Wie mache ich eine Nebenkostenabrechnung, wenn ich keinen Zugang zu den Zähler hatte?

4 Antworten

Du musst dir die Nebenkostenabrechnungen der letzten 3 Jahre zuvor vom vorigen Eigentümer geben lassen und aus dem Durchschnitt des Verbrauchs schätzen. So ist die Regelung, die auch vor Gericht Bestand hätte.

Was du aber NICHT machen darfst, ist eine Teilabrechnung. Das ist nicht gesetzeskonform und so eine Abrechnung muss der Mieter nicht anerkennen. Der Abrechnungszeitraum muss immer 12 Monate umfassen, und daran ändert auch der unterjährige Kauf nichts. Die angefallenen Ausgaben sowie die geleisteten Vorauszahlungen der Mieter muss man sich untereinander mit dem vorigen Eigentümer ausgleichen.

Daraus ergibt sich dann auch bezüglich deiner Frage, dass du die Rechnungen der Öllieferungen vom ganzen Jahr haben musst, um die Abrechnung machen zu können

Ölrechnungen liegen mir leider auch nicht vor da seit meiner Ankunft noch nicht nachgefüllt wurde, der voreigentümer wird wahrscheinlich gar nichts mehr unternehmen so wie es einschätzen kann

@Crowner

Du musst ihn auffordern, dir die Unterlagen zu geben, die du benötigst, um die Abrechnung zu machen. Er ist in der Pflicht dazu!

Der Mieter hat ein Recht dazu, die NK Abrechnung zu bekommen. Du wirst nicht zu dem Mieter sagen können, du kannst nichts dafür, weil du vom vorigen Eigentümer nichts bekommen hast. Das funktioniert nicht und am Ende hast du das Nachsehen.

Wenn es dir nicht möglich ist, eine Abrehcnung zu liefern, dann hat der Mieter das Recht, die Vorauszahlung der Nebenkosten zurück zu halten, bis die Abrechnung kommt. Daher hast du keine andere Wahl als dich drum zu kümmern.

Eventuell kannst du dir von den Firmen bzw. Versorgern Kopien der Rechnungen anfordern. Nur als Beispiel, dass du siehst, dass du durchaus was tun kannst.

Der Restbestand des Öls ist wahrscheinlich das kleinere Problem. Da kann man auch schätzen, was du meinst, wieviel es gewesen sein könnte. Wenn der Verbrauch plausibel ist wird auch der Mieter keinen Grund zum Meckern haben.

.... das kenne ich auch, für einen Hausverwalter sind die rd. 20 EUR/Wohnung nicht drin.

Frage? Was hat der Heizölstand mit einer BK-Abrechnung zu tun, es muss doch eine Wärmeabrechnung her, oder? Es sind doch zwei völlig verschiedene gesetzgeberische Vorgaben.

Und zeitanteilig geht schon gar nicht. Eine Wärmeabrechnung muss zwingend einen Zeitraum von 12 Monaten beinhalten, so lese ich die Urteile hier bei uns und die vom BGH.

Um wieviele Wohnungen gehts ? Naja aufjedenfall musst du es nach qm machen. Zum Beispiel 3 Wohnungen. Du hast eine Gesamtrechnung von 1000 Euro. Die eine Wohnung hat 40 qm die anderen je 30 qm. Dann zahlt der eine mit 40 qm 400 euro und die anderen je 300 euro.

Bei wasser nach personen. Es gibt immer noch sehr viele wohnungen die einen zähler haben und bei denen macht man es so wie oben beschrieben.

wenn du es ein bischen genauer beschreibst kann ich dir genau sagen wie du es machen sollst. Wieviele wohnungen. Habt ihr ein heizöldepot oder jeder sein eigenen. Usw

es handelt sich hierbei um eine Wohnung und ein gemeinsamer Heizöl tank.

Wie man dies berechnet mit der qm Anzahl wäre für mich nicht das problem, mir fehlen leider die werte da ich die Menge bspw vom 01.06.16-31.12.16 nicht herausfinden konnte.

Wer hat denn das Heizöl gekauft wenn du keinen Zugang hattest?

Nebenkostenabrechnung Hauptgaszähler wurde geschätzt

Hallo,

ich (wir) Mieter haben ein Problem mit der Nebenkostenabrechnung 2013.

Erstmal ein paar Eckdaten: Wir wohnen in einem großen Mehrfamilienhaus. Unsere Heizung wird mit Gas betrieben und wärmt Wasser und Heizung auf. Jeder Heizkörper in den Wohnungen hat so einen Digitalen Zähler zur Bestimmung des Verbrauches.

Nun ist folgendes passiert, wir alle haben eine sehr hohe Nebenkostenabrechnung bekommen und nach Einsicht der Unterlagen die zu dieser Abrechnung führen, sind zwei Sachen die uns unklar erscheinen.

  1. Unsere Nebenkostenabrechnung ist von 01.01.2013 - 31.12.2013 -> Die Rechnung v. Gaslieferanten ist aber v. 01.11.2012 - 31.10.2013 --> Ist das rechtlich in Ordnung? Es wurde der Zeitraum mit uns nicht vereinbart, wir sind davon ausgegangen das alle Rechnungen die zur Nebenkostenabrechnung führen zwischen 01.01. und 31.12. liegen.

  2. Der Verbrauch auf der Rechnung des Gaslieferanten wurde geschätzt. Das heißt der Vermieter (Verwaltung) hat keinen Zählerstände von Hauptgaszähler an den Lieferanten gemeldet und dieser hat deshalb geschätzt. Nun basiert die gesamte Nebenkostenabrechnung auf einer Schätzung obwohl bei jedem Mieter zum Jahresende die Zähler an den Heizkörpern ordnungsgemäß abgelesen wurden. Nur eben nicht beim Hauptgaszähler (Wir Mieter hatten zum Ablese-Termin keinen Zugang zum Hauptgaszähler bzw. haben generell keinen Zugang zur Heizungsanlage nur Hausmeister und Verwaltung). Ist das rechtlich in Ordnung eine Nebenkostenabrechnung auf einer Schätzung zu erstellen?

Danke im Voraus für Eure Antworten.

MfG Tanner

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Heizkosten verdoppeln sich jährlich? Abrechnung zu Hoch? Falsche Messung?

Hallo Community,

ich wohne seit ein paar Jahren in einer Mietwohnung. 75 m², 10. Stock, Eckwohnung. Haus hat 15 Etagen. 6 Wohnungen je Etage. Ich kenn mich mit dem Thema Nebenkostenabrechnung überhaupt nicht aus. In der Heizkostenaufstellung steht was von insgesamt 430.000 (Jahr 2016) - 470.000 (Jahr 2014) Einheiten und "mengenangabe in kWh". Die Wohnung wurde nicht verändert. Es wurden keine Möbel umgestellt. Die Wohnung sieht genauso aus wie beim Einzug. Das Heizverhalten habe ich auch nicht geändert.

Meiner Wohnung wurde in den letzten Jahren folgende Werte zugeordnet:

  • 2013 ~4.000 Einheiten
  • 2014 ~8.500 Einheiten
  • 2015 ~14.200 Einheiten
  • 2016 ~19.000 Einheiten

Ich dachte mir 2015 "ok, das kann ja mal sein, dass man einen kalten Winter hatte." Aber der Sprung in 2016 hat mich verwundert und hab dann mal geguckt, wie es in den letzten Jahren abgerechnet wurde. Und wie man sehen kann, sind die werte jährlich um 4.000 - 6.000 Einheiten angestiegen. Der Durchschnitt pro bewohnter Wohnung liegt ungefähr zwischen 4.500 und 5.500 Einheiten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich jährlich eine komplette Wohnung mehr verbrauche als im Jahr davor.

Dementsprechend sind auch die Nachzahlungen sehr hoch.

Ich war beim Mieterverein und die sagten mir, dass sie nur überprüfen können ob die Berechnung korrekt ist und sie nicht prüfen können, ob falsch abgelesen wurde.

Ich hab inzwischen mal die Zähler geprüft und die Werte sind jetzt schon höher als die vom letzten Jahr und die Ablesung ist erst im Februar.

Kann es sein, dass der Vermieter statt der Differenz zum Vorjahr ausversehen jedes mal den Gesamtwert zur Berechnung nimmt?

Was kann ich jetzt tun?

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