn es gibt keinen Personaler, der Berwerbungsunterlagen nicht vollständig durchsieht - das ist nämlich sein Job, ausser er ist komplett unfähig

Bitte um Meinungen meines Arbeitszeugnisses?

Hallo :)

Ich habe heute mein Arbeitszeugnis bekommen und möchte nach Meinungen fragen. (Ob gut oder eher schlecht?) Kenne mich mit der "Zeugnissprache" leider nicht aus. 

Vielen Dank schon mal im voraus! 

LG

Arbeitszeugnis

Frau ......., geboren am ..... in ....., war in der Zeit vom ..... bis zum ..... als Ergotherapeutin in unserer Praxis beschäftigt. 

Der Tätigkeitsschwerpunkt unserer Praxis liegt im Bereich der Entwicklungsförderung und Rehabilitation von Kindern und Jugendlichen. Darüber hinaus behandeln wir Erwachsene mit orthopädischen, neurologischen oder psychischen Erkrankungen.

Frau ...... arbeitete hauptsächlich im Bereich der Pädiatrie und Neurologie. Sie behandelte Kinder im Alter von 4 bis 14 Jahren, die Auffälligkeiten in der Entwicklung aufwiesen, an ADHS, Legasthenie oder Wahrnehmungsstörungen litten. Im Bereich der Neurologie behandelte sie vor allem Patienten mit Multiple Sklerose, Schlaganfälle oder Morbus Parkinson. Ihr Aufgabenbereich umfasste:

- Anamneseerhebung

- Durchführung und Interpretation der Befunderhebung

- Planung und Durchführung von Behandlungen

- Beratung verschiedenster Eigenübungsprogramme 

Frau .....verfügt über ein hervorragendes Fachwissen und setzte dieses jederzeit erfolgreich in ihrer Arbeit ein. Besonders hervorzuheben ist ihre gute Patientenbeobachtung, die es ihr immer ermöglichte, der Situation angemessen, umsichtig und fürsorglich zu handeln. Dank ihres ausgeprägten Einfühlungsvermögens gelang es ihr, den richtigen Zugang zu den Patienten zu finden, wobei sie jedoch stets ein angemessenes Verhältnis von Nähe und Distanz wahrte. Sie ging alle die ihr übertragenen Aufgaben tatkräftig an und handelte selbständig. Frau ....... ist sehr weiterbildungsmotiviert und hat sich in eigener Initiative neben ihrem Beruf mit großem Engagement und gutem Ergebnis fortgebildet. Ihre dort gewonnenen Erkenntnisse setzte sie effektiv in ihrer beruflichen Praxis ein. Ihre Aufgaben erfüllte Frau ...... stets zu unserer Zufriedenheit. 

Frau ....... überzeugte sowohl fachlich als auch persönlich. Ihr Verhalten gegenüber Patienten war vorbildlich. 

Frau ...... verlässt unsere Praxis auf eigenen Wunsch, um sich einer neuen beruflichen Herausforderung zu stellen. Wir wünschen Frau .... auf ihrem weiteren Berufs- und Lebensweg alles Gute. 

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Bewerbung als gelernte Rechtsanwaltsfachangestellte (am besten die Beschreibung lesen)?

Hallo erstmal,

ich bin 19 Jahre alt und mache eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten. Im Juni stehen die Prüfungen an und danach bin ich gelernte Refa.

Von meiner Kanzlei habe ich vor 2 Monaten ein Jobangebot bekommen. Dieses habe ich (mit gutem Gewissen) abgelehnt, weil es nichts mit meinem Beruf zu tun gehabt hätte. Aufgrund meiner Ablehnung kann meine Kanzlei mich nicht übernehmen, weil wir laut Personalleitung keinen Bedarf haben.

Mein Problem ist jetzt folgendes:

Ich habe ein bisschen Bammel wegen meiner Schulzeugnisse.

Das 1. Lehrjahr war relativ gut, das 2te leider garnicht ( ich hatte 2 fünfer 3 vierer und 2 dreier) und das Zeugnis vom 3ten Lehrjahr bekomme ich erst im Sommer. Meine Chefin schreibt mir jetzt ein gutes Zwischenarbeitszeugnis mit dem ich mich bewerben kann.

Kann ich mit einem guten Arbeitszeugnis die Noten so ein bisschen ausgleichen? Also im Sinne davon, dass die Kanzlei oder Firma in der ich mich bewerbe nicht gleich denkt "die nehmen wir nicht, die ist voll schlecht in der Schule" sondern am Arbeitszeugnis vielleicht zieht, dass ich gut arbeite und in der Schule nur letztes Jahr so schlecht war. Meine Angst bestehet im Grunde darin, dass mich aufgrund der schlechten Noten von letztem Jahr niemand zum Vorstellungsgespräch einläd bzw. mich niemand einstellt.

Bitte keine Antworten wie "hättest du dich letztes jahr mehr angestrengt hättest du das Problem jetzt nicht". Ich weiß es selber..hat leider alles seine Gründe gehabt.

Hatte schonmal jemand so eine Ähnliche Situtation oder kann mir sagen wie ich das am besten handhaben kann?

DANKE

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