Wie lange muss der Vermieter dem Mieter Zeit geben um die Wohnung zu räumen?

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Wenn es Mietrückstand wäre...?

  • Wenn zwei aufeinanderfolgende Mieten nicht bezahlt sind kann der Vermieter fristlos bzw. hilfsweise fristgerecht kündigen.

Wann der Vermieter kündigen kann

Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit sind nur zwei mögliche Gründe für finanzielle Not. Wer seine Miete deshalb nicht zahlen kann, muss mit einer Kündigung rechnen. Welche Regeln gelten. Die Mietzahlung ist die wichtigste Vertragspflicht des Mieters. Deshalb hat es der Gesetzgeber grundsätzlich ermöglicht, einen säumigen Mieter schnell vor die Tür zu setzen. Der Vermieter hat nach Paragraf 543 BGB (Absatz 2 Nr. 3) das „Recht zur außerordentlichen fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund“, und zwar wenn der Mieter...

... für zwei aufeinander folgende Termine die Miete nicht zahlt oder mit einem nicht unerheblichen Teil der Miete (mehr als eine Monatsmiete) in Verzug ist ... oder in einem Zeitraum, der sich über mehr als zwei Termine erstreckt, dem Vermieter eine Summe schuldet, die der Miete für zwei Monate entspricht.

Wenn die Miete, wie meist, monatlich zu zahlen ist, droht also bei zwei Monaten Mietrückstand der sofortige Rausschmiss. „Eine vorherige Abmahnung ist nicht erforderlich, wie der Gesetzgeber ausdrücklich festgelegt hat“, sagt die Düsseldorfer Rechtsanwältin Annette Mertens. Kündigungsgrund muss genannt sein Der Vermieter muss den wichtigen Grund, in diesem Fall den Mietrückstand, in seinem Kündigungsschreiben angeben. Tut er es nicht, ist die Kündigung unwirksam. Doch wie genau muss der Vermieter dabei vorgehen? Eine Zeitlang wurde vor Gerichten darum gestritten, ob die einzelnen Fehlbeträge aufgelistet werden müssen.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat das zu Gunsten der Vermieter geklärt: Bei „einfacher Sachlage“ reiche es, wenn im Kündigungsschreiben der Zahlungsverzug als Grund genannt und der Gesamtbetrag der rückständigen Miete beziffert wird. Die Angabe weiterer Einzelheiten wie Datum des Verzugseintritts oder Aufgliederung des Mietrückstandes für einzelne Monate ist entbehrlich, so der BGH (Az: VIII ZB 94/03). Der Mieter könne anhand seiner Kontoauszüge selber feststellen, wann er wie viel gezahlt hat. Nachzahlen ist möglich War die Kündigung in diesem Punkt wirksam, so bleibt dem Mieter noch ein Chance: Er kann nachzahlen und so die fristlose Kündigung aus der Welt schaffen. Sie wird dann unwirksam, wenn „spätestens bis zum Ablauf von zwei Monaten nach Eintritt der Rechtshängigkeit des Räumungsanspruchs“ bezahlt wird oder sich das z. B. Sozialamt verpflichtet, die Mieten zu übernehmen (Paragraf 569 BGB, Absatz 3). Die Frist läuft, wenn die Räumungsklage zugestellt wird. Auch fristgemäße Kündigung möglich Ein finanziell knapper Mieter sollte daher schnellstens Kontakt mit dem Sozialamt aufnehmen und beantragen, dass innerhalb der Frist eine Verpflichtungserklärung abgeben wird. „So kann sich die Wohnung retten lassen“, sagt Rechtsanwältin Mertens. Wer das Geld hat, sollte selber schnellstens den Rückstand ausgleichen, wenn er nicht auf der Straße stehen will. Die Nachzahl-Option hat aber auch Grenzen: Der Mieter kann sie nur alle zwei Jahre nutzen. Wer ständig die Miete schuldig bleibt und im letzten Moment nachzahlt, soll nicht geschützt werden. Will der Vermieter in jedem Fall einen unzuverlässigen Mieter loswerden, so kann er mit der fristlosen zugleich eine fristgerechte Kündigung nach Paragraf 573 BGB aussprechen, und zwar wegen erheblicher Verletzung vertraglicher Pflichten. Dafür ist dann je nach Vertragsdauer eine Frist von drei bis neun Monaten beachten. Die rechtzeitige Nachzahlung der rückständigen Miete macht zwar die fristlose Kündigung unwirksam – nicht aber die fristgerechte, wie der Bundesgerichtshof in einem anderen Verfahren entschieden hat (Az: VIII ZR 6/04).

http://www.focus.de/immobilien/mieten/mietrueckstand-wann-der-vermieter-kuendigen-kann_aid_475378.html

wie lange muss der Vermieter nach einer Kündigung dem Mieter Zeit geben die Wohnung zu verlassen und zu räumen??

Viele Vermieter,die kündigen,schreiben z.B.:

-" Sie haben die Wohnung die Wohnung innerhalb von einer Woche..."

  • "Sie haben die Wohnung bis zum Monatsende zu räumen."

Oft hält sich der Mieter nicht daran!

Der Vermieter muss dann eine Räumungsklage erheben.Bis diese durch ist,vergehen oft mehrere Wochen oder Monate,aber es kommen auch die dadurch enstehenden Kosten auf der fehlenden Miete auf den Mieter zuhinzu.

Erst durch den Gerichtsbeschluss,bzw. den Gerichtsvollzieher kann der Vermieter bewirken,dass der säumige Mieter die Wohnung verlässt.

Tolaranzzeit gibt es nicht. Du kündigst zum Ende des Monats. Also mußt Du auch zum Ende des Monats raus sein. Nicht erst einen Tag später oder so.

wie lange muss der Vermieter nach einer Kündigung dem Mieter Zeit geben die Wohnung zu verlassen und zu räumen??

Im Normalfall, nach einer fristgerechten Kündigung, mindestens 3 Monate.

Es kommt darauf an, wer hat wem warum wann gekündigt. Schreib dazu was Sache ist, dann folgt kurze und zutreffende Antwort.

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