Wie oft kommt es vor, dass man vor Gericht kommt wegen Beleidigung im Internet?

7 Antworten

Nein, der Inhaber der IP Adresse kann bzw. Wird bei einer so geringen Straftat ( Beleidigung)  nicht ausfindig gemacht werden. 

Es muss schon eine schwerere Straftat vorliegen damit der Inhaber der IP Adresse zurückverfolgt wird. 

Folgende Paragrafen sind hier interessant: 100 g StPO 

Eine Liste von den schweren Straftaten findet sich in 100 a STPO.

Beleidigung ist ein Antragsdelikt. Ohne Strafantrag passiert da gar nichts.

Dann kann der Staatsanwalt immer noch wegen geringer Schuld einstellen, oder ermitteln lassen und ggf. einen Strafbefehl erwirken.

Wegen "Dummkopf" wird man wohl kaum vor Gericht gezerrt. Zum Teil kursieren Im Internet aber auch üble Verleumdungen, Volksverhetzung und sogar Morddrohungen. Gerade stehen muss für sowas trotzdem fast niemand, denn dazu müsste der Geschädigte sich die Mühe machen, die Person zu verklagen, und die wird sich hüten, ihre Adresse oder Telefonnummer herauszugeben.

Besser konnte man dass nicht schreiben!

Du schmeißt hier zwei Dinge ein wenig durcheinander, nämlich die strafrechtliche Seite und die zivilrechtlichen Ansprüche.

Strafrechtlich wäre zu sehen ob es sich um Antragsdelikte handelt und daher der Geschädigte erst einmal einen Strafantrag stellen müsste, oder nicht. Bei Volksverhetzung ist das nicht der Fall, hier muss von Amts wegen ermittelt werden.

Davon aber unabhängig ist ein zivilrechtlicher Anspruch auf Unterlassung und ggf. Schadenersatz.

Die zivilrechtlichen Ansprüche können ggf. im Adhäsionsverfahren abgehandelt werden, wenn der Geschädigte als Nebenkläger aufrtitt.

Ermittelt die Staatsanwaltschaft/Polizei so kann sie auch Beschlüsse erwirken, die die Provider zur Herausgabe der Daten zwingt und der Nebenkläger bzw. dessen Anwalt erhalten durch die Akteneinsicht Zugriff darauf und können dann zivilrechtlich aktiv werden.

Da passiert nichts. Es sei denn du kündigst einen Mord mit Zeitangabe an, das wird schon härter bestraft und dann lohnt es sich manchmal den Anwalt einzuschalten, aber auch da nur manchmal.


Was ist das denn für ein Quatsch? Zivilrecht und Strafrecht vermischen ist keine gute Idee.

Ja, macht sie. Jedoch dürfte dieses Vergehen durch einen Strafbefehl abgehandelt werden - vor Gericht brauchst du somit nicht erscheinen.

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