Wie reagieren, wenn fremdes Kind sein eigenes Spielzeug weg nimmt?

11 Antworten

Kinder stehen auf dem Standpunkt: Alles meins!" Da kann man nicht viel machen.

Wenn mein Sohn Besuch hatte und es S treit um ein Spielzeug gab, habe ich nach einer gewissen Zeit das begehrte Teil eingesammelt und etwas anderes angeboten.

Zweijährige Kinder können noch nicht MITEINANDER spielen, sie spielen nebeneinander. Das sollte auch nicht ohne Aufsicht sein, denn Rauferei oder Streit ist vorprogrammiert. Als Mutter oder Aufsichtsperson kann man "mildernd" eingreifen, indem man sich mit beiden Kindern beschäftigt und sagt: "So, jetzt darf mal Fritzchen den Ball haben, gleich bekommst Du ihn dann wieder. Ich gebe Dir dafür diese Kugel, die ist sowieso viel schöner für Dich!"

Die kleinen Kinder müssen erst noch lernen, wie man sich miteinander beschäftigen kann, dazu benötigen sie aber dringend die Anleitung von Erwachsenen, alleine schaffen sie das nicht.

P. S. Ich habe drei Kinder....

Ja, danke. Der Meinung bin ich auch, dass 2-jährige das noch nicht alleine lösen können.

Wenn sich meine Kinder daheim streiten, dann mach ich es auch so, wie du es oben beschrieben hast. Deswegen können sie das selber eigentlich schon sehr gut, das Teilen.

Aber das war echt kaum möglich mit dem Jungen. Ich hab nämlich am anfang noch versucht, es mit Tricks zu lösen, aber er war nicht wirklich zugänglich dafür. Hat dann trotzdem weiter am Spielzeug gezogen und dabei geweint, bis er es haben durfte.

Naja, beim nächste mal, werd ich da sicher die Mutter noch mal zur Sprache stellen.

@Linzerin83

Spar Dir das mit der Mutter. Setzt Euch einfach in die Nähe der Kinder und beschwichtigt das Kind, das sich wegen des Spielzeuges aufregt.

Teilen kann man den Kleinen leicht beibringen: "Wenn ich mit Dir mitspielen soll, dann mußt Du mir auch mal DIESE Puppe/DIESEN Baustein geben, damit ich auch was machen kann. Sonst können wir auch aufhören....."

@turalo

Meine Tochter hat das Teilen ohne "du musst diese Puppe geben" gelernt.

Dreihundertmal Daumen hoch. Ganz genau. Du hast ja sooo recht. Sie spielen nicht wirklich in dem Alter miteinander, den Eindruck hatte ich auch immer. Ich fragte mich immer, wann das umschlägt, aber es muss irgendwann im Kindergarten passieren.

Unser Sohn bekam sein erstes Sparbuch von uns angelegt und wir haben nicht lange nach einem Sicherungswort suchen müssen. Es war das Lieblingswort unseres Sohnes: MEINER

Als wir irgendwann neulich Geld abholten, lachten wir immer noch drüber, aber es war leicht einprägbar, oder? Und es sagt doch alles aus.

@schnecke64

und übrigens, kannst Du uns nicht auch noch die Kontonummer mitteilen? Grinslach.

und ich würde vielleicht auch einen eigenen "Sack" voll Spielsachen mitnehmen und "mildernd ", eingreifen, indem man sich mit den Kindern beschäftigt...........usw. ,

Also, ich hab nicht viel Erfahrung mit Kindern - bin ja quasi selbst noch fast ein halbes, aber wenn mein Sohn (3) bei mir ist und trifft auf andere Kinder...dann muss er eben warten, bis das Kind, was gerade das Spielzeug hat was er möchte, bereit zu teilen ist.

Ansonsten greife ich ein wenn ich sehe, dass ihm andere Kinder das wegnehmen, was er gerade hat. ...Die anderen Kinder müssen genau so lernen zu teilen, egal ob bei fremden oder befreundeten Eltern.

Und die meisten Mütter/Väter greifen nachdem man selbst etwas dazu gesagt hat auch eigenhändig ein.

Ansonsten ist mein Sohn in er Lage selbst zu handeln, wenn auch nicht sehr oft all zu freundlich. Aber das lernt er noch.

Meinst das jetzt auf neutralen Boden, oder? Aber ich mein das jetzt ganz speziell auf meine Situation bezogen.

Also wenn ihr wo zu Besuch seid, und das Kinder - also der Besitzer des Spielzeugs - nimmt deinem Kind was weg. Eigene Mutter reagiert nicht. Hättest dann das fremde Kind zurecht gewiesen?

Ich war mir heute echt nicht sicher, ob ich im Recht bin, weils ja eben seins war.

@Linzerin83

Also ICH würde das schon machen. Son kleiner Anstupser "Hey, meinste nich, dein/ Sohn/Tochter könnte jetzt mal teilen?" ... In nem freundlichen Tonfall.

Ansonsten reichts auch wenn ich sage "Steve, lass dem Jungen sein Spielzeug" und die Eltern reagierten dann meistens mit "Ne, lass nur. Unserer muss auch mal abgeben", und griffen ein.

Ich bin der Meinung, Kinder sollten früh lernen, sich nicht alles gefallen lassen zu müssen, was man ihnen eben vorsetzt. Schon gar nicht vom fremden. ...Natürlich nicht gleich überreagieren, aber im Notfall sollten sie auch mal durchgreifen können, auch im kleinen Alter.

@BTrunken

Viel wichtiger ist es für Kinder, daß sie es lernen miteinander zu spielen und umzugehen. Das hat mit "sich nichts gefallen lassen" nichts zu tun. Sie müssen doch erst einmal lernen, daß nicht alles was sie sehen, ihnen auch gehört. Das wissen sie einfach noch nicht.

Man muß auch nicht "durchgreifen", wenn Kinder spielen, man sie beobachten und - wenn nötig - eingreifen. Aber nicht maßregelnd eingreifen, sondern schlichtend und besänftigend.

@BTrunken

Ja, ich bins normal auch gewohnt, dass die Eltern gleich reagieren und man selber nicht viel sagen braucht, aber das war heute, wie gesagt, nicht der Fall.

Ich möchte ja auch nicht, dass sich meine Kinder was gefallen lassen müssen. Aber trotz allem, war ich mir eben in diesem speziellen Fall unsicher.

Weil ich als Erwachsener wäre vielleicht auch zornig, wenn mich jemand dazu zwingen würde, zB meinen Lap Top mit jemanden zu teilen.

Es ist wirklich nicht einfach, weil da alle Eltern andere Ansichten vertreten. Und war wir hier Gast waren, kann ich halt kaum Regeln aufstellen.

Wir waren zB auch mal wo anders zu Gast, wo ein kleines Mädchen 4 Babypuppen inkl. Zubehör hatte. Das Mädchen war sehr heikel auf ihre Puppensammlung und wollte die auch nicht teilen. Aber das war halt eine andere Situation, weil das ganze nicht so stürmisch abgelaufen ist. Da hat das Mädchen nur traurig "Puppi" gemurmelt, und da ist dann deren Mutter hergegangen, und hats meinen Söhnen ganz freundlich erklärt, dass ihre Tochter da sehr pingelig auf ihre Puppen ist, und dass sie das einfach nicht so mag, wenn jemand anderer sie anfasst. Für meine Söhne war das damals ok so, haben es verstanden und auch ich hab mir damals absolut nichts dabei gedacht. Es wäre auch irgendwie nicht mein Recht gewesen, da was dagegen zu sagen.

Aber das heute war irgendwie halt anders, weils eben so aggressiv abgelaufen ist, und sich da die Mutter so raus gehalten hat. Und das Spielzeug wurde mehr oder weniger wahllos weg genommen.

@Linzerin83

Wenn es sich um Spielsachen handelt, die sehr eifersüchtig bewacht werden, nimmt man diese bevor der Besuch eintrifft weg und bringt sie in Sicherheit. Bei uns gab es auch Dinge, die niema nd auch nur berühren durfte, die waren dann aus dem Zimmer verschwunden.

@turalo

ICH muss ja auch nicht durchgreifen, dass macht mein Sohn ganz alleine. Und ich schimpfe ihn auch nicht dafür, wenn er es sich eben nicht gefallen lässt, dass ihm Spielzeug aus der Hand gerissen wird.

Wenn er etwas haben will, soll er fragen oder warten und wenn er etwas hat, soll er es behalten oder gegebenfalls teilen.

@Linzerin83

Und das solltest du -meiner Meinung nach- vielleicht der befreundeten Mutter mal sagen. Eben, dass sie mal darauf achten soll, dass ihre Jungs doch ganz schön stürmisch sind.

Okay, auf sowas reagieren Mütter oft sehr kritisch und sehen das sofort als persönlichen angriff, aber wenn du die worte richtig verpackst, wird sie sich vielleicht mal Gedanken darüber machen.

Beim nächsten mal wäre es vielleicht besser einzugreifen. Gegebenfalls mit anderen Spielzeugen abzulenken etc.

@Linzerin83

Jedes kind hat natürlich auch das Recht zu sagen "Ich teile alles mit dem Besuch, außer....". Das muss man dann auch respektieren. Wir teilen ja auch nicht ALLES mit unserem Besuch. Stuhl, Getränke, Essen okay, aber die Sachen in unserem nachtschränkchen nicht. :-)Ist schon was anderes, wenn wegen eines heiligtums geheult wird, oder ALLES aus der Hand gerissen wird. Und das vorherige weglegen der Heiligtümer machts auch einfacher. Wir lassen unser Nachtschränkcheninhalt ja auch nicht auf dem Wohnzimmertisch liegen

@Linzerin83

Linzerin83......der Kleine ist vielleicht noch nie mit so einer Situation konfrontiert gewesen, deswegen könnte das eine ganz neue Erfahrung gewesen sein, dass jemand in sein "Revier" eindringt und da etwas davon wegnimmt?

Die Mutter könnte man fragen, macht er das immer so oder ist das das Erstemal?

Dann hören was sie dazu sagt.

Nun gibt es vielleicht ja auch einmal ein Zweitesmal, wo Du selbst Spielsachen Deiner Kinder mitnehmen kannst und dann kannst Du Deine "Studie" dazu ohne Aufregung weiterverfolgen und Dir die nächsten Gedanken dazu machen.Grins

Ein 3jähriger ist schon in einem ganz anderen Entwicklungsstadium wie 2 jährige und deshalb kann er schon einiges mehr verstehen.

Ich glaube das es wohl Dein gutes Recht gewesen wäre,da einzugreifen,denn so wie es sich anhört ist das andere Kind ein Einzelkind und die Mutter scheint wohl ihr Kind antiautoritär erziehen zu wollen.Sie setzt ihrem Kind keine Grenzen obwohl sie sieht das es ins Aggresive ausartet,das würde ich nicht zulassen,denn so lernen sie sicher nicht wie man miteinander spielt.Es gab schon viele wertvolle Tipps hier und ich würde auch so handeln wie es einige sagten.Ich würde mich erst mal dabei setzten.das Spielzeug an mich nehmen und ihnen erklären:Klar ist es Deins,doch schöner wäre es doch ihr würdet es teilen,jetzt mal Du fünf min dann Du fünf min!Klappt das,wunderbar,Klappt es nicht nimm es an Dich und biete ihnen was anderes an.Sag ihnen,wenn sie sich wieder einig sind können sie es ja wieder haben.Damit bietest Du ihnen die eine Lösung an wie sie das unter sich regeln können,den im Lösung finden tun sich 2-jährige noch schwer!Fragen solltest Du Dich,wenn Du diese Familie öfter besuchst und solche Situationen des öfteren feststellst ob das Deinem Erziehungskonzept nicht entgegenwirkt und vielleicht die Spielstunden mit diesem Kind nicht lieber auf neutralem Boden stattfinden sollten,denn da stehst Du ja ohne Probleme für Deine Kinder ein und man ist auch eher mal gewillt das andere Kind in die richtige Richtung zu lenken!

Vielen Dank.

Antiautoritär wird das Kind übrigens nicht erzogen, auch wenns in meiner Frage so scheint. Als der Sohn nämlich Sand aus dem Sandkasten schaufelte, oder an den Sonnenschirm rüttelte, ist seine Mutter schon ziemlich streng geworden. Sogar mit sofortiger Drohung dass er rein gehen muss, wenn er nicht auf der Stelle aufhört. Ist für mich eigentlich alles andere als antiautoritär, vor allem weil sie den Jungen nicht einmal erklärt hat, warum.

Deshalb wars ja auch so komisch, dass sie bei dem anderen wieder tatenlos zusah.

Ja, ich muss auch mal gucken, ob das für uns passt. War heute das erste Treffen, vielleicht war sie selber ja auch noch unsicher, eventuell wars ihr peinlich, dass ihr Sohn was weg genommen hat. Wer weiß.

Aber wenns weiterhin Probleme geben sollte, dann werd ich natürlich den Kontakt minimieren.

@Linzerin83

Aha,im Umgang mit ihrem Eigentum kann sie ihr Kind zurechtweisen,aber im Umgang mit Menschen/Sozialverhalten schafft sie es nicht.Ist es ihr erstes Kind?Dann wird es sicher noch den Pinzenstatus haben und ich glaube nicht das man sich dafür schämen sollte,denn schließlich verhalten sich alle Kinder erst mal so bis sie es gelernt haben.Deine hatten den Vorteil dies von Anfang an zu lernen,er muß es eben noch,und deren Mama,das auch Prinzen in ihre Schranken gewiesen werden müßen sonst könnte es dann im Kindergarten das eine oder andere Problem geben.Aber auch das wird sie dann nicht sehen und ihr Kind dann ausnahmslos in Schutz nehmen,ob er es verbockt hat oder nicht!Vielleicht solltest Du wirklich mal versuchen mit ihr darüber zu reden,doch grundsätzlich ist es wohl nicht Dein Part sie davon zu überzeugen das sie ihrem Kind damit nichts gutes tut,sie wird schon sehen was sie davon hat solch aggresives Verhalten so im Raum stehen zu lassen!

@Beulinchen

Hallo, ja es ist ihr erstes Kind. Sie hat ein zweites Kind auch noch, aber das ist noch ein ganz frisch geschlüpftes Baby.

Ich habe diese Mutter vor 2 Wochen in unserer Spielgruppe kennen gelernt, sie war das erste mal dort, und sie hat mir damals erzählt, dass ihr Sohn nicht wirklich Kontakt zu anderen Kindern hat, und sie auch so immer alleine sind, weil sie hier niemanden kennt.

Ich vermute mal, dass der Junge es daher gar nicht gewohnt ist, dass andere Kinder da sind, die auch mal sein Spielzeug benutzen. Was natürlich keine Rechtfertigung dafür ist, dass sie als Mutter nichts sagt.

@Linzerin83

Richtig,aber das wird sicher wieder,vielleicht ist sie im Moment einfach noch zu fixsiert auf das Baby,und vielleicht fordert der Jung auch nur die Aufmerksamkeit der Mutter ein durch sein Verhalten.Aber vielleicht bietest Du ihr mal an den Großen mal für einen Spielenachmittag zu Dir zu nehmen und schaust wie er sich dann verhält,denn Kinder können ja gar nichts dafür wie sie sind,sie reflektieren ja nur was sie sehen oder was sie für sich brauchen(in diesem Alter)

@Linzerin83

.Linzerin83.....ich habe jetzt erst richtig gelesen, dass das Kind permanent Deinen Kindern kein Spielzeug überlassen hat.Ich habe das Gefühl, dass sich Deine Bekannte so gar nicht mit ihrem Kind zu helfen weis.Das nächste mal würde ich schon auch die Spielsachen meiner Kinder mitnehmen und dann sehen wie es diesmal läuft.Wäre es wieder so, würde ich einmal meine Kinder erst beobachten, wie sie damit umgehen können und dann erst weiterdenken.

@Beulinchen

Beulinchen...wie einen "Prinzen" behandelt sie ihr Kind nicht, denn Linzerin83 schrieb an anderer Stelle, dass sie auch ganz schön ruppig mit ihrem Kind an anderer Stelle umgehen kann.

Sie hat einfach keine Ahnung, wie sie ihre Kinder hilfreich unterstützen kann.

Und wenn Linzerin83 ihren Kindern erstmal gesagt hat, es ist sein Spielzeug und sie hatten kein Problem damit, dann ist das erstmal doch gut gelaufen.

Es ist ja auch eine Unterstützung für das Kind der Bekannten, wenn es erstmal mit andern Kindern in Berührung kommt.Beim nächstenmal würde ich auch Spielzeug deswegen mitnehmen und sehen was die Kinder machen. Linzerin83 kann dann wenn es sein müßte und das Gefühl denke ich hat sie dazu, auch regulierend kindgerecht mal "eingreifen" und wieder sehen, wie sich das Kind und die Mutter auch dazu verhält.Mit ihr reden kann man allemal. Wie verhält sich denn das Kind in der Spielgruppe?

@turalo hat´s im Grunde hier schon genau getroffen: Die Kleinen können das in dem Alter noch nicht alleine regeln, weil das Bewusstsein für "dich und mich" und "mein und dein" noch gar nicht da ist.

Um es aber anzubahnen (!), dazu bedarf es dann eben bisschen der Begleitung durch ´nen "großen Menschen".

Ergänzen wollte ich aber noch was - mir gehen immer so bisschen die Haar hoch, wenn bei einem Beispiel wie diesem (oder anderen) immer gleich ganz laut "jaja, die böse antiautoritäre Erziehung!!" in den Raum gerufen wird; offenbar orientiert man sich da an Bildern, auf denen Kinder wie die Rabauken hemmungslos mit Essen um sich schmeißen - und die Erwachsenen sehen auch noch seelenruhig und wohlwollend dabei zu.... Ist nur nicht die ganze Wahrheit (auch wenn das nur allzu gern so "zitiert" wird).

Landläufig herrscht so die Meinung vor, dass antiautoritäre Erziehung nichts anderes bedeute, als die lieben Kleinen bedenken- und zügellos gewähren zu lassen. "Laissez-Faire-Erziehung" wird das dann auch gerne genannt...

Übersehen dabei wird aber was ganz Wesentliches (was auch jeder erkennt, der sich mal näher mit der Theorie von A.S. Neill befasst hat); nämlich dass diese Form der Erziehung (im Idealfall) darum bemüht ist, den Kindern möglichst große "Freiräume" zu geben (letztlich zur Entfaltung dessen, was man so als "Fähigkeiten" bezeichnet).

Im Kern geht es eben darum, möglichst wenig Einfluss zu nehmen, um sie nicht in eine (ihnen eventuell nicht "entsprechende", nicht angemessene") Richtung zu drängen. " Die Gespräche mit den Kindern sind wichtig; sowie das Bemühen, das Verhalten der Kinder zu verstehen. Schlussendlich sollten sie nicht zu einem bestimmten Verhalten gedrängt werden, sondern es gilt, sie zu "überzeugen" (womit man fast schon wieder anknüpfen könnte an die Fragestellung hier... wenn sie denn nicht noch bisschen jung wären, die Kinderchen, mit ihren 2 Jahren, um von etwas "überzeugt" zu werden).

Wie auch immer.

Dass dieses Konzept (in der Regel!) nicht wirklich optimal umgesetzt (wahrscheinlich vielmehr -wie auch hier wieder- größtenteils missverstanden wurde), ändert nichts an der löblichen Grund-Idee, in meinen Augen.

Danke für deine Antwort.

Ja unter Antiautoritäre Erziehung versteht jeder was anderes, das ist das Problem. Es gab ja zu den Anfängen gar kein konkretes Konzept, sondern es war eher mehr eine Gegenbewegung zur Autorität, umgesetzt hats dann jeder anders. Im Prinzip wusste in den Anfängen keiner so recht, wie damit umgehen. Das musste sich alles erst entwickeln. So haben manche ihren Kindern gar keine Grenzen gesetzt, andere haben zB trotz antiautoritärer Erziehung ihre Kinder trotzdem geschlagen. Eine genaue Richtlinie gabs da nicht so wirklich.

A. S. Neills Konzept war wieder ein ganz eigenes. Er nannte es selbst "selbstregulative Erziehung". Er hat sich selbst eher von der Bezeichnung "Antiautoritäre Erziehung" distanziert.

Die deutsche Übersetzung des Buches " Theorie und Praxis der antiautoritären Erziehung" wurde irrtümlicherweise unter falschem Buchtitel veröffentlicht, was für Verwirrung sorgte, und deshalb viele glauben, er wäre der Begründer der Antiautoritären Erziehung. Der richtige deutsche Titel seines Buches sollte lauten "Erziehung in Summerhill. Das revolutionäre Beispiel einer freien Schule".

Also, was hier geschrieben wurde, ist ja schon sehr ausführlich. Eigentlich wollte ich auch nichts mehr dazu sagen, aber:An deinem Kommentar ganz unten, habe ich jetzt kapiert, wie die Mutter drauf ist:

Oh wie ich diese Worte gehasst habe. Egal ob ein riesengroßer Junge auf den Kleinen einschlägt, oder viele auf einen einzelnen.

Es ist mir im Laufe der Jahre leider immer wieder aufgefallen, dass Eltern geradezu froh sind, wenn ihre Kinder zu den Machern gehören, die sich ;ihr Recht' herausnehmen, ja die sich nicht gefallen lassen, dass andere Kinder ihnen die Butter vom Brot nehmen. Und später geht das dann weiter. Du willst den Deinen immer zeigen, wie es richtig wäre, aber die anderen Mütter spielen da nicht mit. Ich hätte dem Jungen vor der Mama ganz klar gesagt, dass Ihr vor dem Besuch aber nicht gewusst habt, dass Ihr Euer eigenes Spielzeug mitbringen müsst und ob das hier so üblich wäre und ob deine beiden Söhne sich auch so anstellen sollen, wenn der Gastgeber dann mal zu Euch kommen möchte.(Im Übrigen, das ist die Gefahr, dass deine beiden jetzt wieder was Negatives gelernt haben, was du ihnen erst einmal wieder erklären musst: Wenn jetzt ein anderes Kind zu Euch kommt und sie machen das auch so? Dann bist du in Erklärungsnot. Und deine werden das irgendwie ungerecht finden, davon geh' mal aus.)**Ja, sie sollen es unter sich regeln, wenn sie aber erst einmal alle Beteiligten Regeln gelernt haben. Das kannst du der anderen Mutter sagen.** Noch kennen sie doch so gut wie kaum eine, ausser vllt, dass man nicht hauen darf, und auch darauf würde ich micht nicht verlassen.

Oh, die würde ich zu mir einladen und zwar sehr bald. Und wetten, der andere Junge möchte nicht nur mit seinem Spielzeug spielen. Dann kannst du noch mal mit der Mutter reden. Vielleicht versteht sie es dann, ansonsten wirst du sehr bald merken, ob Ihr zusammen passt.

Viele Eltern denken (aber nur so im Hinterstübchen): Besser mein Kind wehrt sich und lässt sich nix gefallen, als dass es selber nachher gemobbt wird. Sollen sie nur rechtzeitig alle lernen. Dabei entstehen aber unerträgliche Situationen. Manche Kinder sind nicht in der Lage, sich in jungen Jahren selber zu helfen und werden dabei immer ängstlicher, andere durch Ungerechtigkeiten immer aggressiver. Und dann müssen sich die Erzieher im Kiga oder die Lehrer in der Schule nur noch um die sozialen Kompetenzen der Kinder kümmern.

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