Wie läuft das mit dem Geld und Aktien ab und wie bekommt man das Geld?

3 Antworten

Wenn Du das Geld haben willst, musst Du die Aktie verkaufen. Das Geld bist Du erstmal los, wenn Du die Aktite gekauft hast und kannst Dir das nur wiederholen, wenn Du die Aktie wieder verkaufst. Wenn Du das Geld kurzfristig haben möchtest, musst Du zum aktuellen Kurs verkaufen. Der kann aber deutlich unter dem gezahlten Betrag liegen. Das ist eben das Risiko bei Aktien. Und mit 80,- Euro brauchst Du eigentlich gar nicht erst anfangen, da Du fürs kaufen und verkaufren noch Gebühren zahlen musst.

Eben. Lohnt sich vielleicht erst ab 10.000 Euro, wenn überhaupt.

@zodiamc

Echt? Sind die Gebühren wirklich so teuer? Ist die Gebühr einmalig?

@zodiamc

Meinst du damit, dass es sich erst Lohnt zu verkaufen, wenn man 10000€ erreicht hat oder muss man mindesten Aktien für 10000€ kaufen?

@zodiamc

Wer erzählt denn eigentlich immer wieder, dass sich Aktien oder Fonds erst ab 10.000 EUR lohnen ? Wenn ich immer erst ab 10.000 anfangen würde, gäbs kaum Umsätze. Natürlich muss es sich lohnen. 200 EUR zu investieren bringt nix, weil die Rendite schon für die Depotgebühr draufgeht bzw. in solchen Zeiten nicht mal dafür reicht.

Manche Sachen haben jedoch bestimmte Laufzeiten, das heißt, dass du nicht direkt zugriff auf dein Geld hast, weil du mit der Aktie im Prinzip einen "Sachwert" (Anteil an einer Firma) gekauft hast. Falls der Wert der Aktie steigt, steigt auch der Preis zu dem du die Aktie wieder verkaufen kannst. Dein Geld wird dir wieder aufs Konto zugeschrieben, wenn du eben diese "Aktien" verkauft hast. Kann natürlich auch in die andere Richtung gehen, wenn die Aktie an Wert verliert, musst du sie billiger verkaufen als du sie gekauft hast. Dann bekommst du eben weniger, als du angelegt hast.

  • Du richtest dir ein online-wertpapierkonto bei einer Bank oder einem Broker ein.
  • du zahlst geld von deinem Girokonto auf das dem Wertpapierkonto zugeordnete Verrechnungskonto ein
  • du kaufst Aktien über einen orderauftrag
  • das dazu notwendige Geld wird von deinem verrechnungskonto eingezogen
  • für den Kaufvorgang zahlst du eine Ordergebühr
  • die Aktie steigt oder fällt, du kannst dies in deinem Onlinedepot nachverfolgen
  • du gibst einen verkaufsauftrag (verkaufsorder) auf und verkaufst du aktien
  • du zahlst dafür eine Verkaufgebühr
  • der Restbetrag wird deinem Verrechnungskonto gutgeschrieben

Solange du Aktien hälst ist jede Kurssteigerung oder Kursverlust virtuell. Du merkst es nicht. Erst mit dem Verkauf wird es real. Entweder dein Verrechnungskonto zeigt dann mehr an als beim Kauf oder weniger. Natürlich musst du immer die Ordergebühr mit einrechnen. Deshalb lohnt es sich nicht für 80 EUR Aktien zu kaufen. Die Ordergebühr beträgt mind. je 5,95 EUR (bis ca. 12,50 EUR für Inlandorders bis 2500 EUR je nach Broker) für Kauf und Verkauf.

Achso. Aber das mit den Gebühren verstehe ich immernoch nicht ganz. Also, wenn ich die Aktie XY kaufe, muss ich eine Gebühr "Einmalig" zahlen? Und wenn ich diese Aktie verkaufe, muss ich dann wieder eine Gebühr zahlen? Wenn ich dann noch dazu was anderes kaufe, muss ich für die neue Aktie erneut eine Gebühr bezahlen? aber ich kann von diesen Aktien so viele wie möglich dann kaufen, habe ich das richtig verstanden? Sind die Gebühren unterschiedlich Hoch?

@dmdo91

Für jeden Kauf oder Verkauf zahlst du eine Gebühr. Diese fließt an den Börsenhandler, über den die Aktien gekauft werden.

Eine besipielhafte Aufschlüsselung für Inlandsorders (Deutschland):

  • bis 2500 EUR: Kauf- / Verkaufsvolumen: 6 EUR
  • bis 5000 EUR: 12 EUR
  • bis 10000 EUR: 20 EUR

Kaufst du Aktien eines Unternehmens in London oder New York (weil dort das Umschlagsvolumen des Unternehmens höher ist - liquider), dann werden die Ordergebühren höher sein (mind. das doppelte).

Du musst also für jden Trade das Verhältnis von Gebühr zu gehandelten Volumen einrechnen und für dich festsetzen ob das passt. Meist heißt das, dass das Minimalvolumen bei mind. 500 EUR je Trade liegen sollte, damit sich ein Kauf lohnt. Je weniger du einsetzt, desto mehr muss die einzelne Aktie zulegen, damit du sie mindestens zum Kaufkurs wieder verkaufen kannst.

Weil es zuvor angesprochen wurde. Um eine Diversifizierung ins Portfolio zu bekommen, sollte das Gesamtvolumen mind. 10.000 EUR betragen (besser 20.000 EUR), sonst bekommst du leicht eine Klumpenbildung. Daher lohnt es sich für Kleinanleger eher in Fonds zu investieren, die bereits von haus aus eine Diversitfizierung aufweisen.

Aber bevor du investieren wirst, beschäftige dich ausgiebig damit. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Die beste Vorbereitung: Auf jeden Cent, den du an der Börse platzierst, kannst du verzichten. Du brauchst ihn morgen und übermorgen nicht. Auch ein Totalverlust macht dir nichts aus. Wenn du das mit "ja" beantworten kannst, dann bist du vom Kopf her für die Börse geeignet. Wenn nicht: Lass die Finger davon!

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