Wie kann ich mich vor Altersarmut schützen?

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Du wirst wie alle anderen, denen es so geht, eine Alterssicherung bekommen, die derzeit bei ca. 850 € liegt. Alle Einkünfte, die Du hast, also auch di eRente, werden von diesem Betrag abgezogen. Alle Unkosten, die Du hast, musst Du davon begleichen. Bist Du gesetzlich krankenversichert, zahlst Du dann einen speziellen Rentersatz, bist Du privat versichert - keine Ahnung, wer die dann im Alter zahlt. Das versuche ich schon seit Jahren herauszukriegen, aber niemand konnte mir das bislang gesichert beantworten.

bist Du privat versichert - keine Ahnung, wer die dann im Alter zahlt.

Das Sozialamt, dass die Grundsicherung gewährt.

@kevin1905

Ja, das Sozialamt zahlt die Grundsihcerung. Aber nicht den Basistarif der Krankenprivatversicherung, wenn keine gesetzliche Kasse mehr möglich ?

@Yentl51

Ja das ist alles nicht mehr möglich, jedenfalls nicht zur Zeit, denn ich war zu lange nicht kranken versichert, jedenfalls nicht gesetzlich. Ich war privat versichert und die konnte ich nicht mehr zahlen und bekam dann eines Tages die Kündigung.

Man darf eben nicht krank werden.

@powergina

Das Gesetz schreibt eine Krankenversicherung vor. Eine Privatversicherung kann Dir nicht rechtswirksam kündigen, da eine Versicherungspflicht besteht. Wenn Du mehrmals hintereinander die Beiträge nicht zahlst, wirst du gemahnt. Dann rutschst du in den Notfalltarif ab, der die Behandlung im Notfall immer gewährleistet. Im Notfall musst Du sowieso auch ohne Krankenversicherung behandelt werden.

Kannst du es vielleicht irgendwie schaffen bis zum Beginn deiner Rente eine Immobilie zu erwerben? Dann könntest du im Alter nämlich so etwas wie eine Umkehrhypothek in Anspruch nehmen. So etwas bietet beispielsweise die Alpenkasse AG an. Im Zuge einer solchen Umkehrhypothek bekommt man monatlich eine gewisse Summe ausgezahlt und die Immobilie geht dafür nach dem eigenen Ableben an die Bank über. Meiner Meinung nach kann das eine gute Ergänzung bzw. sinnvolle Zusatzrente darstellen.

Wenn du heute 57 bist, und nur 300 € Rente zu erwarten hast, hast du dir in deinem bisherigen Leben ja auch die Beiträge "gespart". Davon solltest du dann ja eigentlich gut leben können.

So ein Schwachsinn ! Um Geld für die Rente zurücklegen zu können, muss man erst mal genug verdienen ! Schau Dir doch die kleinen Handwerkerbetriebe an, die es gerade schaffen, das Gehalt für Ihre Mitarbeiter aufzubringen und für sich selbst nichts haben. Diese Kurzsichtigkeit der Menschen, die so denken wir Du, ist schon lange nicht mehr angebracht. Viele kleine Selbstständige können nicht mal mehr ihre eigene Krankenkversicherung aufbringen. In welcher Welt lebst Du eigentlich ? Mich dünkt, Du bist in einer anderen Zeit hängen geblieben. Diese Menschen haben ihr Leben lang geschuftet und nicht von Hartz IV gelebt, und DU machst jetzt womöglich auch auf deren Kosten Witze. Und das immer wieder. Du bist unbelehrbar. Schäm Dich !!!

@Yentl51

Genau so ist das. Viele Kleinunternehmer haben noch nicht einmal eine Krankenversicherung, das sie sich das auch nicht leisten können. Wenn man als Kleinunternehmern ca. 2000 Euro im Monat hat und alleine für das Wohnen, Büro, Telefon usw. was man für das Unternehmen benötigt schon über 1200 Euro bezahlen muss wovon sollen denn dann da noch Rücklagen geschaffen werden? Essen, Kleidung usw. ist noch gar nicht berücksichtigt.

Es wäre wünschenswert, wenn die Menschen sich etwas mehr gegenseitig helfen, als zu versuchen, über sie zu richten.

@powergina

Wer als Selbständiger nicht so viel verdient, dass er seine KV nicht zahlen kann, sollte sich lieber nicht selbständig machen.

@DerHans

Wenn er aber schon selbstständig ist ? Da war dann ein bißchen Vorarbeit nötig mit verdammt vielen Kosten, und das soll man dann einfach wieder hinschmeißen ? Und eventuelle Mitarabeiter auf di eStraße setzen ? Wo wären wir ohne diese Kleinselbstständigen, die mit viel Engagement Arbeitsplätze schaffen und arbeiten wie verrückt, Steuern zahlen, bis sie zusammenbrechen etc. ? Wie kann man nur so engstirnig sein wie du ? Du hast doch keine Ahnung, wie es wirklich aussieht, was Du von Dir gibst, ist einfach nur beschämend. Diese Leute haben dann jahrzehntelang niemandem auf der Tasche gelegen, sich selbst und ihre Mitarbeiter gerade so durchgebracht, und dann sind sie zu alt, um in eine gesetzliche Kasse zu kommen und können ihre Beiträge nicht mehr aufbringen. In deinen Augen wahrscheinlich alles Verbrecher, pfui Teufel !

Dass er Beiträge gespart hat, ist nur eine These! Ebenso kann es sein, dass er zwischendurch auch mal arbeitslos war und / oder im Niedriglohnsektor beschäftigt war, der kaum bis gar keine Möglichkeiten für Altersvorsorge bietet und nur darauf abzielt, im Heute und Jetzt zu überleben!

@Kathy34

Ja genau. ich glaube es gibt sehr wenige Menschen, die absichtlich von Hartz IV oder ähnlichem leben und dann kommt es immer darauf an, wen man im Jobcenter als Ansprechpartner hat. Mein Mann und ich waren 2 1/2 Jahre ohne Arbeit und hatten dann im Herbst vorigen Jahres eine sehr gute Ansprechpartnerin im JobCenter bekommen, die uns wirklich sehr kompetent geholfen hat und nun haben wir wieder Arbeit und können wieder auf eigenen Beinen stehen aber die Altersvorsorge ist eben nicht wirklich gegeben.

Das ist eine etwas sehr vereinfachte und einseitige Sichtweise. Es gibt ja auch Menschen, die nicht so viel Geld verdient haben, um sich davon etwas auf die Seite legen zu können.

Das Leben läuft nicht immer so wie man es sich gewünscht hat und es gibt viel mehr Menschen in Deutschland, die am Existenz Minimum gelebt haben und leben.

Ich suche ja nach Lösungen und nicht nach Problemen und diese Aufforderung heute, Fragen zur Rente zu stellen, an den Experten, hatte mich ermuntert, hier diese Frage zu stellen.

Kleinunternehmer sind die Leute, die nicht irgendjemand auf der Tasche liegen wollen und ihren Lebensunterhalt hart erarbeiten, doch da bleibt meist NULL übrig oder sogar ein Minus.

Ich bin überzeugt, das es Lösungen gibt, man muss sie einfach nur finden.

Riester und Co. ist keine Lösung, im Gegenteil, damit wird einem ja auch nur das Geld aus der Tasche gezogen und zu erwarten hat man nix

Und wer erzählt das?

Es gibt im Gegenteil tatsächlich Menschen für die ein Riestervertrag geeignet ist. Andere wiederrum greifen damit beherzt ins Klo. Es gibt keine eierlegende Wollmilchsau bei der Altersvorsorge, sondern nur Einzelfälle und jeder ist anders und nur daran kann eine Strategie ausgerichtet sein.

Das Riester sich nicht lohnt und man selber nur drauf zahlt, dürft mittlerweile bekannt sein. Schau bei youtube, das findet man ausreichend Videos zu diesem Thema, die Aufzeigen, das Riester nur die Versicherungen reich machen, aber nicht dem Versicherten helfen, ein besseres Leben im Alter zu leben, es sei denn er würde 90 Jahre alt werden und ob er das dann och genießen kann, sei auch mal dahin gestellt.

@powergina

Interessant wie oft ich mit dieser Aussage konfrontiert werde wenn ich einen Kunden berate. Meistens läuft es darauf hinaus, dass ich hier Aufklärung schaffen kann also versuche ich das mal. Vorsicht langer Text.

Zum Beitrag:

  • Kapitalbildende Versicherungen, zu denen auch Riester gehört haben einen sog. "drei-geteilten Beitrag".
  • Die drei Teile nennen sich "Verwaltungskosten", "Risikokosten" und "Sparanteil".
  • Aus dem Sparanteil werden die Abschluss- und Vertriebskosten bedient, sofern es sich nicht um eine "Netto-Police" handelt. Das ist auch nicht verwerflich, denn Beratung, Abschluss und Betreung mache ich nicht unentgeltlich. Diese werden die ersten 5 Jahre lang gleichmäßig abgetragen.
  • Wie groß der Topf für die Risikokosten ist hängt von Zusatzversicherungen und Einschlüssen ab. Je länger die Rentengarantiezeit gewählt wird, bzw. ob eine HZV, UZV oder EMZV eingeschlossen wird erhöht natürlich den Risikokostenanteil zu lasten des Sparanteils.
  • Die Verwaltungskosten sind das Geld womit die Versicherung ihre Ausgaben deckt. Innendienst, EDV etc. Jeder Unternehmer hat Betriebsausgaben.

Zu den Überschüssen:

  • Deutsche Versicherungsunternehmen legen ihre Kundengelder an, sind dabei jedoch an gewisse Regelungen gebunden.
  • Für Anlagen im klassischen Überschussmodell gilt z.Zt. ein Rechnungszins von 1,75% für alle Abschlüsse seit dem 01.01.2012. Für ältere Anlagen gelten teils 2,25%, 2,75% oder sogar noch mehr. Höhere Gewinne dürfen nicht garantiert werden.
  • Zum anderen müssen mind. 70% der Gelder mündelssicher angelegt werden. Mündelssichere Anlagen sind u.a. Staatsanleihen, Industrie- und Kommunale Schuldverschreibungen. Diese werfen, wie sicher bekannt, nicht gerade die tollsten Renditen ab im Moment.
  • Überschüsse entstehen aber auf verschiedene Arten, nicht nur durch Anlegen von Geldern, sondern auch durch geringere Kosten im Bereich Risiko und Verwaltung als vorher kalkuliert.
  • Erwirtschaftete Überschüsse müssen zu mindestens 90% an die Kunden weitergegeben werden. Bewertungsreserven zu mind. 50%

Manche Leute scheinen eine etwas verkehrte Erwartungshaltung zu haben. Sie wollen

  1. Top-Renditen
  2. Kein Risiko
  3. Lebenslage Renten
  4. Absicherung von Hinz und Kunz
  5. Und alles am besten gratis.

Aber wo soll das Geld denn herkommen?

Die von dir angesprochene Thematik, dass sich Riester erst mit 90 lohnen würde hat mehrere Gründe und stimmt auch oft nicht.

  1. Werden die Menschen älter. Der gleiche Betrag muss von Generation zu Generation für einen längeren Zeitraum reichen (Demographie). Nicht jeder Versicherer benutzt die gleichen Sterbetafeln, es muss jedoch immer eine "Margin of Safety" geben, wenn die Langlebigkeit sich schlagartig erhöhen sollte und der Versicherer mehr auszahlen muss als kalkuliert.
  2. Leiden Versicherungen aufgrund der restriktiven Anlagerichtlinien, welche die Kundengelder eigentlich sichern sollen sehr unter der Niedrigzinsphase. Selbst die Marktgrößen (ERGO, Allianz, Generali) erwirtschaften z.Zt. kaum Überschüsse von mehr als 3,75% auf den Sparanteil.

Kapitalbildende Versicherungen sind primär konservative Geldanlagen. Hier geht es darum eine lebenslange Rente und eine gewisse Absicherung zu erhalten um Lebensstandarf aufrecht zu erhalten.

Wer reich werden will sollte sich intensiver mit Aktieninvestments beschäftigen.

@kevin1905

Vielen Dank für die Ausführungen aber da sieht man mal, der der hart für sein Geld arbeitet und eine Menge davon einzahlt, erhält später man gerade ein Taschengeld davon.

Es ist einfach legaler Betrug und der Bürger wird ausgenommen wie eine Weihnachtsgans. Bitte entschuldige aber > Zum anderen müssen mind. 70% der Gelder mündelssicher angelegt werden. Mündelssichere Anlagen sind u.a. Staatsanleihen, Industrie- und Kommunale Schuldverschreibungen. Diese werfen, wie sicher bekannt, nicht gerade die tollsten Renditen ab im Moment<

Ja genau und da liegt eines der Probleme, deswegen ist das ja auch keine Lösung.

@powergina

Dann schlage eine Lösung vor. Wer Model A kritisiert muss Model B liefern.

Aufweichung des VVG und VAG damit die Versicherungen zocken können wie die Banken dies getan haben, halte ich für wenig sinnvoll?

Heute muss man sogar drauf zahlen weil die Zinsen zu niedrig sind. Mieteinnahmen wären gut...

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