Wie oft dürfen Nebenkosten abgerechnet werden?

8 Antworten

Irgendwie scheint das bei Deinem Vermieter nicht korrekt zu laufen. An Deiner Stelle würde ich zum Mieterschutzbund gehen und dort Hilfe suchen. Hier muss man zwar in der Regel Mitglied werden, aber der Jahresbeitrag steht in keinem Verhältnis zu den Kosten, die Du durch deren Beratung einsparst. Der Mieterschutzbund prüft für Mitglieder kostenlos alle anfallenden Abrechnungen sowohl auf inhaltliche Richtigkeit als auch rechnerisch. Im Falle von Differenzen wirst Du durch den Mieterschutzbund auch rechtlich vertreten.

Selbstverständlich ist das, was dein Vermieter praktiziert, unzulässig weil gesetzwidrig. Über Nebenkostenvorauszahlungen ist ein mal jährlich für einen Zeitraum von 12 Monaten (Abrechnungszeitraum) abzurechnen. Diese Abrechnung muss innerhalb von exakt 12 Monaten dem Mieter zugegangen sein. Dein Vermieter scheint zu glauben, dass er dich nach Strich und Faden ausnehmen und betrügen kann. Leiste auf keinen Fall irgendwelche Zahlungen ohne ordentliche jährliche Abrechnung. Wenn bei dir der Abrechnungszeitraum das Kalenderjahr sein sollte, dann ist per 31.12.09 die Abrechnung für den Nutzungszeitraum 1.3.09 bis 31.12.09 zu erstellen und dir bis 31.12 2010 zuzustellen. Sollte sie erst am 1.1.2011 zugestellt werden, kann er keine Nachzahlung mehr geltend machen, du hättest aber trotzdem Anspruch auf eine eventuelle Gutschrift.

Er kann keinesfalls Posten einrechnen, die noch nicht angefallen sind, z.B. Steuern, die sich über das ganze Jahr verteilen. Mach eine Gegenrechnung auf.

abrechnungen für nebenkoste sin in der regel eimal jährlich kenn das nicht anders er ist aber verpflichtet dir das nebenkosten buch zu zeigen wo alle rechnungen der firmen drin stehen mach ein termin und prüfe es nach

Hallo, das hört sich ja alles sehr diffus und so gar nicht "erlaubt" an. Du schreibst, dass eine "Nebenkosten-Pauschale" vereinbart wurde. Sollte dies wirklich der Fall sein, so kann hierüber "gar nicht" abgerechnet werden. Das Wort definiert die Vereinbarung "Pauschale". Es wird sich pauschal mit der vereinbarten Pauschale vereinbart. Die Kosten sind damit abgegolten. Wichtig ist, dass Du in begründeten Widerspruch gehst (schriftlich - Zustellung mit Nachweis)

Ferner regeln Dein Mietvertrag, das BGB - die Betriebs- und Heizkostenverordnungen ganz klar, wie was abzurechnen ist und vor allem wie der Vermieter es darf. Abweichungen von diesen Vereinbarungen und Nichteinhaltung des Schriftformerfordernisses und der Mindestangaben führen ohnehin zu einer formellen Unwirksamkeit (§556 BGB). Aber im Falle einer "Pauschalvereinbarung" ist dies dann auch nicht mehr wichtig. Sollte es sich um ein "Mustermietvertrag" handeln (wie beschrieben), dann ist hier mit Sicherheit der Abrechnungszeitraum "definiert". Wichtig ist: Vermieter und Mieter vereinbaren sich im Mietvertrag, die Art und Weise regeln die Gesetzesgrundlagen, wie o.g.

Also, solltest Du Hilfe benötigen (z.B. beim begründeten Widerspruch), so kannst Du Dich an den NÜV - Nebenkostenüberwachungsverein (www.nuev.de) wenden. Der NÜV arbeitet deutschlandweit und auch online. Vor allem musst Du kein Mitglied auf 2 Jahre werden (wie bei anderen!), sondern kannst lediglich die Abrechnung prüfen lassen. Die Kosten sind sehr gering und auch für jeden tragbar (zwischen 25- und 40 € max.) Also, toi..toi..toi..

Hallo, die neue Internetadresse lautet jetzt nuexx.de - Verein zur Überwachung von Nebenkosten - hier werden u.a. günstig und fachlich Betriebs- und Heizkostenabrechnungen auf ihre Richtigkeit geprüft. ALSO: wendet EUCH an nuexx.de !!

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