Wie krisensicher sind Aktienfonds?

6 Antworten

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Die Chance , das Du zwischenzeitlich viel verlierst ist immer gegeben.


Wichtig sind drei Faktoren:

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Die Fondmanager haben doch bestimmt kein Interesse ihr Kundschaft zu verlieren und parken das Geld um.

Das ist den meisten nicht richtig bewußt und nur teilweise richtig.

Ein Aktienfondmanager KANN nur begrenzt umschichten, weil er gemäß seinem Prospekt einen Aktienfonds leitet, und in dessen Prosüepekt steht meist drin , das die Barquote nicht 5 $  - 15 % übersteigen darf und der Rest in Aktien gehalten werden darf.

Bei weltweiten Krisen hängen die Akteinmärkte aber so zusammen, das s selten Werte gibt die steigen, wenn andere fallen.

EIN AKTIENFONDSMANAGER MUSS AUCH AKTIEN HALTEN.

Das hat natürlich auch praktische Gründe.

Wenn die Aktienmärkte sich halbieren, nöchte der nächste Käufer selbstverständlich auch Aktien in einem solchen fonds vorfinden und kein Bargeld.

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Langfristig kann für die großen Unternehmen eine Börsenkrise erhebliche Vorteile bieten, nämlich dann wenn finanziell schwächere Mitbewerber sich nicht halten können und aufgekauft werden, heißt sie gehen gestärkt, mit weniger Konkurrenz aus dem Markt hervor.


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Abgesehen von Kriegen  - selbst einem Auscheiden Griechenlands - haben wir zwar heute Höchstkurse, denoch sind nur wenige Szenarien denkbar warum die Märkte innerhalb von 2 Jahren nachhaltig nach unten drehen sollten.

Mit ihrem 2 Billionnen - Programm kauft die EZB monatlich für 65 MRD EUR Anleihen auf.

Das sind aber nicht x - beliebige sondern sie müßen eine annhembare Bonität haben, womit der Effekt entsteht, das es meist Bundesanleihen sind.

So hat die EZB das Kuriosum geschaffen den 10 - Jahreszins in einem Monat von 0,48 % auf 0,17 % zu drücken.

Mit anderen Worten ( abgeshen vielleicht vom Ommiobiliensektor ):


WO soll das Geld sonst hin ?

( auch wenn das nicht unbedingt das beste Argument für steigende Börsenkurse ist ).

Und das gilt gerade für die Großanleger.

Mit freundlichen Grüßen

Nasdaq



Krisensicherer als Einzeltitel, weil jeder Aktienfonds eine gute Diversifikation an Titel hat. Ein internationaler Aktienfonds ist sicherer als ein reiner Länderfonds. Ein deutscher Aktienfonds ist z. B. ein Länderfonds. ETFs sind in der Regel riskanter, denn sie fallen im gleichen Maße wie der Index in den sie investieren. Gemanagte Fonds fallen meist nicht so tief. 

Aktienfonds sind sowohl inflations- wie auch insolvenzsicher. Sie gehören damit zu den sichersten Anlagen überhaupt. Aktienfonds unterliegen marktbedingten Schwankungen das hat aber nichts mit Sicherheit zu tun.

Man kann Aktienfonds auch mit einem  dynamischenTrailinglimit absichern.Das bedeutet, dass das Limit immer dem Kurs folgt. Wenn die Märkte fallen geht es raus aus dem Aktienfonds in einen Geldmarktfonds und bei steigenden Märktenwieder zurück in den Aktienfonds. Durch die intelligente Kombination der Stopp-Loss-Order und der Start-Buy-Order kann man Kursverluste reduzieren und-Kursgewinne mitnehmen. Durch den Einsatz des Trailinglimits kommt der Cost-Average-Effekt in Sparplänen erst richtig zur Geltung. Es fällt kein Ausgabeaufschlag beim Tauschen an.

Du hast schon gute Antworten bekommen, deshalb will ich nur auf einen Punkt deiner Frage eingehen, ob die Fondsmanager das Geld Umparken, wenn sich eine Talfahrt anbahnt. Es passiert in der Tat bei manchen Fonds, dass das Exposure zum Gesamtmarkt reduziert wird (d.h. sinkt der Markt drastisch, dann reagiert der Fonds weniger stark nach unten). Ob das jetzt durch Umparken in den Geldmarkt oder in andere Anlageklassen passiert, durch Optionen oder einfach nur durch Aufbauen von Cash-Positionen ... Es gibt viele Möglichkeiten das zu tun. Der entscheidende Punkt aber ist, dass die Fonds bezüglich der Investitionen immer auch gewisse Vorgaben haben, die es dem Fondsmanager erlauben solche Sachen nur bis zu einem bestimmten Prozentsatz durchzuführen oder auch gar nicht. Die Informationen, die Fondsgesellschaften zu ihren Fonds ausgeben, sollten diese Möglichkeiten kommunizieren. Ob der Fondsmanager dann das auch nutzt und wie gut oder schlecht seine Vorgehensweise ist, das ist dann natürlich ein anderes Blatt.

Wenn ein Börsencrash kommt und Du in Aktienfonds investiert bist, dann wird der Wert Deiner Fondsanteile auch erstmal mächtig nach unten gezogen werden.

Ob danach eine Erholung folgt hängt davon ab, ob besagter Börsencrash auch ein realwirtschaftliches Nachbeben hat. Wenn z. B. aufgrund der "Kapitalvernichtung" an der Börse die Realwirtschaft in eine - womöglich mehrjährige - Rezession rutscht, dann brechen den Unternehmen, deren Aktien Du indirekt hältst, auch die Gewinne weg. Und dann gibt es keine Gründe mehr, warum diese Aktien so schnell wieder auf das alte Niveau steigen sollten. So ein Zustand kann dann etliche Jahre andauern.

Andersereits hat es auch Kursrutsche an den Börsen gegangen, die im Prinzip nur im Bereich der Geldwirtschaft Auswirkungen hatten, nicht aber auf das reale Leben in den Firmen. In solchen Fällen erholen sich die Kurswerte von Aktien relativ schnell wieder.

Historisch gesehen hat man bei langem Anlagehorizont mit Aktien eigentlich immer nur Gewinne machen können. Ein Garant für die Zukunft ist das aber nicht. Und gerade in der aktuellen Finanzmarktsituation sollte man im Hinterkopf halten, dass das System schon bis an den Anschlag aufgepumpt ist. D. h. wenn es jetzt mal richtig knallt, dann knallt es auch richtig laut.

Zum Thema Risiko: Wenn es um das "Risiko" geht, tun wir Deutsche uns meist schwer. Wir schließen viele Versicherungen ab und zahlen viel zu viele Beiträge. Deswegen tun wir uns auch bei Geldanlagen schwer, die keine 100%tige Sicherheit bieten.

Fonds, Aktien usw. bieten diese 100%tige Sicherheit nicht. Bei Kursschwankungen "verliert" man Geld. Markteinbrüchen gehen die Kurse runter. 

Was viele hat dann nicht erzählen oder wissen ist, dass die Kurse auch wieder hochgehen. Beispiel, was auch gut nachzulesen ist:

DAX 30: 

2008 Höchstkurs ca. 8000 Punkte.

Absturz 2009 bis ca. 4600 Punkte

Jetzt könnte man sagen, dass die armen, die zum Höchstkurs von 8000 Punkte eingestiegen sind, fast die Hälfte verloren haben. Aber nur dann, wenn sie verkauft haben.

Es geht weiter.

Kurs steigt 2011 auf rund 7300 Punkte. Immernoch nicht die Verluste reinbekommen.

Und wo steht der Kurs jetzt? Auf ca. 12400 Punkte. 

Wenn man sich also Aktien/Fonds bzw. ETFs kauft, die keine "Papiertiger" sind, ist langfristig die Anlage relativ sicher. 

ich glaube den Text schon mal gelesen zu haben, finde das Posting auch top. Ich hatte damals noch dazugeschrieben, dass man als Beispiel sich noch den Wertanstieg von letztem Herbst bis jetzt sich anschauen kann. Habe gerade keinen Chart vor Augen, aber so etwa 50% Anstieg waren das.

Was in Bezug auf die Versicherungsaffinität der Deutschen zu sagen wäre ist, dass man sich hinsichtlich Aktien oder Aktienfonds dagegen alles andere als absichert sondern viele volles Risiko fahren und alles um sich herum absichern, das Depot dagegen nicht. Finanziell ist das nicht die beste Vorgehensweise.

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