Wie läuft eine Kapitalerhöhung eigentlich richtig ab ?

3 Antworten

Bei einer Kapitalerhöhung platziert eine Aktiengesellschaft weitere Aktien zusätzlich am Markt.

Das Unternehmen sollte eine gute Begründung für die Herausgabe neuer Aktien haben (z. B. zukunftstragende Expansion in neue Marktgebiete).

Anderenfalls werten das die Investoren als eher schlechtes Signal, dass das Unternehmen mit dem vorhandnen Kapital nicht auskommt und frisches Geld benötigt.

Da dann eventuelle künftige Unternehmensgewinne auf eine höhere Anzahl an Anteilsscheine entfällt, werden Kapitalerhöhungen am Markt in der Regel negativ aufgenommen.

Günter

Du hast eine AG.

Du hast Aktien, die noch nicht auf dem Markt sind.

Du schmeißt sie auf den Markt.

Du sammelst Geld ein.

Eine Kapitalerhöhung wird von der Hauptversammlung beschlossen. Wird das Grundkapital um mehr als 5% erhöht, steht den Altaktionären ein gesetzliches Bezugrecht zu, damit jeder Aktionär seine relative Beteiligungshöhe halten kann. Dann werden die neuen Aktien, den Altaktionären zum Bezug angeboten. Sollte der Altaktionär kein Interesse an den neuen Aktien haben, kann er seine Bezugsrechte auch verkaufen.

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