Wie läuft das eigentlich ab wenn ein Hartz IV-Empfänger erbt?

5 Antworten

Hallo,mit dem Tod des Erblassers erlisch auch die Vollmacht über Konten,sofern diese nicht für über den Tod hinaus gegolten hat. Laufende Verbindlichkeiten des Erblassers enden nicht mit dem Tod. Sofern die Miete per Lastschrift eingezogen wurde,geschieht das auch weiterhin,bis die Lastschrift gekündigt wird. Kosten jeglicher Art,die zu den Verbindlichkeiten des Erblassers gehören so auch die Beerdigung,Wohnungsauflösung etc. können sämtlich dem Vermögen des Erblassers entnommen werden. Ebenso wäre an die Kosten für die Grabpflege zu denken ;zw. 25-30 Jahre! Das dann noch verbleibende Vermögen geht an den/die Erben weiter. Dem Jobcenter ist der Erbfall zu melden. Auf das Erbe zugegriffen werden kann durch Erbschein oder Eröffnungsniederschrift des Nachlaßgerichtes. Diese Eröffnungniederschrift wird automatisch nach dem Tod erstellt und geht den bekannten Erben zu,sofern ein notarielles Testament bestand. Bestand kein Testament sind dem Nachlaßgericht die Erben mitzuteilen. In jedem Falle ist eine Eröffnungsniederschrift allemal billiger als ein Erbschein und reicht idR aus ,um auf das Erbe zuzugreifen. Konten und Sparbücher etc. werden nach dem Tod für "Privatentnahmen" gesperrt und sind erst wieder nach Vorlage obiger Schriftstücke zugreifbar. Hat nun der Zugriff auf das restliche Erbe stattgefunden,muß dies unverzüglich dem Jobcenter gemeldet werden. Das Jobcenter wird dann ggfs. weitere Leistungen einstellen und zuviel gezahlte Leistungen ab dem Zugriff auf das Erbe zurückfordern. So,ich hoffe ,ich habe soweit an alles gedacht und konnte etwas weiter helfen....! Gruß

Eine Bankvollmacht über den Tod hinaus hat nichts mit dem Erbe zu tun. Das Geld ist (noch) nicht Eigentum des Bevollmähctigten und darf natürlich für die noch ausstehenden Kosten des Verstorbenen verwendet werden. Eine Anzeige beim Jobcenter ist nicht notwendig.

Vollmachten reichen nicht über den Tod hinaus. Sobald jemand verstirbt,geht sein Vermögen in die Erbmasse. aus dieser müssen die Berdingungskosten bestritten werden, was übrigbleibt, geht an die Erben.

Aber sicher reichen postmortale Vollmachten über den Tod hinaus. Nur ist das kein Erbschein und daher darf sich der Vollmachtinhaber nichts aneignen. daher ist es sinnvoll bei der Erstellung einer postmortalen Vollmacht diese ganz genau zu umschreiben.

Sobald der Kontoinhaber stirbt, hat der Nachlass gemeldet zu werden (so nennt man das bei Banken) und dann wird das Konto gesperrt. Erst wenn der Erbschein vorgelegt wird, wird wieder Zugriff auf das Konto gewährt.

PS: so lange Du nicht privat auf das Geld zugreifst, hat das JC nichts damit zu tun. Auch Miete oder sonstige laufende Kosten werden da nicht für Dich angerechnet

Das Konto wird nicht gesperrt. Es ist zwar dann ein "Nachlasskonto" aber Verfügungen können nach wie vor getätigt werden - insbesondere natürlich bei einer Vollmacht üdTh. Auch bestehende Daueraufträge etc werden weiter ausgeführt

selbst wenn du es der ARGE meldest, das Geld ist zweckgebunden und zählt somit nicht zum Erbe. Desweiteren haste Freibeträge sprich das Geld wäre sicher weniger als Freibetrag um was davon abzuziehen

Leider gibt es für das JC KEINE Freibeträge. Ab Zufluss gilt das Erbe als einmaliges Einkommen, dass voll angerechnet wird.

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