Wie kann man sich einen Hauskauf vor dem Notartermin sichern?

5 Antworten

Gar nicht, jedenfalls in Deutschland nicht. Ein Verkäufer kann mehrmals "verkaufen", was ja auch oft genug vorkommt, so die Fachliteratur. Bis zum Eintrag im Grundbuch, ggf. vorab als Auflassung (geplanter Kauf)durch einen Notar, ist kein Käufer geschützt und seine etwaige Anzahlung eben auch nicht gesichert. Viel Glück.

Häuser und Grundstücke werden in Deutschland nur mit Notarvertrag verkauft. Eine Anzahlung als Reservierungsgebühr ist oft üblich. diese verfällt an den Verkäufer, wenn der Käufer dann doch nicht kaufen will. Eine Reservierung sollte im Regelfall für 1 bis 2 Wochen gemacht werden. Viel wichtiger ist, dass der Käufer eine Bestätigung seiner Bank bringt, das der vereinbarte Kaufpreis zur Verfügung steht!

Beide beauftragen schriftlich einen gemeinsam gewählten Notar mit allen erforderlichen Vertragsinhalten, also persönlichen, inhaltlichen und grundbuchlichen Daten, mit der Erstellung eines Vertragsentwurfs. Wenn einer zwischenzeitlich abspringt, haftet er für die Kosten. Telefonisch kann man beim Notar vorher anfragen, wie lange die Erstellung dauern wird. Dies kann ohne weiteres von heute auf morgen sein, besonders mit emailadresse!

Einfach einen Vorvertrag aufsetzen, in dem die Höhe und das Datum der Anzahlung genannt wird. Wenn Ihr es dann noch 100%-ig haben wollt, könnt Ihr die Anzahlung ja noch in den Kaufvertrag aufnehmen lassen, was aber nicht notwendig ist. Ich würde den Vertrag aber erst machen, wenn Euch der potentielle Käufer auch nachweisen kann, dass er die Finanzierung hinbekommt (Vorlage der Finanzierungsbestätigung der Bank), sonst seid Ihr geblockt und die anderen Interessenten springen ab.

auch hier gilt: notarielle Beurkundung ist bei Grundstückskaufverträgen, auch sog. "Vorverträgen" Pflicht.

Dies geht nur mit einer Auflassung im Grundbuch Abt. II, das wiederum geht ohne Notar nicht.

Du meinst eine Auflassungsvormerkung, du hast Recht dafür benötigt man den Notar, wird normalerweise im Kaufvertrag vereinbart. Die Auflassung ist schon die Übertragung des Eigentums und die wird in Abt. I eingetragen.

Hausverkauf trotz Maklervertrag möglich?

Hallo zusammen,

ich habe für mein Haus einen Interessenten gefunden, der nicht über den beauftragten Makler vermittelt wurde. Dieser möchte das Haus nun gerne kaufen. Nun ist mir bekannt, dass es sich dabei um dünnes Eis handeln kann, wenn man ohne Mitwirkung des Maklers an einen anderen Interessenten verkauft. Das könnte selbst dann der Fall sein, wenn der Kaufvertrag erst nach Ablauf des Maklervertrages (ist bereits gekündigt) zustande kommt. Mir ist auch bekannt, dass dies sehr stark vom Inhalt des Maklervertrages abhängig ist. Deshalb habe ich nachgeschaut und richte meine Fragen nun mit speziellem Vertragsinhalt an Euch:

  1. Die Überschrift lautet Alleinauftrag. Daraus schließe ich, dass ich während der Vertragslaufzeit keinen weiteren Makler oder sonstwen mit dem Verkauf des Hauses beauftragen darf. Ist das korrekt oder besagt die Formulierung noch mehr?

  2. Im Vertrag steht, das empfohlen wird, andere Interessenten dem Makler zu melden. Eine Empfehlung ist keine Verpflichtung und somit nicht bindend. Ich deute das so, dass ich sehrwohl mit Interessenten verhandeln oder sogar verkaufen darf, selbst wenn der Vertrag noch läuft.

  3. Ein Passus, der mir ausdrücklich verbietet selbst zu verkaufen steht nicht im Vertrag. Demnach darf ich doch auch während der Laufzeit mit einem Interessenten verjandeln und verkaufen, wenn dieser nicht über den Makler zu mir gekommen ist, oder!?

  4. Der Makler behält sich lediglich vor, Kosten für Inserate in Rechnung zu stellen, sofern er keinen Käufer für die Immobilie gefunden hat. Das muss er mir dann aber sicher detailliert per Rechnung nachweisen. Das halte ich für dreist bzw. denke, dass es sich um Unternehmerisches Risiko handelt. Aber gut, soll er mal berechnen.

Ich bin sehr auf Eure Antworten gespannt und versuche Rückfragen zum Vertrag möglichst schnell zu beantworten.

lg Vladi

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Gültiger Kaufvertrag (privat zu privat)?

Bitte um Auskunft, ob das so ein gültiger Kaufvertrag wäre.

A stellt ein Produkt für einen bestimmten Preis auf Ebay Kleinanzeigen ein. Viele Interessenten melden sich, bei einigen wird es konkret, dass sie großes Interesse haben. Ein Interessent (B) schreibt zunächst, er würde das Produkt haben wollen. A antwortet zuerst nicht, weil es so viele Anfragen gibt. Dann schreibt B nocheinmal und A antwortet, weil es mittlerweile weniger konkrete Interessenten gibt. A meint, er hätte am Donnerstag oder Freitag Zeit für ein Treffen. Was A damit meint ist, dass sich B zu diesem Zeitpunkt das Produkt ansehen könnte und man dann über den Preis spricht, da bei Ebay Kleinanzeigen ja oft noch etwas verhandelt wird. (Man muss dazu sagen, dass es hier um ein teures Produkt geht und nicht um 20-30€). A sagt aber an keiner Stelle, dass er dem B das Produkt sicher verkaufen wird.

Nun spammt B den A zu mit Anfragen, wann und wo das Treffen denn nun stattfinden wird. A reagiert nicht, weil es ihm unangenehm wird, außerdem ist er beruflich spontan unterwegs. Plötzlich schriebt B, dass er ein Anrecht auf den Erwerb hat, weil ja ein gültiger Kaufvertrag zustande gekommen ist. Dies sieht A aber anders, weil er nur ein Treffen vorgeschlagen hat und nie gesagt hat, dass er dem B das Produkt sicher verkauft.

Die ganze Kommunikation läuft per Email ab, bekannt sind einander nur die Namen. A bittet B mehrmals, ihn nicht mehr zu kontaktieren.

Hat B wirklich ein Recht darauf, dass A ihm das Produkt verkauft? Und was ist, wenn es sich A währenddessen anderes überlegt und es gar nicht mehr verkaufen will?

Immerhin - wäre da tatsächlich ein Kaufvertrag zustande kommen - könnte jeder Verkäufer einen Interessenten belangen, wenn man sich z.B. ein Treffen ausmacht und der Interessent nicht auftaucht oder spontan absagt??

Bitte um Auskunft! Danke!

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