Wie lange existiert ein Eintrag in der Personalakte

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Es gibt keine festen Termine ab wann der Arbeitgeber Abmahnungen aus der Personalakte entfernen muss.

Dies hängt in erster Linie davon ab wie gravierend das Vergehen / die Vertragsverfehlung des Arbeitnehmers war.

Das Entfernen von Abmahnungen geht am einfachsten, wenn in der Abmahnung der Termin der Enfernung aus der Personalakte genannt ist.

Bei kleineren Vertragsverstößen kann, sofern nichts einschlägiges hinzugekommen ist, eine Entfernung der Abmahnung nach 2 Jahren angemessen sein. Bei gravierenden Vertragsverstößen kann eine spätere Entfernung in Betracht kommen.

Automatisch geht die Entfernung von Abmahnungen nicht, deshalb ist zu empfehlen dass der Arbeitnehmer 1 oder 2 Mal pro Jahr Einsicht in seine Personalakte nimmt. Sind dort ältere Abmahnung, kann er deren Entfernung beim Arbeitgeber beantragen. Erzwingen kann der Arbeitnehmer die Entfernung einer Abmahnung nicht. Auch der Betriebsrat kann die Entfernung einer Abmahnung nicht erzwingen. Will der Arbeitnehmer die Entfernung einer Abmahnung erzwingen, muss der Arbeitnehmer sich an das zuständige Arbeitsgericht wenden und die Entfernung der Abmahnung beantragen.

Hier noch ein guter Link.

http://www.arbeitsratgeber.com/personalakte_0218.html

Peter Kleinsorge

Danke Peter.

Ich denke das Beste wird sein, ich sag dem Kollegen, er soll mal mit einem BR seines Vertrauens Einsicht in seine Akte verlangen, dann kann entsprechend gehandelt werden.Merci für den Link ;o)

LG Marion

@Marion2

So hätte ich's auch gemacht.

Der Begriff Eintrag ist mir arbeitsrechtlich noch nicht begegnet. Sollte es sich vielleicht um eine Abmahnung handeln? Eine Abmahnung muss grundsätzlich nie entfernt werden, es sei denn, sie wurde beim Arbeitsgericht erfolgreich angefochten. Arbeitsgerichte gehen aber davon aus, dass eine Abmahnung nach ungefähr 2 Jahren ihr Wirkung verliert, wenn in dieser Zeit keine weiteren Vorfälle waren. Ich würde mir als betroffener erstmal ansehen, ob es sich da auch um rechtlich korrekte Abmahnungen handelt.

Ob es sich um Anmahnungen handelt, weiß ich nicht.Was aber sicher ist, dass diverse Personalgespräche angestanden sind.Und wenn ich den Kollege richtig verstehe, steht das jetzt in der PA.Ich werd ihm auf jeden Fall so raten wie bei Kleinsorge geschrieben.Vielen Dank.

Ähnlich wie in einer Krankenakte stehen auch in einer Personalakte alle Dinge über dich seit dem Firmeneintritt. Von einer Löschung hätte ich noch nie gehört, ebensowenig von einem Gesetz dafür.

Mir war das auch neu, aber er meinte, da würde es angeblich was geben...Danke für die Antwort.

@Marion2

Doch, davon weiß ich auch, daß nach einer gewissen Zeit Negativeinträge entfernt werden dürfen/müssen/sollen.Frag mich aber nicht, welcher § das aussagt!!

@amdros

Danke amdros ;o)

@Marion2

Nochmal: es gibt keine gesetzliche Regelung, dass eine Abmahnung irgendwann entfernt werden muss. Solche Regelungen kann es in Tarifverträgen oder Betriebsvereinbarungen gaben. Aber dann gilt das nur für den betroffenen Bereich und nicht für alle anderen auch. Jeder der behauptet, dass Einträge irgendwann entfernt werden müssen, sollte bitte belegen, woher diese Angabe stammt, damit man auch nachvollziehen kann, für welchen Bereich sie gilt.

Ein Papier mit nachweisbar falschen oder ehrverletzenden Fakten ist aus der Personalakte zu entfernen. Arbeitnehmer haben einen Anspruch darauf, dass eine Abmahnung aus ihrer Personalakte entfernt wird, wenn sie sich in einer bestimmten Zeitspanne untadelig verhalten haben. Laut dt. Rechtsauffassung sind auch gültige Abmahnungen nach zweieinhalb Jahren aus der Personalakte zu entfernen. Es kommt aber auf die Situation im Einzelfall an, eine Regelfrist gibt es nicht. Als Bandbreite für eine derartige „Wohlverhaltensphase“ werden zwischen 12 und 42 Monate genannt.

Länger können unter Umständen vom Arbeitgeber schriftlich erteilte Rügen und Ermahnungen in der Personalakte enthalten sein.

Wie die Fakten tatsächlich dargelegt sind, weiß ich nicht.Hatte keinen Einblick in seine Akte.Vielen Dank für die Antwort.

@Marion2

.... aber er hat doch jederzeit das Recht, seine Personalakte einzusehen.

@silvia140359

Natürlich hat er das, jedoch wohl noch nie Gebrauch davon gemacht...und ich als BR hab das Recht ja nur mit Vollmacht der betroffenen Person...

@Marion2

Du bist Betriebsrat und holst Dir bei gutefrage.net beratung bzgl Deiner BR-funktion? .

LOOOOL .

ich hoffe, ich werd nie auf jemanden wie Dich angewiesen sein. Und ich bin gespannt auf das gesicht deines kumpels wenn dad rauskommt.

Schämst Du Dich eigentlich nicht?

@Witzischkyt

Bist Du noch klar im Kopp???Was soll das denn?Ersten schäm ich mich nicht dafür, denn ich hab hier schon einige hilfreiche Antworten erhalten und zweitens werden wir uns ja zum Glück nie über den Weg laufen.Also brauchst Dich nicht drum sorgen...

@Marion2

Marion, lass dich nicht einschüchtern; es ist keine Schande, sich Rat zu holen. Es gibt hier auch sehr gute Antworten, aber auch manche zweifelhafte. Vielleicht wäre da ein spezialisierteres Forum nicht schlecht: http://www.betriebsrat.com

@PeterSchu

@PeterSchu, Danke für Deine aufmunterden Worte.Ich lass mich von so nem Hohlkopf eh nicht einschüchtern.Da muss schon mehr kommen.Danke auch für den Link.

Disziplinarrechtliche Eintragungen in Personalakte des Beamten

Hier gibt es Regelungen.

§ 79 HmbDG: Verwertungsverbot, Entfernung aus der Personalakte

(1) Eintragungen in der Personalakte über einen Verweis dürfen nach zwei Jahren, über eine Geldbuße oder eine Kürzung der Dienstbezüge nach drei Jahren, über eine Zurückstufung nach sieben Jahren oder nach vorheriger Wiederverleihung eines Amtes mit mindestens dem früheren Endgrundgehalt bei weiteren Disziplinarmaßnahmen und bei sonstigen Personalmaßnahmen nicht mehr berücksichtigt werden (Verwertungsverbot). Die über diese Disziplinarmaßnahmen entstandenen Vorgänge einschließlich der Unterlagen über ein wegen derselben Tatsachen eingeleitetes Strafverfahren oder Bußgeldverfahren sind nach Eintritt des Verwertungsverbots von Amts wegen aus den Personalakten zu entfernen und zu vernichten.

Bezüglich der Einsicht in die Personalakte gelten ebenfalls Regeln:

Nehmen Sie regelmäßig Einsicht in Ihre Personalakte. Dazu haben Sie auch ohne Nennung von Gründen ein Recht. Der Arbeitgeber ist berechtigt, zur Ansicht feste Sprechstundenzeiten vorzugeben

Hier die vollständige Checkliste: http://www.arbeitsratgeber.com/personalakte_0218.html

Danke Dir eurofuchs2, aber kann ich das auch auf "Normalsterbliche" übertragen?Denn Beamte sind wir ja leider (oh nein, lieber zum Glück) nicht.

Der Link hilft mir auf jeden Fall weiter.Supi ;o)

@Marion2

Nein, das kann man so nicht übertragen. Das Beamtenrecht hat mit dem Normalen Arbeitsrecht diebezüglich nichts zu tun.

@eurofuchs2

Dacht ich mir...Danke schön.

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