Wie lang geht meine Kündigungsfrist?

 - (Recht, Ausbildung und Studium, Kündigung)

4 Antworten

Wenn der Zugang der Kündigung tatsächlich erst am 06.03. war, dann ist bei einem Arbeitsbeginn am 05.02. der 4-Wochen-Zeitraum, in dem laut dem Tarifvertrag DGB/iGZ mit einer Frist von 2 Tagen gekündigt werden kann, überschritten.

Gekündigt werden kann dann nur noch mit der Frist von 4 Wochen.

Allerdings wird diese rechtlich nicht korrekte Kündigung trotzdem wirksam, wenn Du nicht innerhalb von 3 Wochen nach dem - beweisbar verspäteten - Zugang der Kündigung beim Arbeitsgericht gegen sie klagst (für eine solche Klage würdest Du erst einmal nicht zwingend einen Anwalt einschalten müssen).

Du solltest den Arbeitgeber mit diesem Umstand konfrontieren und mit einer Klage drohen, wenn er diese kurzfristige Kündigung nicht schriftlich zurück nimmt (bevor die Klagefrist verstrichen ist!!) und eine neue Kündigung mit der korrekten 4-wöchigen Frist ausspricht.

Wenn Du immer noch krank bist, hast Du seit dem 05.03. Anspruch auf Lohnfortzahlung durch diesen Arbeitgeber (wovor er sich wohl "drücken" wollte).

Wie kommst du auf 4 Wochen? Im TV steht doch 1 Woche.

@AalFred2

Sorry, war ein Versehen!!!!! 😢😣

Korrektur:

Gekündigt werden kann dann nur noch mit der Frist von 4 Wochen.

Selbstverständlich muss es heißen "mit einer Frist von 1 Woche"!!

Allerdings wird diese rechtlich nicht korrekte Kündigung trotzdem wirksam, wenn Du nicht innerhalb von 3 Wochen nach dem - beweisbar verspäteten - Zugang der Kündigung beim Arbeitsgericht gegen sie klagst (für eine solche Klage würdest Du erst einmal nicht zwingend einen Anwalt einschalten müssen).

Ein gaaaanz wichtiger Hinweis! Allerdings waere der Zugangstag der Kuendigung nicht vom Arbeitnehmer zu beweisen sondern vom Arbeitgeber.

Das mit der Kuendigungsfrist (nicht 4 Wochen sondern hier nur eine) wurde ja bereits korrigiert.

@DerCaveman
Allerdings waere der Zugangstag der Kuendigung nicht vom Arbeitnehmer zu beweisen sondern vom Arbeitgeber.

Nein! In dem beschriebenen Szenarium (Klage des Fragestellers) nicht!

Wer klagt, hat den Klagegrund darzulegen und zu beweisen.

Wenn der Fragesteller also klagt auf Feststellung, dass wegen verspäteter Zustellung die Kündigungsfrist nicht eingehalten wird und die Kündigung damit abzuweisen sei, muss der Fragesteller beweisen, dass die Kündigung zu spät zugegangen ist.

Behauptet der Arbeitgeber die zeitgerechte Zustellung, muss er den Gegenbeweis antreten!

Wenn du die Kündigung am 03.03. bekommen hast bist du am 05.03. raus.

zum 6. oder 7.

@Pucky99

Der Fragesteller schreibt je er wurde zum 05.03. gekündigt, also muss die Kündigung am 03.03. eingegangen sein.

@augsburgchris

am 1. oder 2. müsste sie dann eingegangen sein

Wann ist die Kündigung zugegangen?

Sie ist per Post erst am 06.03 eingegangen.

Verschickt wurde sie laut meiner Chefin aber am 01.03

@DavidFCB77

Dann endet dein Arbeitsverhältnis am 13.03.2018

@Pucky99

Bist du dir Sicher?

@DavidFCB77

Ja, gut wäre noch, wenn du beweisen kannst wann die Kündigung zugestellt wurde.

@Pucky99

Gut dann Danke ich dir!

Leider wird das schwer. Wüsste nicht wie ich das beweisen soll?

@Pucky99

Muss er nicht. Es reicht erst einmal die Behauptung. Will sich der Arbeitgeber auf einen frueheren Zugang berufen, muss der Arbeitgeber diesen auch nachweisen.

@DavidFCB77

Letztendlich kann das AV nicht vor dem 06.03. enden. Wenn der Brief am 01.03. verschickt wurde, ist er nicht vor dem 02.03. bei dir. Gehen wir mal von von den typischen 2 bis 3 Werktage Postweg aus. Der Brief sollte aus normalerweise am 3. bei dir entreffen. Dann noch die 2 Arbeitstage Kündigungsfrist (Montag+Dienstag) draufgerechnet.

Wenn der Brief nach dem 4. eingegangen ist, hast du ja die vollen 4 Wochen voll. Dementsprechend beträgt die Kündigungsfrist 1 Woche.

Wann hast Du die Kündigung bekommen?

Sie ist per Post erst am 06.03 eingegangen.

Verschickt wurde sie laut meiner Chefin aber am 01.03

@DavidFCB77

Was steht auf dem Poststempel?

@Jersinia

Der wuerde sowieso nur den Aufgabetag bei der Post belegen, nicht aber auch den Zugangstag beim Empfaenger. Entscheidend ist aber allein der Zugangstag.

@DerCaveman

Wenn auf dem Poststempel z. B. steht "05.03.2018", dann kann sie nicht - wie die Chefin behauptet - am 01.03. verschickt worden sein. Das ist doch für die Fristen interessant.

@Jersinia

Das stimmt natuerlich. Dennoch ist hier nicht der Arbeitnehmer fuer den rechtzeitigen Zugang beweispflichtig soder der Arbeitgeber.

Ein vom Arbeitnehmer erbrachter Beweis der Unmoeglichkeit des rechtzeitigen Zugangs ist im Grude nicht erforderlich, kann dem Arbeitgeber aber durchaus den Wind aus dem Segel nehmen und die ganze Sache abkuerzen.

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