Wie läuft eine Inobhutnahme des Jugendamts ab bei einem Baby?

2 Antworten

mir ist kein einziger fall bekannt, wo das jugendamt willkürlich ein kind aus der familie holte. es ist wirklich die allerallerallerletzte maßnahme, wenn sonst überhaupt nichts gefruchtet hat. und das kind bei den eltern gefährdet ist. oft ist es sogar so, daß man sich fragen muß, wieso das kind solange bei den eltern blieb.

ich bin pflegemutter von 3 jungs. einer ist geistig behindert vermutlich durch entsetzliche gleichgültigkeit der leiblichen eltern. er hatte mit 3 1/2 als er zu mir kam keinerlei sprache - außer drei wörtern, konnte weder richtig laufen (er lag immer im bett) durch fehlende muskeln, nicht kauen (bekam nur brei), war ein volles wickelkind und völlig apathisch. dieses kind hätte sofort nach der geburt von diesen "eltern" getrennt gehört, aber spätestens als diese extremste vernachlässigung bekannt wurde. hier hatte das jugendamt viel zu lange zugeschaut und nur versucht, mithilfe einer familienhelferin die eltern zu schulen.

die anderen beiden - zwei brüder - mußten jahrelang unter den alkoholexzessen mit allen dazugehörigen dramatischen folgen leiden. die folgen dieser schlimmen jahre versuche ich seit 4 jahren aufzufangen mit therapien und psychologen. auch hier hat das jugendamt viel zu lange zugeschaut. es war ebenfalls eine familienhelferin zugange, völlig sinn- und zwecklos.

wenn also das jugendamt ein baby aus einer familie holt, hat das schwerwiegende gründe und natürlich wird versucht, das so schonend als möglich für das baby zu tun. das setzt allerdings voraus, daß die eltern auch rücksicht nehmen auf das kind und dies in völliger ruhe geschehen kann. dazu braucht es einen gerichtsbeschluß, außer es besteht unmittelbare gefahr für das kind. dann geschieht dies auch sofort.

wenn von den eltern keine gefahr für das kind ausgeht, dürfen sie - unter aufsicht anfangs - auch das kind besuchen. kinder müssen ihre wurzeln kennen, außer es besteht keine absicht auf rückführung, weil gefahr für das kind besteht.

was "Eulenpapi" schreibt, erinnert vll an DDR oder drittes reich, aber bestimmt nicht jetztzeit. denk nur an die vielen berichte, wo kinder schwer mißhandelt, mißbraucht oder sogar getötet wurden, weil das jugendamt gezögert hat, einzugreifen.

Leider nein. Es sind TATSACHEN. Im Bekanntenkreis selbst erlebt! Ich bin von meiner 1.Frau auch geschieden und meine beiden Töchter sind mittlerweile erwachsen. Ich wüßte nicht, was geschehen wäre, wenn diese "Institution" versucht hätte, mir die Kinder wegzunehmen und zu entfremden.

Niemals könnte ich mich zum Helfershelfer einer solch niederträchtigen, bösartigen und hinterhältigen "Behörde" machen, das würde MEIN Gewissen jedenfalls nicht zulassen. Egal wie schlimm der Fall wäre, ich könnte NIE für dieses Amt oder seine Spitzelorganisation ASD tätig sein, ich denunziere auch niemanden beim Kinderwegnahmeamt.

@Eulenpapi

es tut mir leid, wenn du schlechte erfahrungen gemacht hast. andererseits interssiert sich das jugendamt nicht bei einer scheidung.

bei mir ist es so, daß die beiden brüder im heim waren und vorher unglaubliches durchgemacht haben wie schlägerein der eltern untereinander, mit anderen saufkumpanen, mit polizeieinsätzen, mit waffen aller art und viel blut. sie wurden morgens auf die straße geschickt, keine schule mehr, kein kindergarten. das war dann eine sogenannte notinobhubnahme, nachdem schule, kindergarten und mehrer nachbarn das jugendamt informierten. die buben spielten mehrere tage lang am ungesicherten steilufer der donau. sie waren damals 5 und 8 jahre alt.

der geistig behinderte junge lebt seit 13 jahren bei mir. seine eltern interessieren sich seit mehr als 10 jahren nicht die bohne für ihn. ich habe jahrelang versucht, den kontakt aufrecht zu erhalten, aber irgendwann resigniert. wenn ihn das jugendamt damals nicht rausgeholt hätte, wäre er vermutlich schon verhungert. als er mit 3 1/2 jahren zu mir kam, wog er gerade mal 11 kg.er war nur haut und knochen und ich hatte angst, in anzufassen, so zerbrechlich war er.

du siehst, die medaille hat immer zwei seiten. ohne jugendamt wären bestimmt viel mehr kinder schon tot oder körperlich und seelisch so zerstört, daß auch eine liebevolle pflegefamilie dies nicht mehr auffangen kann.

Bei den leiblichen Eltern unseres Pflegesohnes war die Inobhutnahme nach der Gerichtsverhandlung, bei der es um den Entzug des Sorgerechts ging. Nach der Gerichtsverhandlung wurden die Kinder zu verschiedenen Bereitschaftspflegefamilien gebracht. Die leiblichen Eltern wurden zuvor darüber unterrichtet. Zu dem Zeitpunkt war die Mutter mit einem weiteren Kind schwanger. Sie wusste, dass auch dieses Kind nach der Entbindung in eine Bereitschaftspflege geht. Sie durfte es nicht aus dem Krankenhaus mit nach Hause nehmen, sondern die Bereitschaftspflegeeltern.

Das Jugendamt stürmt nicht in GSG9-Manier in die Wohnung, um Kinder rauszuholen. Inobhutnahme ist die letzte Option, wenn andere Hilfsangebote nicht wirken oder eben komplett verweigert werden, weil die eigene Hilflosigkeit nicht erkannt wird. Oftmals leiden Kinder viele Jahre, weil immer noch etwas neues ausprobiert wird.

Nee, in GSG-9-Manier machen die das nicht, die haben dafür ihre Spitzelorganisation ASD, die haben noch viel perfidere Techniken: Da werden sogar Nachbarskinder, Bekannte, Freunde, eigene Geschwister, Hebammen, Kindergärtnerinnen oder Grundschullehrer als Informanten und Spitzel angeworben, man ist PERMANENT in deren Blickfeld, ohne es zu merken. Genau DAS macht den ASD so gefährlich, die sind unsichtbar wie ein Geheimdienst! Wenn sie genug Material gegen einem gesammelt haben (und dieses Material muß noch nicht mal der Wahrheit entsprechen), schlagen sie mit Legitimation des Kinderwegnahmeamtes gnadenlos zu!

Hilfe das Jugendamt macht mir das Leben schwer?

Also ich bin 18 und bekomme in 1 Monat mein erstes Kind. Ich bin alleinerziehend (Vater sagt das Kind sei eine hur*ntochter und will uns nicht) und habe wenig Unterstützung.

Meine Eltern sind pflegebedürftig, und ich kann mich nicht um mein Baby und meine Eltern kümmern. Zu dem hab ich ein schlechtes Verhältnis zu Ihnen, und wäre am liebsten direkt am 18 Geburtstag ausgezogen. Die Wohnung ist auch viel zu klein für eine weitere Person.

Momentan habe ich auch extreme Geld Probleme, da das Amt ein wenig damit rum trödelt mir was zu bezahlen. Mir kommt es ehrlich so vor, das alle Ämte und erwachsene Autoritäts Personen meinen Sie können mit mir machen was sie wollen, weil ich ja eh alleine da stehe und nichts und niemanden habe.

In meiner Pubertät war ich sehr problematisch und hab die ein oder andere Anzeige bekommen, habe in Einrichtungen gelebt (vom Jugendamt gezwungen) usw. wofür ich mich mittlerweile ein bisschen schäme, aber ich hatte es nie leicht zuhause.

Das Problem jetzt ist, ich habe die perfekte Einrichtung gefunden für mich und das Kind und das Jugendamt stellt sich dagegen. Es ist ein betreutes wohnen also eine Wohnung die halt ab und zu betreut wird. Ich habe mich mega gut mit diesen Betreuern verstanden und sie würden mich sehr gerne aufnehmen und hätten sogar ein Platz. Leider läuft das über das Jugendamt. Das Jugendamt hat sich meine Gründe nicht mal angehört warum ich da hin möchte, und meinte direkt ich könnte ja den Antrag stellen, aber sie werden es mir NICHT genehmigen. Sie stellen mich wegen meiner Vergangenheit einfach als Orientierungslose Jugendliche da, und sind der Meinung ich könnte kein Kind groß ziehen. Sie wollen mich und das Baby in ein vollbetreutes heim stecken, obwohl ich von sowas traumatisiert bin und ausdrücklich gesagt habe ich möchte das nicht! Ich möchte einfach ein Ort wo ich und das Kind auch ab und zu mal unsere Ruhe haben, und ich möchte beweisen dass ich Verantwortung übernehmen kann... aber das scheint keinen zu interessieren.

Wie kann ich sie vielleicht doch überzeugen? Ich möchte wirklich auf keinen Fall in eine vollbetreute Einrichtung mit anderen jungen Müttern und Kindern. Nur habe ich keine andere Möglichkeit... Ich würde mich dort nur selbst Unglücklich machen. Als ich versucht habe zu diskutieren, das ich das NICHT möchte wurde mir gedroht das Kind weg zu nehmen nach der Geburt. Natürlich habe ich dann Panik bekommen und habe mit den Jugendamt Leuten auch nicht mehr so freundlich geredet. Ich möchte mein Kind auf keinen Fall verlieren es ist alles was ich habe

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