Wie oft dürfen Lehrer zu spät zum Unterricht erscheinen und welcher Zeitrahmen ist noch OK?

5 Antworten

Zum "Faulen Lenz"... es zeugt gleichermaßen von Ahnungslosigkeit zu denken, es gäbe keine Lehrer, die sich einen machen. Sowohl die eine, als auch die andere Pauschalierung ist hier fehl am Platz. Komischerweise war die ursprüngliche Aussage nicht mal eine Pauschalierung. Es ist schon ein Zeichen, wenn man trotzdem eine heraushört. Das sollte man schon einmal mit einer gewissen Distanz reflektieren.

Mein Sohn geht in die 3.Klasse und die Reli-Lehrerin kommt immer 20-25 Minuten zu spät. Das gleiche Problem hatten wir auch schon an der Grundschule als meine 15-jährige Tochter die gleiche Lehrerin hatte. Wobei man sagen muss hier handelt es sich um ein generelles Problem an unserer Grundschule. Mit dem Schulleiter kann man nicht darüber sprechen, weil der das Ganze deckelt. Wir haben aber auch Lehrerinnen, die sehr gewissenhaft sind: einen offenen Unterrichtsbeginn praktizieren, wie die Lehrerin meiner kleinen Tochter in der 2. Klasse. Das Problem wurde auch schon bei einem Klassenelternsprechertreffen mit dem Schulelternbeirat angesprochen, mit der Bitte dieses Problem bei der Schulleitung vorzutragen. Da die Schulelternsprecherin das Sprachrohr der Schulleitung ist, passierte nichts, sondern ein KES wurde in einer Klassenelternversammlung, bei der Schulleiter und Schulelternsprecherin (die nicht eingeladen war) den Klassensprecher diffamierten und abwählen ließen. Ich glaube, es braucht einfach mehr kritische Eltern, ein einzelner kann hier kaum was ausrichten.

Es geht nicht um 8-10 Minuten, sondern um 4-6. Und die Frage ist, ob das wirklich immer so ist. Ich bin auch nicht immer pünktlich im Unterricht, obwohl ich mich immer darum bemühe. Allerdings ist mein Zeitplan enorm eng, Pausen gibt es fast nicht, ständig kommen unvorhergesehen Gespräche, Anliegen etc. von Eltern, Kollegen, Schülern. Der von jemandem hier genannte "faule Lenz" zeugt von Ahnungslosigkeit. Aber vom Betreten des Klassenzimmers an brauche zumindest ich keine Minute, bis ich wirklich im Unterricht bin, sprich alles sitzt und zuhört bzw. arbeitet.

Der Lehrer hat selber das größte Interesse, seinen Stoff durchzukriegen.

Dabei solltest Du einiges beachten:

  1. Ob und wieviel Dein Sohn pro Unterrichtsstunde lernt, ist unabhängig von der Aufnahmefähigkeit Deines Sohnes.
  2. Lehrer sind auch nur Menschen. Man sollte die Arbeit nicht übertrieben ernst nehmen. Du unterhältst Dich auf der Arbeit bestimmt auch mal mit Kollegen oder Kunden.
  3. Habe ich hoffentlich genug vermittelt, daß Du mit einem „Zwergenaufstand“ Deinem Sohn eher schadest wie hilfst. Der Rektor, Abteilungsleiter und die Lehrerin haben da schon Möglichkeiten, Deinem Sohn die Schule zur Hölle zu machen. Ist Dir das noch lieber?

Nein, eben nicht! Deswegen frage ich ja mal so dusselig, um mir eine Meinung über mein künftiges Handeln bilden zu können.

ich kenne die regelung so (ist allerdings weiterführende Schule): alles unter 5 Minuten ist okay, nach 5 Minuten muss der Klassensprecher zum lehrerzimmer gehen und nachfragen, wenn nach 15 Minuten keiner kommt, gilt die Stunde als frei

Frei gibt es Gott sei Dank nicht, weil es eine verlässliche Grundschule ist! Dann springt ein anderer Lehrer ein!

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