wie lange kann ich Erbansprüche geltend machen?

4 Antworten

hat dein Vater ein Testament gemacht und dies hinterlegt? das wäre ersteinmal zu prüfen/erfagen. ansonsten gilfd die gesetzliche Erbfolge und das wäre (vorausgesetzt du hast sonst keine Geschwister mehr), 1/3 bekommt die Frau, und je 1/3 du und dein Geschwister.

Zunächst wäre zu klären, ob der Verstorbene in einem Testament eine besondere Erbeinsetzung verfügte oder nicht.

Ohne Testament verstorben, fiele der Ehefrau im Zustand der Zugewinngemeinschaft die Hälfte, bei Gütertrennung 1/3 des Erbes zu, die beiden Kinder bekämen 1/4 bzw. 1/3 des Reinnachlasses.

Witwe wie Kinder bilden eine Erbengemeinschaft, haben sich über die wertmäßige Verteilung der Nachlassgegenstände und des Geldvermögens also zu verständigen und können nur gemeinsam darüber verfügen. Dafür wäre eine gemeinsame Prüfung des Nachlasses, also seiner Verbindlichkeiten (Beerdigung, Schulden, Verträge usw.) und der verbliebenen Vermögenswerte notwendig.

Falls der Witwe und/oder das gemeinsame Kind als Erben bestimmt wurden, könntest du die Hälfte deiner Erbquote, also 1/8 bzw. 1/6 in Geld als Pflichtteil fordern und dafür ein Verzeichnis des Nachlasses verlangen. Auch Kontobewegungen der letzten 10 Jahre, um Schenkungen nachvollziehen zu können, die dem Nachlass degressiv (nach Übergang jährlich 10% abschmelzend) fiktiv hinzugerechnet würden und den Pflichtteil erhöhen.

G imager761

Üblicherweise verjähren die in 3 Jahren, wurde 2010 geändert.

Ich würde aber nicht so lange warten, denn es besteht die Gefahr, dass das Geld weg ist, und Du zwar einen Titel, aber nichts pfändbares hast.

Üblicherweise verjähren die in 3 Jahren, wurde 2010 geändert.

Das gilt nur für Pflichtteilsansprüche. Ein Erbe wäre dem Fraganten bereits als gesetzlichem Erben (Kind) zugefallen und unterläge damit keiner Verjährung.

G imager761

@imager761

Ein Erbe wäre dem Fraganten bereits als gesetzlichem Erben (Kind) zugefallen

Ersetze "wäre" durch "ist". Auch wenn der Fragesteller herzlich wenig über die Hintergründe seiner Frage schreibt - wäre er enterbt worden, hätte er das erwähnt!

Meine Glaskugel vermutet, dass es um den Anspruch auf Herausgabe des Erbes geht, das sich im Besitz von Frau und Kind befindet. Dafür gelten weiterhin die 30 Jahre. Aber bevor man eine Herausgabe fordern kann, muss man wissen, was alles zur Erbmasse gehört - und der Auskunftsanspruch wiederum verjährt in 3 Jahren.

Meines Wissens musst du dich innerhalb von 2 Monaten äußern, ob du die Erbschaft annehmen willst oder nicht.

Unsinn. Eine Erbanspruch wäre ihm bereits zugefallen und auszahlbar, einen Pflichtteilsanspruch kann er drei Jahre lang gegen die Erben stellen.

G imager761

@imager761

Ich habe geschrieben: meines Wissens, das besagt, dass das keine genaue Auskunft ist. Das gleich als Unsinn zu titulieren zeugt von großer Höflichkeit. Vielen Dank.

@GarfieldSL

"Meines Wissens" besagt nun das genaue Gegenteil von "keine genaue Auskunft" :-O

Es gebietet nicht nur die Höflichkeit gegenüber einem Ratsuchenden, sondern ist die policy (Forenregel) bei gutefrage.net, sich Meinungsäußerungen zu verkneifen:

"Wenn Du eine Antwort nicht weißt oder keinen Rat geben kannst, übe Dich bitte in Zurückhaltung. Bei gutefrage.net geht es um qualifizierte, hilfreiche Antworten und nicht darum, überall seine Meinung zu präsentieren."

http://www.gutefrage.net/policy:

G imager761

Was möchtest Du wissen?