Wie läuft die Strafvollstreckung von Straftätern ab?

5 Antworten

Es kann sein, dass man direkt vom Gericht ins Gefängnis geht ode sogar schon vorher in U-Haft genommen wird.

Andernfalls gibt es schriftlich einen Haftantrittstermin, zu dem man dann an der angegebenen Adresse erscheinen muss.

Ein erstes Urteil ist in den meisten Fällen nicht rechtsgültig, da gibt es ja noch die Möglichkeit, dass einer die Staatsanwaltschaft oder der Anwalt Berufung einlegen.

Aber selbst wenn beide Seiten das Urteil akzeptieren, gehste nur in den Knast, wenn Fluchtgefahr besteht. Normalerweise bekommt man dann in den nächsten Wochen Post wo und wann man sein neues Zuhause hat.

Bei Geldstrafen kommt es zu einer Zahlungsaufforderung ebenso per Post.

Das Gericht setzt eine Geldstrafe folgendermaßen fest, z. B.:

60 Tagessätze zu je 20€, die Höher der Tagessätze richtet sich nach dem Einkommen und wird vom Richter festgelegt.

Das bedeutet zunächst daß man 1200 Euronen bezahlen muß, oder 60 Tage in Haft.

Man bekommt dann Rechtskraft von der Staatsanwaltschaft bescheid bis wann und zu welchem Kassenzeichen bezahlt werden muß.

Kann man die Summe nicht ganz bezahlen, kann man bei der Staatsanwaltschaft eine Ratenzahlung beantragen. Die Raten werden von der Staatsanwaltschaft festgesetzt und recht hoch sein, handelt es sich doch um eine Ersatzfreiheitsstrafe.

Kann man auch eine Ratenzahlung nicht leisten kann man bei der Staatsanwaltschaft die Umwandlung in gemeinnützige Arbeit beantragen. Es werden dann in der Regel 6 Stunden je Tagessatz verlangt.

Wichtig ist daß man sich selbst darum kümmert und nicht einfach untätig bleibt, dann landet man eines tages in der nächsten JVA.

Abschließend noch der Hinweis, daß die Strafe zu jeder Zeit bezahlt werden kann, auch direkt bei der Festnahme oder auch während der Haft, dann abzüglich der bereits abgesessenen Tage.

Was genau? Wirst du zu einer Haftstrafe verurteilt bekommst du normalerweise irgendwann eine Ladung zum Haftantritt, bei einer Geldstrafe eine Zahlungsaufforderung. Bei beiden ist es ratsam, dem Folge zu leisten.

Natürlich gibt es auch Fälle, wo man sofort (oder schon vor der Verurteilung, vgl. Untersuchungshaft) einfährt.

Ein Urteil läuft über eine bestimmte Anzahl von Tagessätzen. Diese können in Form einer Geldstrafe oder auch entsprechenden tagen Haft ausgesprochen werden.

Kann man eine Geldstrafe nicht zahlen, ist eben so gut Haft möglich.

Wenn Fluchtgefahr droht, kann man direkt vom Gericht in den Gewahrsam verbracht werden.

Ein Urteil läuft über eine bestimmte Anzahl von Tagessätzen. 

Quatsch. Hans, du lernst es wohl nie.

Es gibt eine ganze Menge Verbrechen, die eine Geldstrafe gar nicht zulassen, die nur mit Haft geahndet werden können.

@Bitterkraut

z.B. ab einem Millionchen Steuerbetrug :).

@poldiac

Hauptsächlich sind das Gewalttaten. Aber natürlich auch Eigentums- und Steuerdelikte.

@Bitterkraut

Wie kommst denn jetzt darauf? Habe doch gar keine Frage gestellt. War ja nur ein Beispiel, wo man AUF JEDEN FALL im Knast landet :).

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